this post was submitted on 10 Jan 2026
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Energie
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Weil das im Diskurs gern ignoriert wird und dann die üblichen Verdächtigen fragen, wieso das überhaupt die EU bestimmt:
Deutschland kann natürlich in Wahrheit so viele Gaskraftwerke bauen, wie man möchte. Wenn man denn jemanden findet, der das ohne massive Subventionen tut... die sind wegen des EU-weiten Strommarktes nämlich begrenzt.
Ach gäbe es doch nur Möglichkeiten preiswert Energie zu erzeugen, die keine extra Subventionen benötigen und rein von der Privatwirtschaft finanziert werden...
Da geht es um Vorhalteprämien, die die Betreiber bekommen, wenn die Kraftwerke nicht laufen. Ohne die wäre der Bau und Betrieb nicht wirtschaftlich, weil die Kraftwerke wegen der Erneuerbaren oft abgeschaltet werden müssen bzw. sowieso nur in Dunkelflauten laufen würden.
Eben nicht. Gas als "Default" funktioniert nur, wenn die Masse deiner Stromversorgung aus Gas stammt. Dann ist das sogar einigermaßen wirtschaftlich. Aber das machen tatsächlich nur weniger Länder (UK z.B.).
Das verbreitetere Konzept ist aber preiswert, aber schlecht kurzfristig steuerbar (z.B. Kohle) und dazu Gas-Peaker, die spontan bei höherem Bedarf anspringen. Das ist wesentlich teurer, weil a) man nicht so gut vorausplanen kann und b) die Kraftwerke oft stillstehen. ^(^*^)^
Und wenn man dann noch Erneuerbare ins Spiel bringt, wird Gas richtig teuer, weil die Kraftwerke die meiste Zeit stillstehen, im Idealfall sogar fast immer, und die dienen nur als Notfallüberbrückung die 5% der Zeit, wo Erneuerbare praktisch nicht verfügbar sind.
^(^*^)^ Fun Fact: da kommt der Begriff Grundlast eigentlich her... eine preiswerte Produktionsmethode für das, was immer gebraucht wird, eine teure, aber flexible für die Bedarfspitzen - deshalb ist das klassiche Konzept Grundlast-wenn man den Begriff korrekt verwendet- auch tot. Atomkraft ist zwar konstant verfügbar aber zu teuer, Erneuerbare sind preiswert aber nicht flexibel.