this post was submitted on 26 May 2026
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[–] Bogus007@lemmy.zip 2 points 12 hours ago

Wie wäre es denn statt die Kinderlosen an die Kasse zu bitten, mehr Anreize zu schaffen, dass Menschen in D Kinder bekommen wollen, weil es sich mit Leben und Beruf vereinbaren lässt. Klar, wenn ich wenig Geld am Ende des Monats auf der Hand habe, in einer - vielleicht auch deswegen - sozial schwachen Ecke wohne - von denen es in D nicht wenige gibt - und das ganze System (Krankenkassen, Arbeitsmarkt, etc) einem um die Ohren fliegt, fragt man sich vielleicht zweimal, ob man Knirpse in die Welt setzen möchte. Doch … das ist zuviel Arbeit für Frau und Herr Politiker, die sich stattdessen lieber die Diäten erhöhen. ROFL!

[–] alleycat@feddit.org 23 points 22 hours ago (1 children)

Letztendlich immernoch billiger, als Kinder zu haben. Und nervenschonender.

[–] MCTamTam@feddit.org 5 points 18 hours ago

Als Vater bestätige ich dies.

[–] Sibbo@sopuli.xyz 9 points 23 hours ago* (last edited 23 hours ago) (7 children)

In der Kommentarspalte geht es ja mal richtig ab.

Ich Frage mich immer, wieso das Thema die Leute so emotionalisiert. Kinder sind nun mal für die Eltern ein erheblicher finanzieller Nachteil. Den kann man gerne besser ausgleichen.

[–] germanatlas@lemmy.blahaj.zone 21 points 21 hours ago* (last edited 21 hours ago) (1 children)

Man könnte ja vielleicht prioritär extrem hohe Vermögen und Übergewinne besteuern, die Löcher in der Erbschaftssteuer flicken, die Kapitalertragssteuer erhöhen, generell das Vermögen von oben auf alle Schichten umverteilen, statt mal wieder in Mittel- und Unterschicht zu schufflen und die oben in ihrem Speckpolster unberührt zu lassen.

[–] Sibbo@sopuli.xyz 1 points 20 hours ago

Fände ich auch gut. Aber trotzdem muss irgendwo die finanziellen Fairness beim Kinderkriegen verbessert werden. Dieser Vorschlag zielt halt nur auf Fairness innerhalb der Klassen ab, und lässt die Reichen unberührt.

[–] aaaaaaaaargh@feddit.org 32 points 23 hours ago (1 children)

Naja, es ist halt eine unfaire Entscheidung. Es ging ja eigentlich um Entlastung und jetzt sind wir wieder bei Belastung. Hauptsache die Lobbyfreunde und Wählerschaft nicht angehen.

[–] Sibbo@sopuli.xyz -5 points 23 hours ago* (last edited 20 hours ago) (3 children)

Unfair zwischen welchen Bevölkerungsgruppen? Menschen ohne Kinder haben doch viel mehr Geld zur freien Verfügung als Menschen mit Kindern, bei gleichem Job?

[–] aaaaaaaaargh@feddit.org 19 points 23 hours ago (2 children)

Viele Menschen leben in einer Patchworkfamilie und haben selbst habe keine Kinder. Gleichzeitig müssen sie vielleicht die Eltern pflegen. Warum solltem diese Menschen jetzt mehr bezahlen als alle anderen? Die bekommen doch eh schon weniger wegen Wegfall der ganzen Förderungen, die man eben nur in eheähnlichen Verhältnissen und/oder mit Kindern bekommt.

Oder was ist mit homosexuellen Menschen, die das nicht möchten/sich leisten können oder denen, die einfach wegen Krankheit keine Kinder kriegen können?

Das finde ich schon alles nicht ganz fair.

[–] Dayroom7485@lemmy.world 9 points 22 hours ago (1 children)

Ich glaube ihr habt beide einen Punkt. Einerseits sind Kinder finanziell belastend für die Eltern und bereichernd für die Gesellschaft, weil sie zukünftig Steuern zahlen.

Andererseits wird mal wieder die Abgabe auf Arbeit erhöht, nicht auf Kapital. Das ist unfair, dass die am meisten für die Pflege zahlen, die arbeiten. Und nicht die mit den Millionen und Milliarden auf der hohen Kante.

[–] Tartufo@lemmy.world 2 points 20 hours ago

Einerseits sind Kinder finanziell belastend für die Eltern und bereichernd für die Gesellschaft, weil sie zukünftig Steuern zahlen.

Wobei das halt auch nicht garantiert ist. Es gibt schließlich sowas wie Unfälle, Tod, Krankheiten, generell Arbeitslosigkeit weil nichts passt/Unternehmen assi sind, Auswandern, ...

[–] Sibbo@sopuli.xyz 1 points 20 hours ago (1 children)

Ich kann da jetzt nicht ganz folgen. Auch mit allen Förderungen ist eine Familie mit Kindern deutlich schlechter gestellt als ein Paar ohne Kinder.

Und da ist es egal, ob jemand keine Kinder möchte oder nicht bekommen kann. Ohne Kinder hat man trotzdem deutlich mehr für sich als mit.

[–] Azzu@leminal.space 7 points 20 hours ago* (last edited 20 hours ago) (1 children)

Was die Person gemeint hat und du nicht verstanden hast, ist dass es Situationen gibt, die ähnliche Belastungen wie "Kinder haben" erfordern, aber als "kinderlos" gewertet werden.

Zum Beispiel wenn du ein Partner von einem alleinerziehenden Elternteil bist, dann kann es sein, dass du als kinderlos gewertet wirst, auch wenn du ein Kind unterstützt. Bist halt nicht als Erziehungsberechtigter eingetragen oder whatever.

Oder du musst Eltern pflegen, was ähnlich wie Kinder pflegen ist von den Kosten her, aber du wirst als "kinderlos" gezählt. Usw usw

Im Endeffekt wird bezweifelt, dass ausschließlich Leute, die "mehr für sich selbst haben" getroffen werden damit. "Kinderlos" muss nicht unbedingt bedeuten "hat mehr für sich selbst".

[–] Sibbo@sopuli.xyz 1 points 20 hours ago (1 children)

Zum Beispiel wenn du ein Partner von einem alleinerziehenden Elternteil bist, dann kann es sein, dass du als kinderlos gewertet wirst, auch wenn du ein Kind unterstützt. Bist halt nicht als Erziehungsberechtigter eingetragen oder whatever.

Was kann man denn machen, um sich als Erziehungsberechtigter einzutragen? Wenn man langfristig Verantwortung für das Kind übernimmt, dann sollte das doch möglich sein? Oder geht es dir um die Diskriminierung von queeren Eltern?

Oder du musst Eltern pflegen, was ähnlich wie Kinder pflegen ist von den Kosten her, aber du wirst als "kinderlos" gezählt. Usw usw

Bekommen die Eltern nicht Rente? Oder muss man ihnen dann auch Miete und Essen bezahlen? Welche Möglichkeiten gibt es denn, sich Pflegeleistungen anrechnen zu lassen?

[–] Azzu@leminal.space 2 points 20 hours ago* (last edited 20 hours ago) (1 children)

Kann ich dir alles nicht sagen, ich bin nicht der, der das originale Argument gebracht hat. Ich bin nur hier als Dolmetscher.

Aber ich kann mir zum Beispiel Situationen vorstellen, wo ja man queer lebt, z.b. poly und das Gesetz es nicht erlaubt mehr als einen zu heiraten/einzutragen. Oder wo die Eltern Flüchtlinge sind und keine Rente oder ähnliches bekommen. Aber ja, nur Spekulationen, kA.

[–] Sibbo@sopuli.xyz 1 points 20 hours ago
[–] Don_alForno@feddit.org 5 points 20 hours ago* (last edited 20 hours ago) (1 children)

"Viel mehr" kommt drauf an wie weit du raus zoomst. Berlin ist weit weg von Peking, aber vom Mond aus ist der Unterschied verschwindend gering.

Es fragt sich halt, warum man ausgerechnet da mit der "Gerechtigkeit" ansetzt. Könnte man mit Besteuerung des 1%, wo die Ungerechtigkeit zur Restbevölkerung um viele Größenordnungen höher ist, doch die Situation für alle anderen verbessern.

[–] Sibbo@sopuli.xyz -3 points 20 hours ago (2 children)

Nur weil es woanders größere Ungerechtigkeiten gibt, heißt das nicht, dass man diese Ungerechtigkeit nicht beheben sollte.

[–] Don_alForno@feddit.org 1 points 17 hours ago

Wenn man keinerlei Anstalten macht, die größeren Ungerechtigkeiten auch nur zur Kenntnis zu nehmen, kann man sich auf das Argument nicht mehr zurückziehen.

[–] DmMacniel@feddit.org 1 points 19 hours ago (2 children)

Man sollte immer die größeren Baustellen zu erst beenden bevor man sich um Schlaglöcher kümmert. Denn erstere bringen einen deutlich größeren Gewinn.

[–] CyberEgg@discuss.tchncs.de 2 points 18 hours ago

Das würde ich so pauschal nicht unterschreiben, es kommt auf die Kapazitäten und Aufgabenbereiche an. Wenn an einer Großbaustelle schon ausreichend viele Kräfte arbeiten, aber noch Kapazitäten übrig sind, kann man auch die Schlaglöcher drumrum angehen, anstatt zu warten und Däumchen zu drehen.
Außerdem (und wesentlich relevanter, weil die Kapazitäten eben noch lange nicht geeignet eingesetzt werden) hat das Familienministerium z.B. nicht sonderlich viel mit Vermögenssteuern am Hut. Du engagierst ja auch keine Klemptnerei um eine Straße zu pflastern.

[–] Sibbo@sopuli.xyz 1 points 18 hours ago (1 children)

Idealistisch gesehen ja. Die objektiv "großen Baustellen" fasst die CDU aber nicht an, von daher macht es keinen Sinn, dafür andere kleinere Baustellen zu vernachlässigen.

Realistisch gesehen haben wir hier einen Vorschlag, der die Gerechtigkeit innerhalb der Klassen verbessert, ohne aktiv die Unterschiede zwischen den Klassen zu vertiefen. Und das ist doch erstmal positiv.

[–] Don_alForno@feddit.org 3 points 17 hours ago

Das ist teile und herrsche, und damit erstmal negativ.

[–] Senseless@feddit.org 4 points 22 hours ago (1 children)

Ist das so? Ich muss meine Miete allein stemmen. Glaube nicht, dass das dazu führt, dass ich mehr Geld habe.

[–] CyberEgg@discuss.tchncs.de 5 points 21 hours ago (1 children)

Kinder tragen jetzt nicht unbedingt viel zur Miete bei. Im Gegenteil, Kinder brauchen Raum, eine gròßere Wohnung und du müsstest noch mehr Miete zahlen, hättest du Kinder.

[–] Senseless@feddit.org 5 points 21 hours ago (1 children)

Ich wollte eher darauf hinaus, dass wohl viele kinderlose zudem auch Singles sind.

[–] CyberEgg@discuss.tchncs.de -3 points 21 hours ago* (last edited 21 hours ago)

So kommt das nicht an. Und ich sehe auch nicht, wieso das relevant sein soll.

[–] Duke_Nukem_1990@feddit.org 5 points 16 hours ago

Kinder sind nun mal für die Eltern ein erheblicher finanzieller Nachteil. Den kann man gerne besser ausgleichen.

Ich verstehe nicht, wieso freiwillige Entscheidungen, die zu finanziellen Nachteilen führen von denen getragen werden sollten, die sich eben anders entschieden haben?

Kinder sollten gut versorgt sein, pflegebedürftige Menschen sollten gut versorgt sein. Jetzt Menschen wieder gegeneinander auszuspielen ist einfach nur beschissen.

[–] megrania@discuss.tchncs.de 10 points 21 hours ago (1 children)

Naja was das Ausgleichen angeht, gäbe es ja die Möglichkeiten, Leute mit Kindern zu entlasten oder gar aktiv zu fördern, damit die finanzielle Belastung durch den Nachwuchs tragbar ist, oder eben andere (hier: Kinderlose) mehr zu belasten ... die erste Variante klingt fair, die Zweite ... eben nicht so sehr ... insb. da man schon großes Vertrauen haben muss, das die eigene Mehrbelastung dann auch bei den zu Entlastenden ankommt ... die Variante lässt ja die Möglichkeit offen, das es Menschen mit Kindern dadurch erstmal keinen Deut besser geht.

[–] Sibbo@sopuli.xyz 1 points 20 hours ago* (last edited 20 hours ago)

Ich glaube es wäre unfair, wenn ein Versuch die Pflegekasse aufzustocken am Ende dazu führt, dass es nicht pflegebedürftigen Eltern mit Kindern besser geht.

Es geht ja darum die Pflegekasse aufzustocken. Und da nimmt man halt erstmal das Geld von denen, die übervorteilt sind.

[–] it_depends_man@lemmy.world 8 points 22 hours ago (1 children)

Ist aber bei dem Argument Schwachsinn.

Der Staat sorgt ja erst dafür das das Kindergeld so niedrig ist das es ein erheblicher finanzieller Nachteil ist, Kinder zu haben. Kindergeld kommt auch aus Steuern. Dann sollten die eher die Steuern erhöhen und das Kindergeld.

Das hilft aber der Pflegekasse nicht und darum gehts bei Frau Warken. Das hat nichts mit Kindern zu tun und es ehrlich gesagt schon ein bisschen eklig das sie das einerseits macht und du andererseits drauf einsteigst.

[–] Sibbo@sopuli.xyz 1 points 20 hours ago

Ob man jetzt die Beiträge der Pflegekasse für alle gleich erhöht und dann Familien anders ausgleicht, oder halt hier beides auf einmal macht kommt doch aufs selbe bei raus?

Wieso die Pflegekasse nichts mit Kindern zu tun hat verstehe ich aber nicht.

[–] Goldholz@lemmy.blahaj.zone 0 points 11 hours ago

Manche können einfach keine Kinder kriegen. Biologisch, Medizinischer eingriff, Sexualitätsbestimmt, gibt viele Gründe. Dafür dann noch härter abgestraft werden ist nicht rechtens

[–] ConstructiveVandalism@piefed.zip 3 points 22 hours ago

Die Abgabenlast ist einfach schon enorm (egal ob mit oder ohne Kind). Die Sozialkassen sind leer und die Boomer fangen gerade erst an in Rente zu gehen. Wo soll das hinführen?