Schon irgendwie absurd: Da wird sich ständig über die Überlastung der Justiz beklagt, diverse Strafverfahren bleiben unbearbeitet und dann braucht man einen Prozess vor einem Landgericht (!), um einem säumigen Kunden zu untersagen, dass er weiter diese Dienstleistung bezieht.
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Die Anwaltskosten könnte er zwar vom Schuldner zurückverlangen, aber der hat ja schon seine Stromrechnung nicht bezahlt. Kosten und Aufwand steigen für alle Beteiligten.
Klingt für mich, als wolle man es für Stromanbieter unattraktiv machen, den Strom abzustellen. Wenn es mehrere hundert (?) Euro kostet, säumige Rechnungen, die gerade so dreistellig sind, einzutreiben, lässt das ein rationaler Stromversorger.
säumige Rechnungen, die gerade so dreistellig sind
Wenn die Rechnungen länger nicht gezahlt werden, werden sie schnell vierstellig. Kann mir aber auch vorstellen, dass sich Stromanbieter jetzt ein bisschen mehr Zeit lassen.
Eh absurd, dass so was grundlegendes wie Strom nach ein paar Monaten abgestellt werden darf. Das erste Mittel der Wahl sollte eigentlich Kontopfändung sein - die Grenzschwellen sind da so niedrig, dass damit bei jedem was zu holen ist der noch einen Job mit >25h/Woche hat.
Und dieser rationale Stromversorger macht dann einfach ... gar nichts? Irgendwann muss der doch etwas unternehmen und früher war der Gang zum Amtsgericht ein gutes Signal an den Kunden: 'Jetzt wird es ernst mit der Abschaltung'. Für das selbe Signal fallen nun für alle Beteiligten extra Kosten an.
Mit dem Inkrafttreten des EnWG am 23. Dezember 2025 hat sich dieser Ablauf geändert.
Noch ein Gesetz, das zum Jahreswechsel geändert wurde, ohne dass den Beteiligten die Auswirkungen klar war. Wie kann das sein?