this post was submitted on 19 Nov 2025
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

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In Deutschland entbrennt eine heftige Auseinandersetzung um die Zukunft des Kündigungsschutzes. Während Wirtschaftsministerin Katherina Reiche eine Reform der bestehenden Regelungen anstrebt, formiert sich entschiedener Widerstand von Gewerkschaften und Sozialverbänden. Arbeitsmarktexpertinnen warnen vor gravierenden Auswirkungen auf Millionen Beschäftigte. Zudem forderte Reiche die Streichung der Lohnfortzahlungen bei Krankheitsfällen.

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[–] jo3rn@discuss.tchncs.de 44 points 3 months ago (2 children)

Wirtschaftsweise Veronika Grimm teilt Reiches Einschätzung, dass der derzeitige rigide Kündigungsschutz verhindere, „dass Arbeitskräfte in ausreichendem Umfang zu produktiveren Unternehmen wechseln“

Endlich mal eine Weise mit Ahnung! Diese produktiven Unternehmen, die ständig bei mir anklopfen, muss ich leider alle wegen des Kündigungsschutzes abblitzen lassen. Jedes Mal eine verpasste Lohnerhöhung.

[–] elvith@feddit.org 17 points 3 months ago (1 children)

Falsch verstanden. Kündigungsschutz heißt, die Unternehmen sollten davor geschützt werden, das du evtl kündigen könntest, wenn du ein besseres Angebot findest!

[–] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 5 points 3 months ago

Die meiszen Cheffs bei denen ich in den letzten 15 Jahren gekündigt habe, wirkten auch immer deutlich angepisst darüber (bis auf einen Fall wo es um massiv veränderte Umstände ging für die die Organisation nichts konnte).

Dummerweise habe ich deutlich den Eindruck, dass in den letzten 35 Jahren die Arbeitsbedingungen auch in der IT in vieler Hinsicht schlechter geworden sind - das war für mich oft ein wesentlicher Faktor für die Kündigung. Und Insofern verlieren u.U. Ironischerweise beide Seiten bei schlechterem Kündigungsschutz. Abgesehen davon dass es sozial toxisch ist und vermutlich die AfD fördert.

[–] squaresinger@lemmy.world 7 points 3 months ago

Ehrlich, jeder Führungsperson die von Effizienz oder Produktivität redet gehört das Maul gestopft.

Wir haben ein halbes Dutzend möglicher Projekte von unseren firmeninternen Kunden für dieses laufende Jahr gehabt. Gewählt wurde ein Megaprojekt, welches unglaublich dämlich und am Markt vorbei war. Wir haben gesagt es wird schlecht bei den (externen) Kunden ankommen, aber es ist so groß dass wir kein weiteres Projekt annehmen können, weil es unsere Kapazitäten sprengt.

Also fangen wir mit dem Projekt an und im August wird Phase 1 zu den Kunden ausgerollt. Die Kunden hassen es und es wird völlig verrupft. Die Geschäftsleitung storniert das Produkt in einer übereiligen Reaktion.

Unsere Abteilungsleitung sagt dann der Geschäftsleitung, jetzt haben wir ja wieder Kapazitäten frei, jetzt können wir ein anderes von den tatsächlich sinnvollen Projekten rein nehmen.

Die Geschäftsleitung blockiert das und sagt, "Ihr habt gesagt ihr könnt nur das eine Projekt machen, also könnt ihr jetzt kein anderes Projekt machen. Wenn ihr zu viel Kapazitäten habt müsst ihr Entwickler entlassen."

Entwickler, die wir ab Jannuar wieder brauchen, wenn wir wieder das nächste Projekt annehmen dürfen.

Und dann kommt ein Rundmail von der Geschäftsleitung, dass wir bitte weniger Home Office machen sollen, weil Home Office der Produktivität und Effizienz schadet.