this post was submitted on 23 Jan 2026
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Finanzen

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[–] ladicius@lemmy.world 11 points 6 days ago* (last edited 6 days ago) (2 children)

Doch die Krux: Der statistische Vermögensvorsprung von Eigenheimbesitzerhaushalten (EHBs) vor Mieterhaushalten hat nichts mit dem Eigenheim zu tun. Er beruht vollständig auf anderen Ursachen. Hier wird also Korrelation mit Kausalität verwechselt oder vertauscht. Ja, EHB-Haushalte sind im vorgerückten Alter in der Regel vermögender als Mieterhaushalte, aber die Ursache dieses Vermögensvorsprungs ist nicht das Eigenheim.

Kurz: Vermögen kauft, Armut mietet.

[–] copacetic@discuss.tchncs.de 6 points 6 days ago

Also grober Test mal die Kausalität umdrehen: Alte vermögende Leute sind eher Eigenheimbesitzer als Mieter.

Klingt mindestens genauso plausibel für mich und deswegen braucht es schon gute Argumente, dass die Originalaussage plausibler sein soll als ihr Gegenteil. Und dann könnte es ja auch noch sein, dass beide falsch sind.

[–] Chemo@feddit.org 2 points 5 days ago

Danke. Das denk ich mir auch jedesmal. Wird in diesen Erhebungen überhaupt berücksichtigt, dass Eigenheimbesitzer tendenziell und im Durchschnitt von vornherein wohlhalbender sind als Mieter? Das ist doch überhaupt der Grund warum die sich das Eigenheim leisten können.

[–] DrunkenPirate@feddit.org 2 points 5 days ago

Ich frage mich gerade, nachdem ich von der #NoSpend Challenge auf TikTok gehört habe, ob der größte Unterschied zum Vermögensaufbau eventuell der Lebensort ist: Also Stadt versus Land/Stadtumfeld.

In der Stadt gibt es viel mehr und ständig Konsumverführung. Und idR lebt man in der Stadt zur Miete.

Im TV eben hatte eine Städterin /Single von 150€ / Woche für Coffee to go und Restaurant/Essenslieferung erzählt.

[–] cron@feddit.org 4 points 6 days ago (2 children)

Ganz verstehe ich die Argumentation nicht ... ich zahle aktuell etwa gleich viel für meinen Kredit wie für eine ortsübliche Miete.

Ja klar hatte ich die im Artikel erwähnten Vorteile (finanzielle Unterstützung durch Eltern, Studium), aber allein der Fakt dass ich aktuell im Eigenheim lebe trägt zur Vermögensbildung bei.

[–] copacetic@discuss.tchncs.de 4 points 6 days ago

Ich nehme mal an, du hast einen durchschnittlichen Kredit mit Zinsen und Tilgung. Die Tilgung kannst du nicht mit der Miete vergleichen, sondern ist eher Altersvorsorge/Vermögensaufbau weil es eine Investition ist. Die Entsprechung beim Mieter wären ETF-Investitionen. Allerdings auch nicht die ganze Tilgung, denn ein Haus kostet ja Instandhaltung.

Der Vergleich für Wohnkosten ohne Vermögensaufbau ist also: Miete ≟ Zinsen + Instandhaltung

[–] suff@piefed.social 1 points 6 days ago* (last edited 6 days ago) (2 children)

Instand gehaltene/gesetzte Immobilien steigen im Wert zum Teil schneller als die Inflation. Vor allem wenn man mit etwas Geschick viel selber macht.

Die Pocketbroker und die Massenbewegung, in ETFs zu investieren, sind noch so neu, eventuell haben wir eine "ETF-Lüge" und "Mietpropaganda" und Besitz lohnt sich doch!

Der Artikel ignoriert komplett den qualitativen Unterschied zwischen Mieten+Sparen und Eigenheim und darum das individuell anzustrebende Ziel. Und den konkretrn Markt vor Ort. Und überhaupt: Solange man ohne Besitz geboren wird, wird es immer jemanden geben, der die Statistik ausgleicht wenn ein Individuum aufsteigt.

[–] copacetic@discuss.tchncs.de 3 points 6 days ago

Dass eine Immobilie an Wert gewinnt, wenn man Geld oder Arbeit reinsteckt, das ist ja irgendwie selbstverständlich.

ETFs sind relativ jung, aber die Idee breit gestreut in Aktien zu investieren (Index Funds) gibt es schon länger: 1975 Vanguard. War nur früher nicht so einfach zugänglich.

Gerd Kommer hat ein dickes Buch geschrieben über das Thema und sein Fazit auf einen Satz verkürzt ist: Kaufen vs Mieten ist eine Lifestyle-Entscheidung. Der Artikel klammert diese Frage aber bewusst und klar aus. Es geht nur um den Aspekt Immobilie als Geldanlage.