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joined 2 months ago
[–] [email protected] 4 points 1 week ago

Artikel 15 DSGVO verpflichtet verantwortliche Stellen, über sämtliche dort gespeicherten Daten Auskunft zu erteilen. Ein Antrag hierfür bedarf keiner besonderen Form. Auch Kopien von Dokumenten müssen herausgegeben werden. Ist ein Unternehmen aber ausschließlich als Auftragsverarbeiter eines Arztes tätig, so ist nur der Arzt auskunftspflichtig.

Wie beschissen, echt. Das ist der Freibrief für Unternehmen wie DoctoLib erst groß rumzutönen wie toll Sie für alle Beteiligten in der Praxis-Praxis sind. Aber im Grunde besorgen Sie nur eine fette Ausbeute an Daten und stehlen sich dann aus der Verantwortung. Ärztinnen und ihre Mitarbeiter dürften ächzen, manche auch klagen. Wenn wir Glück haben vielleicht auch vor Gericht. Aber der Schatz ist dann schon längst in den falschen Händen angekommen und wirklich nachvollziehen wer einer echten Löschanordnung tatsächlich nachkommt oder die Weitergabe des Schatzes kappt lässt sich kaum.

Patientinnen können sich also nur an eigentliche falsche Adressatinnen wenden um ihre Rechte durchzusetzen, die eigentlich mit anderen Dingen beschäftigt sind oder sein sollten. Und wo eh schon oft mehr als genug Arbeit anfällt.

Gibt es nicht so etwas wie die Gesellschaft für Freiheitsrechte auch für den medizinischen Bereich? Dann würde ich diesen beiden gerne vorschlagen miteinander zu kooperieren und eine Klage einzureichen damit durch ein Urteil zeitnah Klarheit in der Sache entsteht.

[–] [email protected] 3 points 1 week ago

Aus der englischsprachigen Wikipedia:

Its membership is restricted by policy to those who are supportive of the Democratic Party and Democratic candidates for political office.

Also das hätte ich bei Underground im Namen nun wirklich nicht erwartet. Besonders progressive oder radikale Inhalte erwarte ich jetzt nicht mehr, aber ich schaue mich dort trotzdem mal um. Die Seite kannte ich bislang nicht.

[–] [email protected] 2 points 1 week ago

(Ist das bloß verzerrte Wahrnehmung von mir oder wieso fällt es so einigen US-Linken scheinbar nicht ein statt .com eine .org oder meinetwegen auch .us-Domain zu nutzen? Es ist nur ein kleiner und noch dazu symbolischer Unterschied, aber trotzdem nehme ich daran Anstoß.)

[–] [email protected] 8 points 1 week ago (1 children)

Du meinst sicher Lichtenhagen, oder?

 

Hier werden in meiner Wahrnehmung bislang hauptsächlich Video- aber kaum oder keine Audioinhalte beworben und alleine da stehende Produktionen oder eben Episoden verlinkt, aber keine Reihe oder kein Format an sich.

Was sagen die Moderatorinnen und Initiatorinnen dieser Community, wäre das noch in eurem Sinn oder nach eurer Vorstellung wenn das in Zukunft anders wäre? Und was halten die Abonnentinnen davon das Spektrum zu erweitern?

[–] [email protected] 2 points 1 week ago

Und nicht nur das Medium selbst muss gerügt werden, sondern auch die verantwortlichen Herausgeberinnen, Vorgesetzten und die jeweilige Autorin/Reporterin.

Presse- und Publikationsfreiheit ist ein wichtiges Menschenrecht, aber es braucht starke von Seiten der Berufsverbände oder so auch Abwehr gegen klare Verletzungen von Anstand und Ansehen des Berufs. Damit Personen die so einen Scheiss verzapfen ihre Lektion lernen oder sich ehrlich machen und das Metier verlassen. In der Pressestelle der DPolG oder als PR-Beraterin vom Vorstand finden auch solche journalistischen Spezialfälle eine besser zu ihnen passende Arbeitgeberin.

[–] [email protected] 2 points 1 week ago

Mittlerweile soll die Reporterin nicht mehr für das Springer-Medium tätig sein.

Springer ist ein so großes Scheißhaus, dass diese Aussage keinesfalls beruhigend ist. Irgendwer im Konzern wird schon weiter Verwendung für die Reporterin haben. Oder eben das schmudellige Umfeld, zu den auch Reichelts Medium gehört. Deren Geschäftspraxis ist geprägt von solchen Leuten. Wo andere Skrupel und Vorbehalte haben oder Grenzen bereits weit überschritten wurden, beginnt dort erst die Zusammenarbeit.

Jedenfalls sieht professioneller, würdiger Journalismus in meinen Augen anders aus und würde wohl kaum jemanden über Polizeithemen arbeiten lassen, wenn im unmittelbaren familiären Umfeld ein starker Interessenskonflikt besteht.

[–] [email protected] 3 points 1 week ago

Annahme: Dafür ist nicht genug Lust oder Zeit in der Redaktion vorhanden. Das Auto-Ressort ist doch nicht völlig grundlos kein Teil des Ressorts Technik, Wirtschaft oder Wissen. Sondern ein ganz eigenes und das will befüllt werden.

[–] [email protected] 9 points 1 week ago

Uninformierte Mutmaßung: Vielleicht ist die französische Autoindustrie auch nicht vergleichbar groß, einflussreich und/oder konservativ wie in Deutschland.

Ich finde in dem Zusammenhang auch das eigentliche Verfahren spannend: Wie wurden diese 500 Straßen (von insgesamt laut SZ mehr als 6000) ausgewählt, wer hat die Berechtigung abzustimmen, gibt es eine absolute oder relative Mindestzahl an Teilnahmen, inwieweit ist die Stadtverwaltung an das Ergebnis gebunden und wie gerecht ist es wenn die Mehrheit der Bevölkerung einer Millionenstadt mit wahrscheinlich gleichem Stimmtgewicht über die Köpfe der direkten Anwohnerinnen dieser Straßen entscheiden kann? Welche Tedenzen zur Befürwortung oder Ablehnung gibt es in gesellschaftlichen Gruppen, verlaufen vielleicht anhand von Berufen, Generationen oder anderen Merkmalen Grenzen?

Vielleicht geht die Berichterstattung heute nach 19 Uhr oder schon jetzt an mir unbekannter Stelle dahingehend mehr in die Tiefe.

[–] [email protected] 4 points 1 week ago

Toll, dass sich mal ein Rechnungshof meldet und nicht dieser eine Verein, der sich sonst so oft nach vorne spielt und eine Bühne bekommt.

Aber in dem Zusammenhang würde mich tatsächlich in erster Linie interessieren, was das Innenministerium unternehmen will. In den letzten Pressemitteilungen habe ich nach oberflächlicher Recherche bislang nichts dazu gefunden, mehrere ganze Pressekonferenz ohne Zeitmarker oder Protokoll durchzusehen ist auch nicht gerade einfach und eine Anfrage über Frag-den-Staat zu stellen geht leider nur unter verpflichtender Angabe einer Adresse.

Personen aus Politik und öffentlicher Verwaltung setzen unverschämt viel daran es Leuten unangenehm zu machen, ihre Arbeit zu kontrollieren, Vertrauen in der Bevölkerung aufzubauen oder zu halten. Und dann stellen sie sich hin und faseln von Verunsicherung und Verdruss, der/dem nur zu begegnen sei wenn wir sie wieder einmal mit mehr Ressourcen (Geld und Kompetenzen) ausstatten.

[–] [email protected] 6 points 1 week ago

Das liest sich erst einmal (zumindest für mich) wie beißende Ironie. Aber das erscheint mir durchaus im Bereich des möglichen...

Beamte nutzen ihren Bildungsurlaub oder haben im Spielraum bei ihrer Dienstplanung um eine theoretische und/oder praktische Fortbildung im Waffenrecht zu absolvieren. Es würde mich wirklich nicht wundern, wenn das ein Teil des Angebots für das LKA und die Polizei ist, etwa hier oder dort.

[–] [email protected] 8 points 1 week ago (3 children)

Ich glaube zu verstehen, warum HB und MV sich nicht enthalten haben: Sie benötigen mehr Einnahmen für ihr Land und haben entweder wenig Fantasie sich neue auszudenken oder sind pessimistisch bei Anwendung oder Anpassung der bestehenden. Das finde ich bedauerlich. Würden die Gemeinden mehr Immobilien in ihrem Eigentum haben, hätten Sie über Jahre regelmäßige Geldflüsse durch Mieten und die fälligen Steuern würden vor Ort bleiben. Und parallel könnten sich auch noch Menschen wieder mehr entspannen. Auch der Mindestlohn könnte auf Landesebene angepasst werden, was ebenfalls zu mehr Entspannung und Mehreinnahmen an Lohnsteuer führt. Oder auch die Grunderwerbssteuer könnte angefasst werden. Und zwar so, dass es unattraktiv ist Privateigentum an Boden zu haben. Es sei denn es gibt verbindliche Vorgaben wie verantwortungsvoll damit umgegangen werden muss: Keine Spekulation, kein weitgehendes Ausblenden der Bedürfnisse der Umwelt oder externalisieren der Kosten.

Dass die beschlossene Verfassungsänderung bei Umsetzung in Gesetze wenigstens noch einen Ticken mehr sozialen Anstrich bekommt, ist unwahrscheinlich. Leider. Die Wahrscheinlichkeit dafür zu erhöhen war allerdings die Verantwortlichkeit und Rolle der Grünen, doch sie hat es in meinen Augen versemmelt. Vielleicht lassen sich in der nächsten Legislaturperiode noch einmal einige MdB beeinflussen: Die Linke ist im Augenblick selbstbewusst und gestärkt und könnte als lärmendes Gewissen und gutes Beispiel taugen um linke Grüne zu erinnern was bitter nötig ist. Von der Union fange ich gar nicht erst an, die CDU und CSU werden gar nicht zu überzeugen sein und die SPD wohl kaum.

Trotzdem ist die Benennung des ganzen als Kriegskredite von dieser Zeitung, vom BSW (die hochgehaltenen Schilder im Plenum des Bundestags, wir erinnern uns) und anderen dermaßen quer... statt beiläufig wird wohl ziemlich bewusst auch auf die Rolle der historischen Sozialdemokratie und auch von Karl Liebknecht angespielt. Dabei wird ignoriert oder verkannt, dass es dieses Mal nicht darum geht einer kriegserklärenden Partei beizustehen (Österreich-Ungarn), sondern um einen Krieg zu begrenzen bestenfalls sogar zu beenden. An der Seite einer Partei, die angegriffen wurde (Ukraine).

[–] [email protected] 5 points 1 week ago (2 children)

Könnten zwei der drei beschriebenen Typen nicht vergleichsweise leicht von Autorennen ferngehalten werden?

  • Wer Konkurrenz sucht, könnte die in gesunder Ausprägung im Sport finden.
  • Wer unbedingt schnell fahren will, hat vermutlich erhöhten Bedarf an Adrenalin und/oder Selbstwirksamkeit. Auch dafür gibt es Sport.
 
 

Am Freitag, den 4. April 2025 findet das erste Mal bundesweit die Nacht der Bibliotheken statt.

Unter dem Motto „Wissen. Teilen. Entdecken.“ öffnen kleine und große Bibliotheken, Spezialbibliotheken, Öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken am ersten Freitagabend im April ihre Türen und laden die Menschen ein, die vielfältigen Angebote in Bibliotheken zu entdecken.

Mit der Nacht der Bibliotheken möchten der Deutsche Bibliotheksverband und seine 16 Landesverbände bundesweite Aufmerksamkeit auf die vielfältigen Angebote und Services von Bibliotheken richten und die Menschen einladen, ihre Bibliotheken neu zu erleben. [...]

 
Erklärende Einleitung

Mich würde interessieren ob ihr freiwillig und für euch selbst etwas in eurem Leben loggt oder trackt und welche Gründe ihr dafür habt. Allgemeine Bemengungen in Form von guten Anwendungs- oder Methoden-Tipps (etwa Software) sind ebenfalls gerne gesehen.

Vielleicht ist jeder einzelne Zwischenschritt interessant. Alternativ erwartet ihr am Ende eines Zeitraums ein Ergebnis, dass euch in irgendeiner Weise nützt. Sei es eine daraus abgeleitete Erkenntnis, gewonnene Motivation oder oder oder. Wertfrei gesprochen könnte sich daraus ja auch eine nachhaltige Veränderung des Selbstbilds ergeben. Schreibt auch, wenn ihr etwas zwischenzeitlich wieder aufgegeben habt oder warnt sogar vor eventuell negativen Aspekten wie daraus entstehende Abhängigkeiten/Süchte oder hervortretenden Optimierungswahn.

Inspiration / Persönliche Beispiele
  • Am kurzweiligsten, aber bisher ohne konkrete Anwendung war es meine bisherigen Umzüge, Wohnorte und -umstände mit dazugehörigen Merkmalen zu notieren.

  • Seit längerer Zeit verwende ich zu Hause und unterwegs nur noch dünne Restrollen Toilettenpapier als Papiertaschentücher. Ich habe den Verbrauchsstart einer neuen Packung Toilettenpapier jetzt notiert. Das soll mir helfen zu entscheiden, ob Waschlappen eine sinnvolle Ergänzung bleiben und vielleicht irgendwann ein vollständiger Ersatz werden sollen oder können.

  • Dann ist da noch die Sache mit der Haarseife, da habe ich mir auch den Verbrauchsstart notiert, weil ich den damit verbundenen angenehmen Komfort in Relation setzen möchte. Davor habe ich nämlich Roggenmehl verwendet, was bei mir aber an Beliebtheit eingebüßt hat durch inzwischen wieder längere Haare und vergleichsweise umständliche Verwendung auf Reisen.

  • Außerdem will ich mich stärker meinen Gefühlen auseinandersetzen, sie zum Beispiel wenn sie aufkommen klarer wahrnehmen und benennen können. Und im Nachhinein eine Verbindung zwischen Ereignis und Gefühl abspeichern um das im Nachhinein abrufen können. Hier fehlt mir aber noch eine passende Methode und daraus entwickelte Angewohnheit.

 

In den letzten Jahren habe ich mich stärker selbst im Blick gehabt, was mich im guten wie im schlechen ordentlich auf Trab hält.

Eine Sache die mir dabei immer wieder begegnet ist meine perfektionistische Art. Die ist in einigen Bereichen sehr stark ausgeprägt, wohingegen sie in anderen schon im Ansatz fehlt. Mein Leben lässt auch beim Thema Anspruchshaltung (eigene und fremde) nicht locker, noch dazu bin ich wahrscheinlich überdurchschnittlich idealistisch.

Hat es jemand von euch geschafft den eigenen Perfektionismus in einem Lebensbereich ab- und in einem anderen, selbstgewählten (ansatzweise) aufzubauen? Wenn ja, wie kam es dazu? Hattet ihr einen Plan oder geschah das beiläufig/zufällig?

 

Sind Wortspiele hier auch willkommen? Diese famosen Worte erfreuen mich auch oft. Daher frage ich mich, ob diese Community hierfür auch Platz hat?

Manchmal stehen die für sich alleine, manchmal braucht sie Kontext. Was dann aber auch zu ungewollter, indirekter Werbung führen kann.

Beispiele nach dem KlickÜber die Verhältnisse für ein Kabarettprogramm (Kontext nötig) oder Die tödliche Doris eine Künstlerinnengruppe (Kontext nicht nötig).

 

An dieser Stelle möchte ich auf die Podcast-Reihe Springerstiefel hinweisen. Ich wusste bis eben nicht, dass es eine zweite Staffel gibt, aber für die erste gebe ich auf jeden Fall eine Empfehlung ab.

 

Wie geht ihr damit um, wenn die Angabe einer Telefonnummer an irgendeiner Stelle verpflichtend ist ihr aber nicht nachvollziehen könnt wofür?

Manchmal fällt es mir direkt in dem Moment übel auf und wenn ich Kraft aufbringen kann, konfrontiere ich auch auch die andere Seite damit. Offline gelingt das noch eher, online sind hier und da unüberwindbare Hürden programmiert. Gelegentlich greife ich daher auf die Drama Numbers von der Bundesnetzagentur zurück.

Sie können aber nicht in jeder Situation helfen, denn manchmal braucht es eine Nummer, von der es möglich ist an sie gerichtete SMS zu erhalten. Bisher gebe ich in diesen Fällen eine Nummer an, die ich auch für Alltagskommunikation gebrauche. Manchen Dingen die (m)eine telefonische Erreichbarkeit voraussetzen lässt sich nicht recht entkommen, etwa bei meiner Krankenkassen-Mitgliedschaft.

Ich schwanke aus meiner Warte betrachtet zurecht zwischen Skepsis und Misstrauen, dass meine Daten an den verschiedensten Stellen gut behandelt werden. Wenn sie Arschlöchern in die Hände fallen kann ein Datensatz leicht mit mir in Verbindung gebracht werden. Die Nummer ist einzigartiges Merkmal, da ist es dann auch egal wenn alle anderen Daten mit Absicht keinen Rückschluss auf meine Person zulassen.

Eine weitere Telefonnummer löst das Problem nur im Ansatz, oder? Einerseits müsste ich regelmäßig Geld bezahlen, damit die Mobilfunkanbieterin die Geschäftsbeziehung nicht aufkündigt und eventuell die Simkarte deaktiviert. Andererseits würde die Nummer ja ebenfalls an mehreren Stellen Verwendung finden und mich dann bei der Anreicherung mit anderen Daten (schwerer aber immernoch) eindeutig identifizierbar machen.

Absolut spitze wäre so etwas wie Catch-All für E-Mail-Adressen, aber das scheint unrealistisch. Oder eine Benachrichtigung wenn ein Anruf oder eine SMS eingeht/eingegangen ist, was aber wohl nur möglich ist wenn die Karte tatsächlich in einem eingeschalteten Telefon steckt.

Ich bin gespannt auf eure eigenen Beiträge und/oder Verweise auf dazu passende Inhalte anderer.

5
Sustaphones (www.sustaphones.com)
 

From the website about itself:

For a modern smartphone to be sustainable, at the very minimum it has to get security updates and it needs to be possible to change the inevitably failing battery. This site is designed to help with finding those phones (and tablets now too!): Phones that are supported by an alternative Android distribution are listed together with guides for changing the battery.

4
Revolte Springen (revolte-springen.de)
 

Leider auch nicht mehr aktiv, aber das schmälert ja nicht die Qualität der Musik. Auch hier herzliche Einladung zum entdecken und reinhören.

4
Früchte des Zorns (www.fruechtedeszorns.net)
 

Eine leider aufgelöste Gruppe mit einem Nachlass vieler toller Lieder. Ich verlinke mal bewusst kein einzelnes Lied, versteht es als herzliche Einladung zum entdecken und reinhören.

 

In meinen Kreisen von mindestens Bekannten (Arbeitsplatz, Freundeskreis, Familie) mische ich mich ein und widerspreche noch eher wenn mir etwas übel aufstößt. Doch in der Öffentlichkeit bin ich zuletzt noch einmal deutlich zurückhaltender geworden.

Wegen Ereignissen wie diesen sehe ich mich in diesen Zeiten aber zerrissen zwischen Haltung zeigen und Zurückhaltung üben.

Mir fehlt es an Kraft und Stärke, ich habe keine Kampfsport-Fähigkeiten, trage kein Abwehrspray oder so mit mir herum und habe einige Einschränkungen die mich neben der Vernunft davon abhalten mich (körperlich) auseinaderzusetzen.

Ich gehe zum Beispiel inzwischen nicht mehr zu Demonstrationen und Kundgebungen, bei denen mir wahrscheinlich nicht genug teilnehmen um mich sicher zu fühlen. Das alleine ist schon ein trauriger Teufelskreis. Symbolik in Form von Schildern, Klamotten und dergleichen trage ich davor und danach auch nicht mehr.

Es ist es mir allerdings ein Bedürfnis mit Regenbogen-Farben, Refugees Welcome, Ablehnung von Faschismus und Nationalsozialismus oder vergleichbarem auch im Alltag (auch nebenbei/passiv) Solidarität zu zeigen. Mit einer anderen Normalität und Humanität dagegen zu halten um Verbundenheit auszudrücken, den stetig weiter klaffenden Spalt mit aufzuhalten.

Eine klare Haltung und Abgrenzung innerhalb der eigenen Blase(n) ist nicht genug, Front gegen Front bringt es auch nicht an jeder Stelle. Wie ist es zu schaffen die Menschenwürde hochzuhalten, problematisches beim Namen zu nennen ohne dabei eine so starke Provokation auszulösen die das Risiko für körperliche, geistige und gesellschaftliche Schäden noch weiter steigen lässt?

Politisch-strukturell passiert mir persönlich seit Jahrzehnten deutlich zu wenig (zuletzt unter anderem die verschleppte AfD-Verbotsprüfung, die Aufarbeitung des 19. Februar in Hanau). Umso schwieriger, aber zeitgleich auch wichtiger werden individuelle beziehungsweise kollektive Aktionen. Liberale wie radikale.

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