Habe Seveneves von Neal Stephenson gelesen. Irgendwo im englischen Teil von Lemmy war das mal empfohlen worden. Das hatte ich auf eine Merkliste gesetzt. Ich wollte mal wieder Sci-Fi lesen (zuletzt einiges von Alastair Reynolds im letzten Jahr) und der erste Satz war catchy:
The moon blew up without warning and for no apparent reason
Prämisse ist also, das der Mond irgendwie plötzlich kaputt ist und dass sich in Folge dessen massive Menschheit-bedrohende Probleme ankündigen, die kurzfristig gelöst werden müssen. Das Ganze wird anfangs hauptsächlich aus Perspektive diverser Personen auf der ISS erzählt.
Insgesamt würde ich das Buch leider nur mit 5/10 bewerten. Ich wollte schon wissen wie es endet, aber es war sehr sehr zäh. Anfangs werden grundlegende Mechaniken in der Raumfahrt ziemlich langwierig und detailliert beschrieben. Im zweiten und dritten Teil des Buches hatte ich dagegen teilweise irgendwelche Abkürzungen/Namen von fiktiven Geräten/Mechaniken nicht immer auf dem Schirm. Das war etwas anstrengend.
1-2 Charaktere wurden deutlich als Antagonisten (vllt. etwas übertrieben gesagt) eingeführt bzw. aufgebaut und das war auch beim Lesen jeweils direkt klar. Als sei das die einzige Funktion, weil noch etwas fehlte und es sonst am Ende langweilig würde. Fast wie nachträglich eingefügt.
Insbesondere die "Bevölkerungsstruktur" im dritten und letzten Buchteil fand ich zwar irgendwie interessant, aber völlig an den Haaren herbeigezogen.
Klar wird irgendwie erklärt wie es dazu kommt, aber das fand ich seeeehr konstruiert. Ich hatte die ganze Zeit den Gedanken: "So funktionieren Menschen nicht".
Während gleichzeitig dennoch interessante Sci-Fi Perspektiven und Mechaniken erzählt werden, die in einem anderen Setting sicher super funktioniert hätten. Aber bei mir war die Immersion nach dem ersten Drittel leider nicht mehr da.
Maschine! Daran hab ich echt lange geknuspert. Aber gerade eine kommentierte Fassung klingt interessant. Kommt defintiv auf die Liste. Danke.