Der CDU empfiehlt er, nicht ständig denselben Fehler zu wiederholen.
Hmm, ist das nicht die Definition von konservativer Politik?
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Der CDU empfiehlt er, nicht ständig denselben Fehler zu wiederholen.
Hmm, ist das nicht die Definition von konservativer Politik?
Der zweite Punkt: Die Parteien sollten endlich über ihre eigenen Themen sprechen.
Mehr als 2/3 der deutschen Wählerstimmen nach Umfragen entfallen auf Parteien, die keine eigenen Themen haben, sondern deren einzige Existenzberechtigung Korruption und Selbstbereicherung ist, gepaart mit viel und lautem Geschrei, um von selbiger abzulenken.
Der Wähler ist ganz einfach zu dämlich, um Parteien zu wählen, die Inhalte haben. Denn Inhalte keifen nicht laut genug auf Youtube, Social Media oder den Springer Titelseiten, und werden dann auch nicht tausendfach von allen anderen Medien abgeschrieben.
Also ich hatte den Eindruck, dass Die Linke mit ihrer Strategie, ganz klar auf eigene Themen zu setzen, durchaus Erfolg hat.
Echt? Wie groß ist die Chance auf eine Regierung ohne neoliberalen Turbokapitalismus, Ausbeutung der Masse zur Bereicherung Weniger und penetrantem rechtspopulistischen Gekreische zur Ablenkung noch gleich? Mit 10 statt 5% dumm danebenstehen und den Marsch der Gesellschaft nach Rechts betrauern hilft halt irgendwie doch nicht...
Man beachte, dass der Begriff "Mainstreamparteien" als Vorstufe zu "Altparteien"/"Kartellparteien" hier einfach von der AfD übernommen wurde.
dass der Begriff “Mainstreamparteien” als Vorstufe zu “Altparteien”/“Kartellparteien” hier einfach von der AfD übernommen wurde
AFAIK: Der Begriff Mainstream-Parteien ist schon länger üblich und findet sich in wissenschaftlichen Arbeiten, auf Wikipedia, ...
Es ist aber genau das Narativ der AfD: Wir gegen den Mainstream (implizit auch keine Unterscheidung zwischen Parteien, "sind doch eh alle miteinander im Bunde"). Das Wort Mainstream findet seid den 80ern Verwendung, aber rechte Kreise haben es für sich umfunktioniert, richtig populär dann mit Trump seit 2016. Rechte nutzten "Mainstream" und "Mainstreamparteien" immer gerne als Dog Whistle für "Altparteien" und "Kartellparteien", in den letzten 2 Jahren nach meinem Gefühl nochmal sehr viel stärker. Genau weil es ein Wort ist, dass die AfD aus ihrer inszinierten Opferrolle gegen ihre politischen Gegner (alle anderen Parteien) einsetzt, kommt kein Mensch darauf, die AfD eine Mainstreampartei zu nennen. Und das obwohl die AfD seit 2013 existiert und nach Umfragen stärkste Kraft ist.
Der CDU empfiehlt er, nicht ständig denselben Fehler zu wiederholen.
Guter Witz. Wenn z.B. Merz nichts mit Vorurteilen machen darf, was bleibt dann noch? Eine leere Hülle?
Aber Normalisierung entsteht, wenn andere Parteien Themen und Sprache solcher Akteure übernehmen. Insofern haben die Mainstreamparteien den Gegner groß gemacht, den sie eigentlich klein halten wollten.
Klar, es waren die Parteien, und nicht die Medien, die solange über die AfD berichtet haben, bis sie jeder kannte.

Ich habe immer wieder meine Zweifel, dass Spitzenpolitiker von Parteien wie CDU oder SPD wirklich so dumm sind und nicht genau das erreichen, was sie vorhatten. Sie tun ja offensichtlich alles um den Interessen von Milliardären zu dienen, da passt es doch sehr gut ins Bild, dass sie eine rechtsextreme Partei fördern.
Zur SPD passiert denke ich eher dieser Absatz:
Was kann die SPD dann dagegen tun, dass sie Wähler an die AfD verliert? Weniger links sein?
Die Sozialdemokratie verliert Wähler in verschiedenen Richtungen, nicht nur zur AfD, auch zur Union, zu den Grünen und zur Linken. Letztlich blutet die Sozialdemokratie in verschiedenen Richtungen aus - bei der einen Wahl mehr in diese, bei der anderen Wahl mehr in die andere Richtung. Aus der Forschung können wir nicht ableiten, dass es klug für die SPD wäre, verstärkt auf das Migrationsthema zu setzen. Klüger wäre es, auf sozial- und wirtschaftspolitische Themen zu setzen, allerdings kann die Partei an der Bundesregierung hier momentan kein Profil entwickeln. Das Migrationsthema allerdings nutzt der SPD nicht. Übrigens, auch der CDU nicht.
Mein Argument ist ja, dass die Politiker ihr Verhalten bewusst nicht ändern, obwohl es ihren Umfragewerten und Wahlergebnissen schadet, weil sie damit ihre Parteispender, zukünftigen Arbeitgeber usw. unterstützen.
Ich bin kein Freund von Politikern, die ihr Verhalten ändern, um mehr Wählerstimmen zu bekommen. Wenn jemand die Meinung zu einem Thema begründet ändert, ist das eine Sache. Aber Politiker, die ihre Position aus Kalkül ändern und daher effektiv Macht um der Macht Willen wollen? Nein, danke.
Lieber so, als den Wählerwillen weitgehend ignorieren wie bisher. Es ist ja nicht so, als würden ihnen irgendwelche Ergebnisse Recht geben im Sinne einer Technokratie die grundsätzlich im Sinn der Bevölkerung ist, auch wenn die Bevölkerung das nicht einsieht.
Das darfst du natürlich so behaupten. Halte ich vom persönlichen Eindruck der Abgeordneten die ich kenne aber für sehr sehr sehr unwahrscheinlich. Das soll auch nicht heißen das es nicht korrupte Leute, sogar in den vorderen Reihen gibt, denke aber das ist eher die Ausnahme als die Regel.
Würdest du das auch für Leute wie Merz oder Spahn unterschreiben? Ich meine mit "Spitzenpolitiker" schon die Parteispitzen der großen Parteien, nicht die Hinterbänkler im Parlament.
Ich habe mir in Leben wirklich nicht genug Jens Spahn angehört (eigentlich noch nie einen Redeschnipsel von ihm der länger als eine Minute ist), deshalb schwierig für mich zu beurteilen was die Motivation seiner Handlungen sind.
Vom Eindruck auf jeden Fall möglich das er eine dieser Ausnahmen ist.
Ich habe immer wieder meine Zweifel, dass Spitzenpolitiker von Parteien wie CDU oder SPD wirklich so dumm sind
Als Politiker musst du strippen ziehen können, Seilschaften knüpfen können, reden ohne was zu sagen können, kompetent wirken/spielen können ...
Was du nicht können musst um erfolgreich als Politiker zu sein ist auf beratene Stimmen hören zu können. Beispiele: Trump, Merz, etc. Du machst dann zwar scheiß Politik aber solange du gewählt wirst weil du so kompetent und durchsetzungsstark wirkst obwohl du es vielleicht gar nicht bist hast du Erfolg. Das ist doch in der Wirtschaft ähnlich. Ich hab schon so viele Blender erlebt...
Bei Spahn bin ich mir sicher, dass der ohne mit der Wimper zu zucken mit den Nazis gemeinsame Sache machen würde. Der ist wirklich gefährlich. Merz ist IMHO, wie man schon woanders gelesen hat, einfach beratungsresistent und denkt, dass er alles besser weiß.