this post was submitted on 18 Feb 2026
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Der Postillon

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Der Postillon

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[–] sp3ctre@feddit.org 3 points 3 days ago* (last edited 3 days ago) (1 children)

Ich würde es vielleicht etwas vorsichtiger formulieren und sagen:

Soziale Medien sind vielleicht ok, solange sie nicht algorithmusbasiert sind. Sprich, dass man verstärkt vorgesetzt bekommt, was einen möglichst lang bei der Stange hält. Sei es Ragebait, übersexualisierter Content, Gewalt (und in eher seltenen Fällen auch tatsächlich mal was Schönes). Das ist meiner Meinung nach das Ungesündeste daran.

Außerdem hat man natürlich noch die Zentralisierung und die Tatsache, nicht zu wissen was in der Blackbox namens Facebook, Instagram und TikTok tatsächlich abgeht.

Ich gebe dem Fediverse auf jeden Fall noch eine Chance!

[–] IratePirate@feddit.org 1 points 2 days ago (1 children)

Du (und /u/Kornblumenratte, und /u/jamhmgenau) haben völlig recht: Das war zu knapp gesprochen (der Polemik halber), aber auch zu knapp gedacht. Das Problem ergibt sich tatsächlich hauptsächlich aus den Triebfedern Algorithmik und Profitorientierung. Sie sorgen dafür, dass Nutzer nicht Inhalte sehen, die sie wollen, sondern solche, die sie sehen sollen.

Damit sind wir aber wieder beim Altruismusproblem: Für die alten Foren und IRC-Channels hat das vielleicht hingehauen, aber die Anforderungen an Server sind gewachsen. Serverinfrastruktur, die den Austausch und die Medieninhalte von Millionen Menschen ermöglichen, hostest du nicht mal eben über deine Fritzbox vom Wohnzimmer aus (das Fediverse vielleicht ausgenommen; ich bin noch sehr neu hier und nicht hinreichend eingelesen). Wie löst man das also? Staatlich subventionierte oder gar betriebene soziale Medien, analog zu anderen öffentlichen Gütern (Gas, Wasser, Scheiße, Rundfunk)? Und: Will man die damit einhergehende Regulierung?

[–] sp3ctre@feddit.org 1 points 2 days ago

Insgesamt ist es glaube ich etwas, was die Zeit zeigen muss.

Aber Sinn und Zweck des Fediverses ist es ja eben nicht eine zentralisierte Plattform zu bauen sondern im besten Fall hunderte verschiedene Instanzen bereitzustellen. Natürlich kann die Regierung, wenn sie meint, eine Instanz aufsetzen.

Dahingehend wäre natürlich die Frage, ob man es schafft viele User zu gewinnen, die sich in unterschiedlichen Plattformen anmelden. Wenn jeder auf Feddit.org geht, war's das mit der Dezentralisierung.

Bis jetzt kann man festhalten, dass es mit der Finanzierung bei Feddit.org klappt. Und bei Wikipedia finden sich auch viele Spender, die das Projekt am laufen halten, sei es auch durch "Betteln". Ob es auch in Zukunft klappt? Weiß man nicht. Aber man weiß ebenso wenig, dass es nicht klappt.

Spannend wird meiner Meinung nach noch die Regulierung (Alterskontrollen) von Social Media, die gerade scheinbar in aller Munde sind. Auch da hat niemand eine Glaskugel. We'll see.