this post was submitted on 10 Oct 2025
15 points (100.0% liked)

DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

4669 readers
443 users here now

Das Sammelbecken auf feddit.org für alle Deutschsprechenden aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und die zwei Belgier. Außerdem natürlich alle anderen deutschprechenden Länderteile der Welt.

Für länderspezifische Themen könnt ihr euch in folgenden Communities austauschen:

___

Zusätzliche Regeln aus „Lessons learned":

___

Einsteigertipps für Neue gibt es hier.
___

Eine ausführliche Sidebar mit den Serverregeln usw. findet ihr auf der Startseite von feddit.org

___

founded 2 years ago
MODERATORS
top 5 comments
sorted by: hot top controversial new old
[–] 30p87@feddit.org 17 points 3 months ago (1 children)

Kapitalismus abschaffen, Technologien nicht von Geld abhängig machen?

[–] FuzzChef@feddit.org 0 points 3 months ago

Inwiefern würde das die Ungleichheit aufheben? Das wäre nur Symptombekämpfung, denn meiner Meinung nach ist die zentrale Ursache Bildungsungleichheit.

[–] splendoruranium@infosec.pub 13 points 3 months ago

Wie ließe sich das Kapitaleigentum breiter streuen? Diese Frage wurde schon früher angegangen, jedoch mit mäßigem Erfolg. Margaret Thatcher sprach von „Volkskapitalismus”.

Nach historischen Lösungsansätzen zur Bekämpfung von Ungleichverteilung fragen, und der erste Name, der fällt, ist Thatcher.
Was darf Satire?

[–] azolus@slrpnk.net 11 points 3 months ago* (last edited 3 months ago) (1 children)

Durch Einführung einer sozialistischen Wirtschaftsordnung. In den im Artikel präsentierten Lösungsansätzen zeigt sich in meinen Augen eher ein zwar nachvollziehbarer, aber schlussendlich mMn naiver Reformismus.

  1. Wäre allerhöchstens ein temporärer Fix. Selbst wenn wir Klimawandel, Neokolonialismus oder die Umsetzbarkeit (die Herrschenden wollen sicher nicht freiwillig an einer reformistischen Eigentumsteilredistribution teilhaben) etc. mal aus der Gleichung rauslassen, würden wir mit diesem Ansatz nach wenigen Jahrzehnten wieder genau dort stehen, wo wir jetzt sind, da Kapitalakkumulation und damit wachsende Ungleichheit zu den grundlegenden Eigenschaften der kapitalistischen Wirtschaftsweise gehören.

  2. Schadet sicher nicht, löst das Problem aber auch nicht grundlegend.

  3. Ist ein in linksliberalen Kreisen recht populärer Take. Anstelle zu hinterfragen, warum die herrschende Klasse ein recht menschheitsschädigendes Verständnis von technologischem Fortschritt hat und ihnen tatsächlich die Entscheidungsmacht für die gesellschaftliche Entwicklungsrichtung zu entziehen (-> demokratisierte Wirtschaftsordnung), möchte man vielmehr ein paar Leitplanken setzen, die eher schlecht als recht wiederkehrende Probleme - die Zerstörung der Umwelt und des gesellschaftlichen Zusammenhalts, Massenüberwachung, high-tech Vernichtungswaffen etc. sind enorm profitabel - einzuschränken versuchen.

[–] hendrik@palaver.p3x.de 2 points 3 months ago* (last edited 3 months ago)

Wobei 1) ja schon das zentrale Problem ist. Die Produktionsmittel und die Technologie gehören ein paar reichen Menschen. Dem Rest gehört eigentlich kaum etwas. Außerdem leben wir im Informationszeitalter und ähm - die Informationen und Daten sind unter der Kontrolle derselben Minderheit. Ich würde daraus nur einen anderen Schluss ziehen, es geht offensichtlich nicht (mehr) nur um die Verteilung vom Kapital, sondern das Eigentum und die Herrschaft über die Algorithmen, Technologie und die Daten müssen irgendwie besser geregelt werden. Beispiel: Social Media wird komplett von den Nutzern bespielt, macht aber Milliardengewinne für die Plattformbetreiber, und sie haben die Kontrolle was es mit mir macht. Oder die gängige Künstliche Intelligenz wird mit meinen (und unseren) Daten trainiert, gehört dann aber Sam Altman und Elon Musk. Warum? Weil ihnen die Grafikkarten gehören und mir nicht.

Naja und mit 3) ist es ja auch oft so, dass diese "Leitplanken" irgendwo stehen, und nicht rechts und links von der Straße vorwärts. Oder man gibt vor etwas zu tun aber in Wirklichkeit packt es überhaupt nicht das vorgegebene Problem an, sondern etwas anderes. Siehe Chatkontrolle, allgemeine Maßnahmen um Neoliberalismus einzuschränken, oder wie wir teilweise gerade Geld aus dem Fenster werfen um Migration zu kontrollieren, Bürgergeldempfänger... Aber in Wirklichkeit ist es nur Ressourcenverschwendung für Populismus und überhaupt nicht zweckdienlich.