Lustig wie die "Sorge" immer groß in den Medien verkauft wird, während die tatsächlichen Entscheidungen dann immer gegenteilig genau diese Abhängigkeit erhöhen...
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zu geopolitischen Druckmitteln werden könnten.
Es sind Druckmittel. Spannend ist doch, warum es den Entscheidungsträgern bis vor kurzem nicht aufgefallen ist.
Da sie nicht komplett dumm sind, wurde es akzeptiert. Warum?
Die gleichen Menschen machen weiter Politik.
Die Antwort ist immer die Gleiche: Weil es vermeintlich günstiger war und oft komfortabler.
So wie beim Abbau heimischer Produktion und der damit aufgebauten Abhängigkeit von China.
So wie beim Verkauf europäischer Unternehmen und sogar Infrastruktur ins Ausland, auch vorwiegend nach China.
So wie bei der Verhinderung des EE-Ausbaus und der Abhängigkeit von Russland, Saudi-Arabien, etc.
Und die Liste lässt sich noch deutlich verlängern.
Das langfristige Risiko, das nur Kosten verursacht und irgendwie auch immer nur diffus ist, wurde auf dem Altar vermeintlicher kurzfristiger Profite geopfert. Und obwohl das alles aktuell mehr als offensichtlich ist, wird zumindest politisch immer noch nur zaghaft ein bißchen aufs Ruder gepustet, nachdem man die, die wirklich mal am Ruder rumgerissen haben diskreditiert und zum vorzeitigen Abdanken genötigt hat.
An der Spitze stehen aber die Superreichen, die von langfristigem Erfolg profitieren. Irgendjemand hätte gegensteuern müssen.
An der Spitze stehen aber die Superreichen, die von langfristigem Erfolg profitieren.
Hahaha! Dann schau dir mal an, wie Unternehmen heute geführt werden. 'Langfristig' ist da überhaupt nichts. Stattdessen wird alles auf kurzfristigen Profit gedreht, ganz gleich, ob das langfristig riesige Probleme machen wird.
Ob nun Handel mit China, Festhalten am Verbrenner,.. ständig ist es das gleiche: die interessiert nur, dass kurzfristig die Kasse klingelt.
Von solchen Leuten kannst du nicht ernsthaft langfristiges Denken erwarten.
Dann schau dir mal an, wie Unternehmen heute geführt werden.
Das macht eben keinen Sinn. Nicht nur ein paar Umweltschützer wissen seit Jahren was kommt.
Dafür müsste man aber das große Ganze betrachten.
Die schauen aber nur auf die nächsten 4-5 Jahre, die sie in diesem Unternehmen arbeiten und wie sie in dieser Zeit den maximalen Profit erreichen. Was danach kommt, ist ihnen vollkommen egal.
So, wie Weltwirtschaft heutzutage funktioniert, kann sich ein börsennotiertes Unternehmen im internationalen Wettbewerb 'nachhaltiges Denken' gar nicht erlauben.
Und deshalb wird es knallen, denn durch die Fokussierung auf kurzfristigen Profit wird man langfristig vor die Hunde gehen. Aber das müssen die wohl erst selber rausfinden.
Die Eigentümer haben langfristige Interessen. Wenn es knallt, dann war es so gewollt.
"Die Eigentümer" sind irgendwelche Shareholder, die sich nur darum scheren, wie hoch die jährliche Dividende ist. Das ist doch genau das Problem.
Die Minderheitsaktionäre, was auch so gewollt ist. Dagegen hat Blackrock die LGBTQ Agenda gepusht, was nicht mal ein Unternehmens- sondern ein Gesellschaftsvorteil ist. Die großen Anteilseigner denken strategisch.
Natürlich kann es sein, dass nur amerikanische Investoren langfristig denken. Vorstellen kann ich es mir nicht.
Ich weiß nicht, wovon du da redest.
Ein großes börsennotiertes Unternehmen befindet sich quasi automatisch im Zwang, kurzfristig ebenso erfolgreich zu performen wie seine Wettbewerber. Das führt zu einer Präferenz für kurzfristig maximierten Erfolg statt vorsichtigerer langfristiger Strategien.
Nicht zwangsweise, wie Amazon mit seiner gewinnfreien Strategie gezeigt hat.
Der Einfluss der Grossaktionäre schafft Raum für strategische Entscheidungen. Ausserdem gibt es private Unternehmen. Milliardäre haben genügend Resourcen, um langfristige Investitionen zu tätigen.
Nicht zwangsweise, wie Amazon mit seiner gewinnfreien Strategie gezeigt hat.
Amazon hat seine Gewinne für weitere Expansion reinvestiert. Quasi wie ein Startup.
Das ist etwas anderes als eine Strategie, für langfristigen Erhalt auch mal kurzfristige Gewinne/Expansionen liegen zu lassen.
Es zeigt jedenfalls, dass Unternehmen langfristig denken können. Natürlich nicht alle. Aber es ist auch eher Aufgabe der Eigentümer, strategisch zu investieren und Vorgaben zu machen.
Wenn die Eigentümer die Bindung an US Unternehmen akzeptieren, dann muss ein Unternehmen keine Alternative schaffen. Die Frage ist, ob Europäer eine Mehrheit bei den Eigentümern stellen und ob sie ein Interesse an einem unabhängigen Europa haben.
IMO sind die meisten Menschen nicht in der Lage langfristig zu denken.
Geht mir ja auch so, immer wenn ich was lange im Voraus plane, kommt mir das Leben dazwischen. Ich bin allerdings auch nur für mich und meine Familie verantwortlich und nicht für hunderte oder tausende Angestellte oder Millionen von Bürgern.
Hier ist das Problem, dass es keinen Plan gab. Wenn du zur Haupturlaubszeit statt einer kompletten Reise nur Flugtickets buchst und dann teuer vor Ort ein Hotel suchen musst, fragt auch jeder, was dein Plan war.
Das ZenDiS hat 16 Millionen Euro über zwei Jahre bekommen? Da sieht man wie viel Deutschland das Thema "Digitale Unabhängigkeit" Wert ist.
Nein, europäische Alternativen stehen nicht am Anfang, siehe OpenDesk.
Doch, leider schon wenn es um Azure und AWS Alternativen geht. Das Level an Skalierung, Automatisierung und extra Features wie Caches und Indexes und Telemetrie (für Logging und Fehlerauswertung) für Cloudanwendungen gibt es nicht so als Komplettpaket aus Europa. Und hier geht es nicht um Emails, hier geht es um Schul- und Gesundheitsplattformen die hochverfügbar sein müssen und auf Nachfrage mehr Serverkapazität bekommen ohne dass ein Nutzer die Verzögerung merkt.
Und es wird endlich Zeit, dass Europa hier aktiv wird!
BigTech ist auch nicht blöd. Man liest gerade immer wieder, dass die größere Projekte einfach aufkaufen und hier große Serverzentren bauen.
Wenn man dagegen ankommen will, muss endlich mal was passieren!
Sonst diskutieren wir immer noch, während USA hier schon 10 Zentren gebaut hat.
Und das wirkliche Problem da ist das Bundle. Man kann seinen Bedarf an digitaler Infrastruktur vollständig mit z.B. Google-Produkten decken (ChromeOS, Google Cloud, Google Docs, Hangouts, Gmail, ...). Das Selbe geht mit Microsoft (Windows, Microsoft Cloud, Microsoft Office, Teams, Exchange, ...). Amazon und Apple sind nicht ganz so weit, aber zumindest die Kombination aus beiden kann wieder alles.
Es gibt keinen Europäischen Hersteller, bei dem man alles aus einer Hand bekommt. Da hat man überall noch viel Gebastel und selbst Hand anlegen. Linux muss man (außer bei System76) selbst auf den Geräten installieren. Die Cloud-Services gibt's zwar, aber da muss man alle Services selbst installieren. Und so weiter. Man darf halt alles selbst zu Fuß konfigurieren statt einfach einer Firma Geld in die Hand zu drücken um eine standardisierte, fertige, getestete und stabile Lösung ohne manuellem Basteln zu bekommen.