this post was submitted on 14 Feb 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

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Hallo zusammen,

Da es über die Monate immer mal wieder Nachfragen gab: die Liste sind nur Beispiele. Solange es jetzt keine Nachrichten sind und ihr der Meinung seid, es könnte andere Menschen interessieren, dann stellt es uns anderen Nutzern vor, erzählt was euch daran gefällt und warum ihr es mit uns teilt. Blogpost, Sachbuch, egal. Nur Memes und Nachrichten würde ich ausnehmen, da daraus schon der große Rest des Fediverses besteht.

Was habt ihr in der letzten Woche so an tollen Büchern gelesen, Filme geguckt, Spiele gezockt, Musik entdeckt, Museen oder Veranstaltungen besucht, … ?

top 17 comments
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[–] lichtmetzger@discuss.tchncs.de 1 points 37 minutes ago

Ich habe am Freitag Marty Supreme geschaut und der Film ist echt toll. Ich liebe diesen Mix aus Sportfilm, Drama und Politthriller - und dass man das Ende auf verschiedene Art und Weise interpretieren kann. Ein absolutes Meisterwerk.

Oh, und Knights of Guinevere ist nun in Produktion! 🥰

Sehr empfehlenswert ist auch dieser ganz kurze Film über KI.

[–] RamenDame@lemmy.world 5 points 6 hours ago

Seit Donnerstag in Karnevalskultur. Dazwischen habe ich es geschafft Mickey7 von Edward Ashton fertig zu lesen. 2025 war Mickey17 mit unserem Glitzer-Vampir in der Hauptrolle (Robert Pattinson) im Kino.

Ein Jedermann wird als Wegwerf-Mitarbeiter-zum-neu-drucken und geht auf eine interstellare Reise.

Mini Spoiler zum vergleichen (Film vs Buch)

Tap for spoiler

Es geht um das zwischenmenschliche, keiner ist wirklich eine nette Person. Anders als im Film, haben wir keinen “starken” Führer (aka Trump Parodie). Es geht mehr um die Dinge, die man entbehren muss. Sci-Fi ist minimal.

[–] Asinus@feddit.org 5 points 7 hours ago* (last edited 7 hours ago)

Habe Seveneves von Neal Stephenson gelesen. Irgendwo im englischen Teil von Lemmy war das mal empfohlen worden. Das hatte ich auf eine Merkliste gesetzt. Ich wollte mal wieder Sci-Fi lesen (zuletzt einiges von Alastair Reynolds im letzten Jahr) und der erste Satz war catchy:

The moon blew up without warning and for no apparent reason

Prämisse ist also, das der Mond irgendwie plötzlich kaputt ist und dass sich in Folge dessen massive Menschheit-bedrohende Probleme ankündigen, die kurzfristig gelöst werden müssen. Das Ganze wird anfangs hauptsächlich aus Perspektive diverser Personen auf der ISS erzählt.

Insgesamt würde ich das Buch leider nur mit 5/10 bewerten. Ich wollte schon wissen wie es endet, aber es war sehr sehr zäh. Anfangs werden grundlegende Mechaniken in der Raumfahrt ziemlich langwierig und detailliert beschrieben. Im zweiten und dritten Teil des Buches hatte ich dagegen teilweise irgendwelche Abkürzungen/Namen von fiktiven Geräten/Mechaniken nicht immer auf dem Schirm. Das war etwas anstrengend.

1-2 Charaktere wurden deutlich als Antagonisten (vllt. etwas übertrieben gesagt) eingeführt bzw. aufgebaut und das war auch beim Lesen jeweils direkt klar. Als sei das die einzige Funktion, weil noch etwas fehlte und es sonst am Ende langweilig würde. Fast wie nachträglich eingefügt.

Insbesondere die "Bevölkerungsstruktur" im dritten und letzten Buchteil fand ich zwar irgendwie interessant, aber völlig an den Haaren herbeigezogen.
Klar wird irgendwie erklärt wie es dazu kommt, aber das fand ich seeeehr konstruiert. Ich hatte die ganze Zeit den Gedanken: "So funktionieren Menschen nicht".

Während gleichzeitig dennoch interessante Sci-Fi Perspektiven und Mechaniken erzählt werden, die in einem anderen Setting sicher super funktioniert hätten. Aber bei mir war die Immersion nach dem ersten Drittel leider nicht mehr da.

[–] voodoocode@feddit.org 6 points 8 hours ago* (last edited 4 hours ago) (1 children)

Bei Twin Peaks Staffel 3 jetzt 3 Folgen vor dem Ende. Wow was ein Ritt. Diese eine Folge 8, was zum..? So langsam kapiert man was, aber auch nicht alles. Ich befürchte, dass es nicht alles klar wird und wieder viele Stränge offen bleiben.

[–] squirrel@piefed.kobel.fyi 4 points 5 hours ago

Ich habe irgendwo bei Folge 13/14 in Staffel 2 den Faden verloren. Davor hatte ich echt Spaß an der Serie, aber irgendwie wurde es dann anstrengend zu folgen. Aber vielleicht versuche ich nochmal weiter zu gucken.

[–] Augustiner@lemmy.world 7 points 8 hours ago (2 children)

Ich habe wieder mal zwei Bücher:

Der Process von Kafka war anstrengend, verstörend, rätselhaft und schwer zu greifen. Ich bin mir immer noch nicht sicher wofür das Buch eigentlich stehen sollte, was wohl auch ganz die Absicht des Autors war. Es liest sich nicht besonders angenehm oder leicht, doch auch das ist wohl Teil der Erfahrung und von Kafka gewünscht. Wer Kafka mag kommt hier auf seine Kosten.

Dann hab ich noch The Catcher in the Rye von JD Salinger gelesen. Das fand ich erst mittelmäßig, nach mehr nachdenken allerdings dann aber leider doch scheisse. Holden ist ein privilegierter, misogyner, edgy kleiner Incel, dessen Weltbild darin besteht seine Mitmenschen und die Gesellschaft als „phony“ zu bezeichnen. Soweit so gut, vieles an dieser Gesellschaft ist tatsächlich heuchlerisch, aber statt diese Strukturen kongruent anzuklagen beschimpft Holden nur Individuen und besonders Frauen. Salinger baut keinerlei Momente in das Buch, in denen er Holdens toxische Philosophie als solche entlarvt und wenn ihm doch jemand widerspricht wird deren Autorität sofort untergraben. Die Carousel-Szene, in der Holden lernt, dass man Kindern die Möglichkeit geben muss, etwas zu versuchen und dabei zu falle ist klassische neoliberale Propaganda und wird durch den letzten Satz des Buchs entkräftet, so dass es wirkt als ob Holden wirklich gar nichts gelernt hat. Ich kann verstehen warum dieses Buch an amerikanischen Schulen so beliebt ist. Es zeigt Schülern dass in einer neoliberalen Gesellschaft Kritik OK ist, solange sie die Schuld beim Individuum, nicht beim System sucht. Lange hab ich kein so toxisches Buch mehr gelesen.

[–] ComfortableRaspberry@feddit.org 5 points 8 hours ago (1 children)

Habe "Der Process" als Abi Lektüre gehabt und war letztes Jahr nochmal in einer Aufführung an hiesigen Theater. Den Stress und die Verwirrung haben sie dort auch nochmal sehr herausgearbeitet (Josef K. stand fast die ganze Zeit auf einem Laufband). Ich fand's sehr eindrucksvoll auch wenn's mir mit der Handlung immer noch geht wie dir :D

[–] Augustiner@lemmy.world 4 points 7 hours ago (1 children)

Das klingt nach einer tollen Art, den Stress unter dem K steht umzusetzen. Für das Abi wär mir das aber glaube ich zu hart gewesen… da hätte ich dann wahrscheinlich auch schnell deprimierende Parallelen zu meiner eigenen Situation gefunden :D

[–] ComfortableRaspberry@feddit.org 4 points 7 hours ago (1 children)

Mit Kohlhaas zusammen war die Botschaft irgendwie: versuchs gar nicht erst!

[–] Augustiner@lemmy.world 4 points 7 hours ago

Kohlhaas fand ich auch top, aber bei ihm fand ich dass das Ende ihm ja dann doch Recht gegeben hat, auch wenn’s übel für ihn ausging.

K‘s Ende „Wie ein Hund“ war für mich deutlich deprimierender.

[–] Wrufieotnak@feddit.org 5 points 8 hours ago (1 children)

Meine Erfahrungen mit Kafka sind auch eher, das er ein Gefühl bzw. eine Stimmung beim Schreiben rüberbringt, weniger eine kohärente Geschichte. Der Prozess ist aber noch auf meiner Liste und habe ich bisher noch nicht gelesen.

Und deine Einschätzung zu Catcher in the Rye ist interessant und würde zum System in den USA passen.

[–] Augustiner@lemmy.world 3 points 7 hours ago

Ich stimme dir zu Kafka voll zu. Am Ende ist die Ambivalenz ja eine seiner größten Stärken. Es ist egal ob der Prozess für das Himmlische Gericht, den Kapitalismus, den Kampf mit dem eigenen Über-Ich, Depression und Burnout oder was weiß ich alles steht. Die Gefühle und psychologischen Zwänge sind universell und Teil des Mensch-Seins.

Catcher ist soweit ich weiß schon immer umstritten. Erst waren konservative entsetzt, dann die Linken dagegen. Ich bin sicher mein take ist nicht besonders originell und es gibt schlauere und präzisere Kritiken und Analysen. Vielleicht macht die kontroverse Natur das Stück zu einem interessanten Spiegel der Zeit. Mir hat es trotzdem nicht gefallen, besonders mit dem Hintergrund als Schullektüre.

[–] CyberEgg@discuss.tchncs.de 5 points 8 hours ago (2 children)

Ich mache gerade eine Pause von Pratchett und lese Das Buch der verschollenen Geschichten (zumindest den ersten Teil), eine von Christopher Tolkien zusammengetragene und kommentierte Sammlung der frühen (wirklich frühen!) Geschichten seines Vaters über Mittelerde, quasi eine Art Rohfassung oder ein Entwurf dessen, was später das Silmarillion wurde.
Wilder Kram das Ganze, und nicht leicht zu lesen. Der Schreibstil des Silmarillion selber wirkt dagegen fast wie ein Jugendbuch. Mehr als ein paar Seiten schaffe ich nicht am Stück, und das Silmarillion hab ich mal an einem Wochenende durchgelesen (auch wenn ich an dem Wochenende kaum was anderes gemacht habe).
Aber es ist ein faszinierender Einblick in die Entwicklung und die Entstehungsgeschichte von J.R.R. Tolkiens Welt, und durch die Kommentare Chrisophers auch ein ebenso spannendes Fenster in dessen Arbeit bei der Sichtung, Zusammentragung, und... Finalisierung(?) der Geschichten nach dem Tod seines Vaters.

[–] Asinus@feddit.org 3 points 7 hours ago

Silmarillion hab ich mal an einem Wochenende durchgelesen

Maschine! Daran hab ich echt lange geknuspert. Aber gerade eine kommentierte Fassung klingt interessant. Kommt defintiv auf die Liste. Danke.

[–] Wrufieotnak@feddit.org 2 points 8 hours ago (1 children)

Gerade für Mittelerde Fans aber wirklich zu empfehlen. Ich fand es faszinierend, Geschichten von Tolkien in unfertiger Form zu lesen. Welche Teile er schon geschrieben hatte und welche er noch offen gelassen hatte.

[–] CyberEgg@discuss.tchncs.de 2 points 7 hours ago

Ich würde sagen, es ist nur etwas für eingefleischte Fans. Man braucht einfach wirklich das mentale Sitzfleisch xD

[–] Wrufieotnak@feddit.org 5 points 9 hours ago* (last edited 9 hours ago)

Ich habe King in Yellow von Chambers von 1895 gelesen und ja... War jetzt nicht so das, was ich erwartet hatte. Als Inspiration und Vorreiter des kosmischen Horrorgenres habe ich gedacht, das alle Geschichten darin sich wie bei Lovecraft in einer Welt abspielen und sich um den gelben König drehen. Das ist aber nicht der Fall.
Nur rund die Hälfte der Geschichten sind übernatürlicher Natur, die andere Hälfte sind Romanzen. Weiterhin wird auch nicht eine gemeinsame Welt aufgebaut mit den Geschichten, sondern es wird meist einfach nur eine Horrorgeschichte erzählt und dann kann der Name König in Gelb darin vorkommen. OK zugegeben, das ist bei Lovecraft teils nicht anders, aber trotzdem kommen die Geschichten hier noch weniger miteinander verbunden rüber.
Also insgesamt nicht wirklich zu empfehlen in meinen Augen, außer man ist aus historischer Sicht an amerikanischen Geschichten aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert interessiert.