this post was submitted on 05 Oct 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

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[–] trollercoaster@sh.itjust.works 32 points 2 weeks ago* (last edited 2 weeks ago) (1 children)

Man müsse den jungen Menschen das Gefühl geben, dass man ihr Unbehagen zur Kenntnis nehme.

Für die Politik bedeute das, dass Reformen eine sinnstiftende Erzählung brauchten

Es geht dem sauberen Herrn Ökonom also nur darum, die Leute mit leerem Geschwätz zu verarschen, dass sie glauben, man interessierte sich für ihre Probleme.

Damit soll dann mal wieder Alt und Jung gegeneinander ausgespielt werden, um "Reformen", also noch mehr Sozialabbau durchzudrücken:

Die Gesellschaft sei aber in der Lage, durch ein Tal der Tränen zu gehen, wenn eine bessere Zukunft versprochen werde. Es könnte die Älteren dazu überzeugen, zurückzustecken, wenn sie sähen, dass bei den jungen Menschen etwas ins Kippen gerate.

[–] it_depends_man@lemmy.world 5 points 2 weeks ago

Interpretier das lieber als "Leitfaden".

Z.b. bei Projekten wie dem Wiederaufbau kannst du sehr leicht Deals machen wie, "mach jetzt mit dann kriegst du in 2 Jahren ne Wohnung". Aber genau dieses Wohlstandsverprechen macht Merz und der Rest eben nicht, weil sie nicht können, weil sie die Wohnungen billiger machen müssten, was den Eigentümern nicht gefällt und weil sie die Jobs im Land besser bezahlen müssten, das gefällt den Arbeitgebern nicht. Und damit ist es dann Käse und sie machen gar nichts.

[–] SapphireSphinx@feddit.org 26 points 2 weeks ago (1 children)

Kolev sprach in diesem Zusammenang vom „Preis-Leistungs-Verhältnis des Staates“. Es sei in Ordnung, wenn ein Staat den Leuten viel abverlange, falls es entsprechende Leistungen gebe. In Deutschland verlange man aber einen hohen Preis, während die Leistungen schlechter würden. Dieses Verhältnis mache alle Menschen nervös – aber die jungen Menschen seien mobiler.

Wenn man Selbstverständlichkeiten in Hauptstadt-Berlin erklären muss und scheinbar trotzdem niemand in Verantwortung was kapiert...

[–] Ooops@feddit.org 14 points 2 weeks ago

scheinbar trotzdem niemand in Verantwortung was kapiert

Die kapieren das schon, aber sie arbeiten halt nicht für uns, sondern für Großunternehmen. Und denen ist bekanntermaßen heutzutage auch alles egal, was über die nächsten Quartalszahlen hinaus geht.

[–] JensSpahnpasta@feddit.org 12 points 2 weeks ago (4 children)

Die Frage ist halt, wohin?

[–] Goldholz@lemmy.blahaj.zone 9 points 2 weeks ago* (last edited 2 weeks ago) (1 children)

Frankreich, Polen, Irland, Portugal, irgendein Skandinavisches Land

[–] LH0ezVT@sh.itjust.works 3 points 2 weeks ago* (last edited 2 weeks ago) (1 children)

Frankreich ist so wie wir, aber mit viel mehr Staatsschulden, eine FN, die schon in den Startlöchern steht für den Postfaschismus, und massiven Problemen in der Verwaltung.

Polen ist halt deutlich unter deutschem Lohnniveau, besonders was Kaufkraft angeht.

Rest würde ich unterschreiben. Vielleicht noch Holland auf die Liste setzen, die haben den Wilders immerhin schon mal geschafft abzuwähleb.

[–] Goldholz@lemmy.blahaj.zone 4 points 2 weeks ago (1 children)

Frankreich ist eben nicht wie wir. Deren Gesellschaft ist anders als wir, zusammenhaltend und keine Eigenbrödler, viel Solidarischer und wenn ihnen was nicht gefällt, anstatt sich nur zu beschweren wird das angepackt, protestiert und aktiv dagegen organisiert. Nicht als Randerscheinung der Gesellschaft, sondern aus der Mitte heraus

[–] LH0ezVT@sh.itjust.works 3 points 2 weeks ago

Dafür hat Frankreich eine deutlich härtere Trennung zwischen Klassen, Religionen und Ethnien. Dazu eine Protestkultur, die zwar engagierter und handfester ist, dafür aber auch von Polizei- und Staatsseite mit deutlich mehr Gewalt und Repression zu kämpfen hat. Und bei den leeren Kassen reicht auch keine bloße Solidarität.

[–] DmMacniel@feddit.org 1 points 2 weeks ago (1 children)

Hab gehört das Spanien sehr nett sein soll.

[–] JensSpahnpasta@feddit.org 10 points 2 weeks ago (3 children)

Du meinst das Land mit der 10% Arbeitslosenquote und den Massenprotesten wegen Mietwucher und Wohnungsmangel gerade?

[–] connaisseur@feddit.org 6 points 2 weeks ago* (last edited 2 weeks ago)

Zumal gerade wieder Neuwahlen anstehen und ein massiver Rechtsrutsch droht.

Edit: Quelle https://www.tagesschau.de/ausland/europa/spanien-neuwahlen-104.html

[–] SpongyAneurysm@feddit.org 4 points 2 weeks ago

Mietwucher und Wohnungsmangel haben wir hier doch auch. Die protestieren wenigstens.

[–] DmMacniel@feddit.org 2 points 2 weeks ago

Mhm... Vielleicht dann doch nicht.

[–] lautoe@feddit.org 1 points 2 weeks ago (1 children)

Die Schweiz reizt mich schon sehr

[–] DrunkenPirate@feddit.org 9 points 2 weeks ago (2 children)

Macht auch zu. Und da bist auch ein fckg Ausländer. Ausserhalb der Großstädte schwer unbeliebt.

Kennt man als Deutscher nicht so. Frsg mal Deutsche in der Schweiz, wie es so ist mit Akzeptanz.

[–] Duke_Nukem_1990@feddit.org 1 points 2 weeks ago

Kommt mega drauf an, wo du bist. In den Rand-Kantonen wie bspw. im Thurgau sind Deutsche definitiv nicht unbeliebt.

[–] kables_fed_dit@feddit.org 1 points 2 weeks ago (1 children)

Wie lange lebst du bzw hast du in der Schweiz gelebt? Und wo? Was hast du gemacht um dich zu integrieren?

[–] DrunkenPirate@feddit.org 1 points 2 weeks ago (1 children)

Ich nicht. Kenne aber zwei Schweitzer und eine Deutsche dort. Ich kann dir da nicht helfen, da fragst du besser andere.

[–] kables_fed_dit@feddit.org 1 points 2 weeks ago (1 children)

Also zuerst mal heisst es Schweizer und nicht Schweitzer. Und wenn du selbst keine Erfahrung mit einem Leben in der Schweiz hast, ist es vielleicht auch ratsam mit solch pauschalen Aussagen vorsichtig zu sein. Ich lebe seit 16 Jahren in der Schweiz, bereits an verschiedenen Orten, und habe zum einen das Auswandern bisher nicht bereut noch kann ich zum anderen deine Aussage so bestätigen oder stehen lassen. Es ist sicher nicht ganz einfach hier als Ausländer, vor allem am Anfang. Aber wenn man sich Mühe gibt, sich integriert und Geduld hat gibt es auch keine Probleme Verbindungen zu knüpfen und akzeptiert zu werden. So ganz im Allgemeinen gesagt. Individuell geht es manchmal vielleicht einfacher oder es wird mühsamer. Und was man als Deutscher unbedingt machen sollte ist sich sprachlich anzupassen. Das wird im Allgemeinen sehr geschätzt. Das hilft auch wenn man dann mal zügelt und an einen neuen Ort kommt, sich auch dort wieder zu integrieren. Wenn man hier gar nicht zurecht kommt, auch nach Jahren nicht, das ist es vielleicht das falsche Land.

[–] DrunkenPirate@feddit.org 1 points 2 weeks ago (1 children)

Da hast du grundsätzlich recht.

Dir ist es gelungen und das freut mich. Du kannst allerdings auch den Rechtsruck in der Schweiz (Obergrenze, Minarette) nicht verleugnen oder klein reden.

Ich glaube auch dem ein oder anderen würde es in Ostdeutschland gelingen anzukommen und sich mit Mundart Freunde machen. Würde ich deswegen Ostdeutschland als Weltoffen und Einwanderungsfreundlich bezeichnen? Nein. Und ebenso kann man das, wenn auch pauschalisiert, von der Schweiz sagen.

Es bringt einem auch nichts, ständig relativierend auf Einzelfälle und bloß nicht verallgemeinernd zu verweisen und damit das große Bild zu vernebeln. Damit redet man sich recht einfach die Welt schön.

[–] kables_fed_dit@feddit.org 1 points 1 week ago

Da hast du wohl ein paar Sachen nicht ganz so recht verstanden. Das die Schweizer Bevölkerung Weltoffen wäre habe ich so gar nicht gesagt oder behauptet. Mir ging es drum, dass es eben nicht nur schwarz oder weiss ist und man es eben nicht pauschal sagen kann. Daher bleibe ich dabei und sage solche Aussagen sind immer vorsichtig und nicht leicht fertig zu machen. Einen Rechtsruck gab es, so wie du es vielleicht meinst, nicht. Solche Sachen wurden schon vor meiner Zeit hier diskutiert und auch abgestimmt. Das habe ich selber schon mitbekommen und auch gelesen. Da würde ich subjektiv sagen: Alles beim alten, wird nur rund herum jetzt wohl mehr wahr genommen und vielleicht deshalb als ein Rechtsruck gedeutet. Und was Weltoffenheit in Deutschland angeht, naja, könnte jetzt auch sagen anhand der 5 min jeden Tag Presse ist Deutschland, trotz EU-Land, wohl eher nicht Weltoffen. Da aber die 5 min nur einen sehr kleinen Teil beleuchten mache ich das nicht. Das steht mir nicht zu wenn ich es nicht selber erlebe, quasi mitten drin statt nur dabei.

[–] Senseless@feddit.org 1 points 2 weeks ago (2 children)
[–] MattR@feddit.org 4 points 2 weeks ago* (last edited 2 weeks ago)

Witzig, wie willst du denn da ein Haus bzw. Wohnung finden? Wir suchen seit 2 Jahren nach einer bezahlbaren Bruchbude in Skandinavien. NZ haben wir aufgegeben, das sollte man unbedingt mittels Studium machen. Mit Jobvisa ist nichts zu machen, denn das setzt ein festes Jobangebot vorraus, was die Arbeitgeber aber nur zusichern, wenn man bereits ein Arbeitsvisum hat. Klassischer Deadlock.

[–] GenosseFlosse@feddit.org 2 points 2 weeks ago

Arbeitsmarkt in NZ ist halt arsch wenn man eine spezielle Ausbildung hat. In Australien gibt es gefühlt 20x soviel Jobs, die auch noch besser zahlen.