molker348

joined 7 months ago
 

Unsere Gewerkschaft hat eine Gehaltserhöhung von 8 % ausgehandelt, die ab nächstem Jahr gilt. Für viele ein Grund zu bleiben, aber meine Probleme mit meinem derzeitigen Arbeitgeber bestehen weiterhin.

Und wie formuliere ich das? „Das verdiene ich derzeit pro Monat” (das neue Gehalt). „Um eine Anstellung bei Ihnen in Betracht zu ziehen, brauche ich mindestens denselben Betrag“, so in etwa?

Werden sie nicht versuchen, den Betrag mit Argumenten wie „Wir müssen Sie erst einarbeiten, das kostet uns Geld“ zu drücken?

Und noch eine Frage: Ich möchte unbedingt einen unbefristeten Vertrag und sollte Verträge mit einer Laufzeit von 6 Monaten oder 2 Jahren außer Acht lassen – liege ich da falsch? Oder ist es in Deutschland üblich, zunächst einen befristeten Vertrag angeboten zu bekommen?

 

cross-posted from: https://feddit.org/post/32862304

hoffe, dass diesen Post nicht gelöscht wird

Ich habe einen unbefristeten Arbeitsvertrag, das heißt, ich brauche nicht unbedingt schon morgen einen neuen Job, sondern nur einen, der besser ist als der aktuelle.

Schreibt ihr beim Erstellen eines Lebenslaufs wirklich alles auf, was ihr seit eurer Kindheit gemacht habt? Denn ich war schon Koch, Kellner, habe mit Tieren und in Museen gearbeitet, Dinge, die nichts mit meiner jetzigen Tätigkeit oder meiner Ausbildung zu tun haben. Wen interessiert das schon?

Wird es schlecht gesehen, wenn man sich einfach eine sechsmonatige Auszeit nimmt, nur weil man die Nase voll von seinem Job hat und es sich leisten kann? Ich habe das Gefühl, dass man in Deutschland erwartet, ständig beschäftigt zu sein, und wenn man aus irgendeinem Grund nicht wie ein leistungsorientierter Mensch wirkt, gilt man als Versager, oder denken vielleicht nur Führungskräfte so?

Es steht ein Vorstellungsgespräch beim neuen Arbeitgeber an. Wie direkt drückt ihr aus, was ihr will? Einige direktere Leute, die ich kenne, sagen ganz offen, was sie wollen und brauchen, um den Job zu wechseln, und wenn das nicht angeboten wird, ignorieren sie die Stelle einfach. Unbezahlte Überstunden und kindische Mitarbeiter sind die Hauptgründe, warum ich nach etwas Besserem suche. In anderen Jobs habe ich außerdem eine mangelhafte Einarbeitung erlebt mit Leuten, die mich nicht einarbeiten wollten, und Vorgesetzten, die mich angelogen haben, sowie Mobbing; all das möchte ich hinter mir lassen.

Ich verstehe nicht, warum Arbeitgeber nicht klar angeben, wie viel sie zahlen, damit man keine Zeit verschwendet. Wann frage ich, wie viel ich verdienen werde? Bis zum Ende des Vorstellungsgesprächs damit zu warten, erscheint mir wie Zeitverschwendung.

Fragt ihr zuerst eure derzeitigen Kollegen nach Stellen, die euch interessieren könnten? Die Leute, mit denen du zusammenarbeitest, können für dich bürgen und Arbeitgeber empfehlen, aber andererseits könnten sie auch mit deinem derzeitigen Vorgesetzten sprechen.

Wie sucht man sich einen neuen Job, ohne dabei den Verstand zu verlieren? Es gibt viele Online-Portale für die Jobsuche, man muss danach die Stellenangebote filtern; bei manchen Portalen muss man Mitglied werden, um den Arbeitgeber zu kontaktieren, und ich möchte nicht extra Mitglied werden, nur um das zu tun, und dann gibt es noch Scheinstellen… Und nach der normalen Arbeit muss man noch kochen, essen und sich entspannen. Ich weiß nicht, welche deutschen Portale empfehlenswert sind.

Wie viele Vorstellungsgespräche bereitet ihr pro Woche vor? Denn auch das ist Arbeit: Du musst zu die Niederlassung fahren, dir einen freien Tag nehmen, Fahrtkosten werden nicht erstattet (das heißt, du musst vielleicht drei Stunden für ein 30-minütiges Vorstellungsgespräch anreisen und bekommst die Stelle möglicherweise gar nicht: „na ja, wissen Sie?, wir schauen uns gerade nur um“).

Wenn ich einen neuen Job finde, der mir besser gefällt, sage ich meinem alten Arbeitgeber dann trotzdem nichts, bis mein neuer Vertrag unterschrieben ist? Kümmert sich der neue Arbeitgeber um den Papierkram mit dem alten?

Plötzlich verstehe ich, warum Leute in mittelmäßigen Jobs bleiben.

[–] molker348@feddit.org 3 points 3 months ago

nicht nachträglich gestrichen

[–] molker348@feddit.org 6 points 3 months ago* (last edited 3 months ago) (2 children)

Hast du die Hausleitung schon darauf hingewiesen, dass die Klausel im Vertrag gestrichen wurde?

nein.

War die Klausel von Anfang an oder erst nachträglich gestrichen worden?

von Anfang an.

Vor 3 Jahren bin ich intern im Gebäude eine Etage höher umgezogen, heißt, dieser ist der 2. Vertrag. Auf dem 1. steht genauso diese Klausel auch gestrichen.

Das wird vermutlich der Aufhänger sein, um den es im schlimmsten Fall gehen wird

meinst, du, sie können mich zwingen, eine neue Kopie dieses Vertrages zu unterschreiben, wo diese Klausel nicht gestrichen ist?

 

Ich wohne hier seit 3 Jahren. Auf meinem Vertrag mit Personal- und Studentenwohnhaus steht:

“Klausel 2: Das Nutzungsverhältnis wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen.”

~~“Klausel 3: Das Nutzungsrecht besteht nur so lange, wie der Bewohner an der Universität oder einer Fachhochschule in [Stadt] ordnungsgemäß studiert.”~~ So wie ihr sieht: durchgestrichen. Unterschriben von beiden Parteien.

Personal- und Studentenwohnhaus behauptet heute per Brief:

“Sollten sie sich in keiner Ausbildung (Studium, Schüler) mehr befinden, entfällt die Berechtigung zum Bewohnen des Studentenwohnheimes”

Auf diesem Gebäude wohnt ein Paar mit viel Geld (Wohnung ist 140 qm gross), die auf keinen Fall studieren, und mehrere Menschen, die nicht wie Studierenden aussehen (2 Maurer, 1 Rentner, 1 Sekretärin, 1 Postbote). Ich weiß, dass der Postbote und die Sekretärin VZ arbeiten.

Ich gehe zum MSV am Montag aber ich frage auch hier: Wenn die Klausel 2 durchgestrichen ist, muss ich umziehen? Ich glaube nicht aber vielleicht habe ich es alles falsch gelesen?