Eine Industrie, die die Transformation verschlafen und ignoriert hat. Von ganz oben (wo die Vorstände und Aufsichtsräte lieber die Augen bei einem Dieselskandal zugemacht haben) bis ganz unten (wo die Gewerkschaften sich viel zu lange gegen den Wandel gewehrt haben). Eine Zulieferindustrie, die es sich in der verbrenner-Welt bequem gemacht hat (und deren Betriebsräte auch irgendwie Angst hatten, ihren Kollegen zu erklären, dass zB Getriebe bald eine Nische sein werden).
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Wie geht die Gesellschaft damit um, wenn schlicht Arbeitsplätze wegfallen durch Elektrifizierung?
Ach, gar nicht.
Das wäre eine gar nicht so schlechte Neuigkeit in einer Welt mit Grundeinkommen und sozialer Sicherheit. Viele dieser Jobs sind nicht wirklich gut oder notwendig. Das ist die Sorte Jobs, die durch automatisierte Prozesse ersetzt werden können.
Leider hat das im turbo Kapitalismus kaum gute Auswirkungen, weil diese Leute es sehr schwer haben werden, umzuschulen oder neue Jobs zu finden
Selbst ohne geht das total. Die Babyboomer gehen bis 2040 in Rente und die jüngeren Jahrgänge sind viel kleiner. Dann gibt es Effekte wie die Ukrainer, wo wahrscheinlich auch viele bei einem Kriegsende in die Ukraine zurückziehen werden. Sprich wenn es nicht starke Zuwanderung gibt, wird die Zahl der Erwerbstätigen wahrscheinlich sinken. Schon jetzt ist die Arbeitslosigkeit recht niedrig.
Außerdem reden wir hier von 13,5 Jahren. Da werden sich viele sowieso umorientieren. Anderen Branchen geht es ja auch nicht unbedingt schlecht.
Viele dieser Jobs sind nicht wirklich gut oder notwendig. Das ist die Sorte Jobs, die durch automatisierte Prozesse ersetzt werden können.
Die meisten Jobs fallen weg, weil Elektroautos eben kein aufwendiges Getriebe mehr haben.
Grundlage der Berechnungen waren alle Bereiche der Wertschöpfungsketten, in denen Teile für den Antrieb eines Autos hergestellt werden.
Im europäischen Automobilsektor könnten bis zu 726.000 Jobs bis zum Jahr 2040 wegfallen. Das geht aus einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation im Auftrag des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall hervor, aus der das Magazin Politico berichtete. »Ohne Maßnahmen droht Europa eine dauerhafte Abhängigkeit von Drittstaaten bei Schlüsseltechnologien«, warnen die Experten.
Grundlage der Berechnungen waren alle Bereiche der Wertschöpfungsketten, in denen Teile für den Antrieb eines Autos hergestellt werden. Im vergangenen Jahr beschäftigte dieser Branchenzweig der Studie zufolge in Europa rund 1,6 Millionen Menschen, die Wertschöpfung lag bei rund 250 Milliarden Euro. Bereits bis 2030 droht laut Fraunhofer-Institut ein Wegfall von 375.000 Stellen. Bis 2035 könnten europaweit insgesamt 660.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren.
Das ist krass, das wäre fast jeder zweite Arbeitsplatz in der Branche, der betroffen wäre. Kaum auszudenken, was das für die Wirtschaft und den Wohlstand hierzulande bedeuten wird...