this post was submitted on 02 Jun 2026
37 points (100.0% liked)

DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

5264 readers
405 users here now

Das Sammelbecken auf feddit.org für alle Deutschsprechenden aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und die zwei Belgier. Außerdem natürlich alle anderen deutschprechenden Länderteile der Welt.

Für länderspezifische Themen könnt ihr euch in folgenden Communities austauschen:

___

Zusätzliche Regeln aus „Lessons learned":

___

Einsteigertipps für Neue gibt es hier.
___

Eine ausführliche Sidebar mit den Serverregeln usw. findet ihr auf der Startseite von feddit.org

___

founded 2 years ago
MODERATORS
 

·[...]

Eine solche Normalisierung schaffen Parteien nur bedingt von allein. Die haben zwar Diskursstrategien, um sich im Mainstream zu etablieren. Das nennt sich Metapolitik, aus der Neuen Rechten kennen wir das schon lange. Aber Normalisierung entsteht, wenn andere Parteien Themen und Sprache solcher Akteure übernehmen. Insofern haben die Mainstreamparteien den Gegner groß gemacht, den sie eigentlich klein halten wollten.

[...]

Der zweite Punkt: Die Parteien sollten endlich über ihre eigenen Themen sprechen. Sven Schulze war kaum nominiert, da verkündete er bereits, er werde Migration in den Mittelpunkt stellen. Nach Lage der Dinge - egal welche Migrationspolitik man befürwortet - ist das kein Weg, um die AfD zu schwächen.

[...]

you are viewing a single comment's thread
view the rest of the comments
[–] rumschlumpel@feddit.org 7 points 15 hours ago* (last edited 15 hours ago) (2 children)

Ich habe immer wieder meine Zweifel, dass Spitzenpolitiker von Parteien wie CDU oder SPD wirklich so dumm sind und nicht genau das erreichen, was sie vorhatten. Sie tun ja offensichtlich alles um den Interessen von Milliardären zu dienen, da passt es doch sehr gut ins Bild, dass sie eine rechtsextreme Partei fördern.

[–] Kaiser_Karl_II@feddit.org 7 points 15 hours ago* (last edited 15 hours ago) (1 children)

Zur SPD passiert denke ich eher dieser Absatz:

Was kann die SPD dann dagegen tun, dass sie Wähler an die AfD verliert? Weniger links sein?

Die Sozialdemokratie verliert Wähler in verschiedenen Richtungen, nicht nur zur AfD, auch zur Union, zu den Grünen und zur Linken. Letztlich blutet die Sozialdemokratie in verschiedenen Richtungen aus - bei der einen Wahl mehr in diese, bei der anderen Wahl mehr in die andere Richtung. Aus der Forschung können wir nicht ableiten, dass es klug für die SPD wäre, verstärkt auf das Migrationsthema zu setzen. Klüger wäre es, auf sozial- und wirtschaftspolitische Themen zu setzen, allerdings kann die Partei an der Bundesregierung hier momentan kein Profil entwickeln. Das Migrationsthema allerdings nutzt der SPD nicht. Übrigens, auch der CDU nicht.

[–] rumschlumpel@feddit.org 4 points 15 hours ago (2 children)

Mein Argument ist ja, dass die Politiker ihr Verhalten bewusst nicht ändern, obwohl es ihren Umfragewerten und Wahlergebnissen schadet, weil sie damit ihre Parteispender, zukünftigen Arbeitgeber usw. unterstützen.

[–] einkorn@feddit.org 4 points 14 hours ago (1 children)

Ich bin kein Freund von Politikern, die ihr Verhalten ändern, um mehr Wählerstimmen zu bekommen. Wenn jemand die Meinung zu einem Thema begründet ändert, ist das eine Sache. Aber Politiker, die ihre Position aus Kalkül ändern und daher effektiv Macht um der Macht Willen wollen? Nein, danke.

[–] rumschlumpel@feddit.org 2 points 14 hours ago* (last edited 14 hours ago)

Lieber so, als den Wählerwillen weitgehend ignorieren wie bisher. Es ist ja nicht so, als würden ihnen irgendwelche Ergebnisse Recht geben im Sinne einer Technokratie die grundsätzlich im Sinn der Bevölkerung ist, auch wenn die Bevölkerung das nicht einsieht.

[–] Kaiser_Karl_II@feddit.org 1 points 14 hours ago (1 children)

Das darfst du natürlich so behaupten. Halte ich vom persönlichen Eindruck der Abgeordneten die ich kenne aber für sehr sehr sehr unwahrscheinlich. Das soll auch nicht heißen das es nicht korrupte Leute, sogar in den vorderen Reihen gibt, denke aber das ist eher die Ausnahme als die Regel.

[–] rumschlumpel@feddit.org 1 points 14 hours ago (1 children)

Würdest du das auch für Leute wie Merz oder Spahn unterschreiben? Ich meine mit "Spitzenpolitiker" schon die Parteispitzen der großen Parteien, nicht die Hinterbänkler im Parlament.

[–] Kaiser_Karl_II@feddit.org 1 points 12 hours ago

Ich habe mir in Leben wirklich nicht genug Jens Spahn angehört (eigentlich noch nie einen Redeschnipsel von ihm der länger als eine Minute ist), deshalb schwierig für mich zu beurteilen was die Motivation seiner Handlungen sind.

Vom Eindruck auf jeden Fall möglich das er eine dieser Ausnahmen ist.

[–] SapphireSphinx@feddit.org 3 points 14 hours ago* (last edited 14 hours ago)

Ich habe immer wieder meine Zweifel, dass Spitzenpolitiker von Parteien wie CDU oder SPD wirklich so dumm sind

Als Politiker musst du strippen ziehen können, Seilschaften knüpfen können, reden ohne was zu sagen können, kompetent wirken/spielen können ...

Was du nicht können musst um erfolgreich als Politiker zu sein ist auf beratene Stimmen hören zu können. Beispiele: Trump, Merz, etc. Du machst dann zwar scheiß Politik aber solange du gewählt wirst weil du so kompetent und durchsetzungsstark wirkst obwohl du es vielleicht gar nicht bist hast du Erfolg. Das ist doch in der Wirtschaft ähnlich. Ich hab schon so viele Blender erlebt...

Bei Spahn bin ich mir sicher, dass der ohne mit der Wimper zu zucken mit den Nazis gemeinsame Sache machen würde. Der ist wirklich gefährlich. Merz ist IMHO, wie man schon woanders gelesen hat, einfach beratungsresistent und denkt, dass er alles besser weiß.