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Finanzen

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[–] gandalf_der_12te@feddit.org 9 points 17 hours ago* (last edited 17 hours ago) (1 children)

Danach haben Eigentümer im Schnitt mehr Vermögen und sind besser darin, ihre Rentenlücke zu schließen. Mieter halten zwar höhere Anteile an Finanzanlagen, aber auf deutlich niedrigerem Niveau.

Laut Gerd Kommer liegt das statistisch höhere Vermögen der Eigentümer aber nicht an der Immobilie, sondern entstehe durch ihre höheren Spardisziplin. Würde ein Mieter genauso konsequent sparen wie ein Eigenheimbesitzer, hätte der Mieter am Ende oft mehr Vermögen. Der Vorteil vom Eigenheim ist nicht das Haus, sondern dass man gezwungen wird, regelmäßig Geld zurückzulegen.

Das ist übrigens das Prinzip der Sozialversicherung. Der Staat zwingt dich, 20% deines Lohns abzugeben, d.h. zu "sparen", und du bekommst ihn dann am Lebensende in Form von Rente wieder zurück.

[–] geissi@feddit.org 12 points 15 hours ago (1 children)

So funktioniert das deutsche Rentensystem halt überhaupt nicht.
Du sparst nichts und bekommst das eingezahlte Geld auch nicht zurück.
Die heutigen Arbeiter zahlen die heutigen Renten und künftige Arbeitergenerationen zahlen die künftigen Renten.

[–] gandalf_der_12te@feddit.org 4 points 15 hours ago (2 children)

ja aber das Ergebnis ist das gleiche: Du wirst gezwungen heute zu sparen, d.h. weniger Geld auszugeben als du Brutto bekommst; dadurch hast du im Alter dann mehr Wohlstand.

[–] Quittenbrot@feddit.org 4 points 15 hours ago (1 children)

Nur dass der Teil mit dem 'im Alter dann mehr Wohlstand' halt quasi nicht mehr stimmt.

[–] gandalf_der_12te@feddit.org 1 points 14 hours ago (1 children)

mehr Wohlstand im Vergleich zu es gibt gar keine Rente

[–] Quittenbrot@feddit.org 8 points 14 hours ago (1 children)

Tatsächlich fraglich.. wenn die junge Generation das Geld, das sie für das kriselnde Rentensystem aufbringen muss, einfach selber anlegen würde, bekäme sie mehr raus als das System am Ende für sie springen lassen kann.

Schau dir die Entwicklung bzgl Rentenniveau und Beiträgen mal an. Da ist seit Jahrzehnten offensichtlich der Wurm drin und keiner traut sich, es anzugehen. Stattdessen sind die jungen irgendwann die kompletten Deppen, wenn das System zusammenbricht, weil sie dann einerseits das umlagefinanzierte System weiter bedienen müssen, für die momentanen Rentner, die nix anderes haben, gleichzeitig aber auch selber für sich privat vorsorgen müssen, da das klassische System für sie nicht mehr funktionieren wird.

[–] gandalf_der_12te@feddit.org 2 points 8 hours ago

wie gut das funktioniert wenn Leute selber sparen sieht man ja im Artikel. Menschen sind einfach nicht gut darin, sich vorzustellen dass sie einmal alt sein werden und darauf entsprechend vorzubereiten.

[–] suff@piefed.social 2 points 14 hours ago (1 children)

Das Risiko ist nicht das gleiche und die Wertsteigerung entsprechend auch nicht.

[–] Melchior@feddit.org 1 points 3 hours ago (1 children)

So schlecht sind sie aber auch nicht. Man kriegt bei der Rente durchaus 2-3% reale Rendite(also nach Inflation und Kosten). Bei einem Aktien-ETF hat man 4% oder so. Schlecht ist die also nicht.

[–] smokeysnilas@feddit.org 1 points 2 hours ago

Man kriegt bei der Rente durchaus 2-3% reale Rendite

Wird das auch in 30 Jahren noch so sein? Wie soll das angesichts der Demografie dann überhaupt aufgehen, so rein rechnerisch? Wenn die Antwort Nein ist dann bleibt das Argument. Das heutige Rentner 2-3% reale Rendite gemacht haben wird mir in 30 Jahren halt leider gar nichts mehr helfen.