Ich habe einige Fragen zu meinen Eltern, die 70 Jahre alt sind und derzeit noch selbstständig leben, sowohl selbstständig als auch geistig:
Wenn die Ehefrau nur wenige Sozialversicherungsbeiträge gezahlt hat, erhält sie dann die Rente ihres Mannes, wenn er vor ihr stirbt? Vater war der Hauptverdienner.
Kann ein Sohn oder eine Tochter ihre Eltern an einer bestimmten Anzahl von Tagen pro Jahr pflegen, dabei weiterhin ihr reguläres Gehalt beziehen und nicht entlassen werden? Das wäre für uns möglich. Unmöglich wäre es, unseres ganzes Leben zu ändern nur, um die Eltern ständig zu pflegen.
Gibt es eine gesetzliche Pflicht, die Eltern zu pflegen? Auch, wenn sie inkontinent sind, an Demenz leiden, psysisch krank sind oder alkoholabhängig sind?
Wenn es notwendig wird, einen handlüngsunfähigern älteren Elternteil, Beispiel Demenz, in einem Pflegeheim unterzubringen, zählt die Krankenkasse der Eltern die Kosten? Müssen die Eltern selbst zahlen? Können die Kinder gezwungen werden, für den Aufenthalt ihrer Eltern im Pflegeheim aufzukommen?
Wenn die Eltern alt aber mobil und klar im Kopf sind und die Kinder nicht um sie kümmern können (Beispiele Arbeit, eigene Kinder, Wohnung nicht groß genug, Elternteil macht das Zusammenleben unmöglich), müssen die Kinder dann für das Pflegeheim aufkommen?
Ich habe da eine ganz andere Erfahrung gemacht. Wir haben ein Haus verkauft, eine neue Wohnung ge- und wieder verkauft, Anwälte wegen eines "Rentner fahren auf Dinge"-Vorfalls engagiert und ein menschliches Ende organisieren können, nur aufgrund einer notariellen Vollmacht. Wenn du eine andere Erfahrung gemacht hast tut mir das leid, aber für mich war es ein Segen. Selbst die Banken waren nach Vorlage der Unterlagen (das ist immer vorausgesetzt, man muss auch selber sehr gut organisiert sein) mehr als kooperativ.
Ich glaube, es hätte auch schlimmer sein können bei uns. Es war halt auch ein bisschen Vollmachtception, weil einfach meine Großeltern und meine Muddi in sehr kurzer Zeit gestorben sind. Am Ende war die Vollmachtkette zwar relativ klar und eben hochoffiziell notariell beurkundet, aber das war ggf. den Banken und Ämtern einfach zu wild. Weil ja quasi Vollmachten für die Sachen meiner Großeltern von meiner Mutter dann auf meinen Vater übergegangen sind. Und die alten Erbschaftsfälle waren prozessual alle quasi noch gar nicht abgeschlossen etc.pp.
Anyway: wäre ohne die Vorbereitung vermutlich nur schlimmer gewesen, so war es immerhin nur nervig.