Einige Kommentare sprechen sich auf der WDR-Seite pragmatisch dafür aus das Präfix Alt- beziehungsweise Neu- zu verwenden und nicht gänzlich ganz neue Namen zu finden. Mit den Argumenten die hätten ihre historische Bedeutung, sind auch identitätsbildend und es wäre ein Fehler jetzt zwar die Dörfer stehen zu lassen, aber die jüngeren Vorkommnisse nicht in den Hintergrund zu verbannen. Womit die erst auf den zweiten oder dritten Blick erfahrbar wird.
Dem stimme ich voll zu und ich hoffe, dass sich die Bewohnerinnen mehrheitlich auch so vernünftig und unversöhnlich geben. Denn wie ich das so lese werden Bewohnerinnen scheinbar nur beteiligt, treffen aber letztlich nicht die endgültige Entscheidung. Eine (für mich, momentan nur sehr oberflächlich im Thema) omniöse Arbeitsgruppe Tagebau wird noch dazwischengeschaltet.
Es gibt aber keinen Link zu mehr Infos, die die Zusammensetzung oder Legitimität irgendwie erklärt. Diese Stelle verstehe ich so, als gäbe es mehr Interessenvertretungen als die damaligen Bewohnerinnen. Wohlmöglich das Land oder noch schlimmer RWE, RAG oder so.
Am Ende soll der Rat der Stadt Erkelenz über zuvor gemachte, aber verdichtete Vorschläge abstimmen. Ich finde hier wäre es angebracht wenn ausschließlich die ehemaligen, nicht freiwillig umgezogenen Bewohnerinnen die einzigen Entscheiderinnen sind. Das wäre wahrlich eine starkes Pfund für die Demokratie. Politische Wahlen sind Ende der 1940er Praxis in NRW, warum also zu diesem Thema keine im kleinen Maßstab ausrichten? Werden halt mal wieder öfter Sachen gewählt und nicht wie so oft Personen. Wenn die Kommunalverfassung oder was weiß ich die unmittelbare Entscheidung nicht zulässt, sollte das kein Grund sein, das zu versagen. Stattdesen dann eben Grund das Stimmergebnis der Bewohnerinnen bedingungslos und 1:1 abzubilden.