paperblue

joined 4 months ago
 

Ich bin krankgeschrieben und brauche Physiotherapie. Nachdem ich mehrere Therapeuten angerufen habe, bietet mir der erste, der mich aufnehmen kann, Termine in 10 Tagen an, was bedeutet, dass ich meine Krankschreibung verlängern muss.

Ich fühle mich komisch wegen dieser unerwarteten Auszeit. Kann mein Arbeitgeber mir das übel nehmen? Kann man mich dazu verpflichten, so lange weiterzusuchen, bis ich diese Woche einen Termin bekomme? Ist es normal, so lange warten müssen? Auf keinen Fall kann ich arbeiten.

 

Ich habe einige Fragen zu meinen Eltern, die 70 Jahre alt sind und derzeit noch selbstständig leben, sowohl selbstständig als auch geistig:

Wenn die Ehefrau nur wenige Sozialversicherungsbeiträge gezahlt hat, erhält sie dann die Rente ihres Mannes, wenn er vor ihr stirbt? Vater war der Hauptverdienner.

Kann ein Sohn oder eine Tochter ihre Eltern an einer bestimmten Anzahl von Tagen pro Jahr pflegen, dabei weiterhin ihr reguläres Gehalt beziehen und nicht entlassen werden? Das wäre für uns möglich. Unmöglich wäre es, unseres ganzes Leben zu ändern nur, um die Eltern ständig zu pflegen.

Gibt es eine gesetzliche Pflicht, die Eltern zu pflegen? Auch, wenn sie inkontinent sind, an Demenz leiden, psysisch krank sind oder alkoholabhängig sind?

Wenn es notwendig wird, einen handlüngsunfähigern älteren Elternteil, Beispiel Demenz, in einem Pflegeheim unterzubringen, zählt die Krankenkasse der Eltern die Kosten? Müssen die Eltern selbst zahlen? Können die Kinder gezwungen werden, für den Aufenthalt ihrer Eltern im Pflegeheim aufzukommen?

Wenn die Eltern alt aber mobil und klar im Kopf sind und die Kinder nicht um sie kümmern können (Beispiele Arbeit, eigene Kinder, Wohnung nicht groß genug, Elternteil macht das Zusammenleben unmöglich), müssen die Kinder dann für das Pflegeheim aufkommen?

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aaa (feddit.org)
submitted 4 months ago* (last edited 1 month ago) by paperblue@feddit.org to c/dach@feddit.org
 

Ich bin Pflegefachkraft mit drei Jahren Erfahrung auf verschiedenen Stationen, darunter Intensivstation, Notaufnahme, Kardiologie, Unfallchirurgie, Nephrologie, Urologie, Viszeralchirurgie und eine Isolierstation für Patienten mit seltenen Krankheiten.

Es ist überall derselbe Mist: Bei Vorstellungsgesprächen behaupten die Vorgesetzten immer, wie toll es ist, dort zu arbeiten, wie erfüllt die Mitarbeiter sind und dass sie bereit sind, dir beizubringen, eine bessere Pflegekraft zu werden. Ich glaube ihnen.

Meine Kollegen geben sich zunächst freundlich, aber sobald die Vorgesetzten nicht mehr dabei sind, machen sie eine Kehrtwende und zeigen ihr wahres Gesicht: Vergiss das Lernen, Auffälligkeitenerkennung oder Fragen zu Abläufen oder Medikamenten – sie wollen rauchen, tratschen, nutzen dich als billige Arbeitskraft für die Aufgaben, die sie nicht erledigen wollen, beschweren sich dann, dass du kein Teamplayer bist, wenn du Grenzen setzt (manche erwarteten von mir, dass ich der ganzen Station Essen serviere, während sie sich unterhielten, andere erwarten, dass ich alleine alle Mülleimer der Station entleere, während sie rauchen), und schreien dich an, sind beleidigt, wenn ich vor ihnen mit der Arbeit beginne. Dann stelle ich die Tyrannen zur Rede und, wenn es nichts sich ändert, suche mir was neues oder werde eingeladen, woanders zu arbeiten. Einmal war ich wegen Mobbing langzeit krank.

Dann ist da noch die Überstundenfrage: Ich bin eine der wenigen, die die Umkleidezeit als Arbeitszeit rechnet, während die Mehrheit meine anderen Kollegen 30 Minuten früher am Arbeitsplatz erscheinen und bereits vollständig angezogen und 10 Minuten vor Dienstbeginn einsatzbereit sind. Für sie und das Management komme ich zu spät. Für meine Gewerkschaft bin ich pünktlich, aber weil ich so klare Grenzen setze, bin ich für die Station das Arschloch. Bei meinen früheren Vorstellungsgesprächen habe ich das nie erwähnt, aber beim letzten Mal habe ich es getan, und sie haben ziemlich schnell das Thema gewechselt und gesagt, dass ich nicht gut ins Team passen würde. Es ist, als würde jede Abteilung, in der ich arbeite, von mir erwarten, dass ich ohne Widerrede unbezahlte Überstunden mache.

Ich habe das stark vereinfacht, weil ich keinen Aufsatz schreiben will.

Die Intensivstation war die einzige Station, in der das nicht passierte, aber die Intensivstation ist nichts für mich, zu viel Überlastung.

Ich lerne gerne dazu, es gibt so viel Stoff, dass ich nicht weiß und erkläre den Patienten gerne Dinge. Ich kann mich in der Lage sehen, den Patienten zu erklären, was nach einem Eingriff passiert, welche Hilfsangebote sie nutzen können, wie der menschliche Körper funktioniert, was Biomarker bedeuten …, Sachen, die ich schon unofiziell und unanerkannt mache.

Die Krankenpflege ist derzeit ein Job, den ich nicht bis zu meiner Rente ausüben möchte, schon gar nicht am Krankenbett. Vor Monaten habe ich mich intern auf eine Stelle als Case Manager beworben, aber alle Führungskräfte kennen sich untereinander und haben mich effektiv blockiert. Ich möchte wegen des Arbeitswegs nicht in ein anderes Krankenhaus wechseln.

Wenn auf der Station nicht viel zu tun ist, lerne ich. Das hilft mir, damit zurechtzukommen.

Was soll ich also tun?

Ich bin zu blöd, um Medizin zu absolvieren.