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Es ist noch ein bisschen mehr als nur die komplizierten Anträge. Ja, der Antrag ist etwa so kompliziert wie eine Steuererklärung, aber für jemanden der studieren will ist das nicht unmöglich.
Der Knackpunkt liegt dabei wie man da im Amt behandelt wird. Keine Unterstützung, Wut bei Fehlern, sprechen mit einem als wollte man ihr privates Geld, behandeln einen wie einen Harz arbeitslosen und die regeln sind alles andere als durchsichtig oder sogar nur sauber aufgeschrieben.
Dazu kommt dass man jedes Semester nie weiß ob man es wieder kriegt und oft erst nach dem halben Semester das Geld kommt oder die Forderung es zurück zu zahlen. Kompliziert kann es auch noch mit dem Einkommen der Eltern sein und wenn es sich nicht um die erste Ausbildung handelt oder man den Studiengang wechselt.
Ich persönlich habe nach dem vierten Semester plötzlich kein BAföG mehr bekommen weil die Interpretation der uni war: kann weiter Studieren bei dem Fortschritt, einer in der Fakultät aber die regeln so interpretiert hat dass man 5 Punkte mehr haben müsste um die Bescheinigung fürs BAföG zu bekommen. Warum? Die regeln erlauben das auszulegen wie er das will und ich kann mir ja eh keinen Anwalt leisten und im BAföG Amt bekommt man sicher keine Hilfe. Und das war nachdem ich schon 3 Monate Kein Geld bekommen hatte.
Und das Geld reicht dann oft kaum zum leben. Ich habe dann schnell einen job an der uni angenommen und einen Tag die Woche gearbeitet und das Geld war so deutlich einfacher aufzutreiben ohne den ganzen ärger und Unsicherheit. Ein Schelm der böses dabei denkt...
Nicht pauschal für alle. Das ist auch nicht mit der Studierfähigkeit gleichzusetzen.
Sagen wir mal so: wenn das ausfüllen eines komplexen Formulares schon zu viel ist, wirst du an der uni mehr als ein Problem haben.
Sagen wir es mal so: ignorant gegenüber der Vielschichtigkeit von Menschen deren Einschränkungen und Problemen zu sein, lässt dich nur ableistisch wirken.
Aber gut, drücken wir bei dir mal ein Auge zu aufgrund möglicherweise mangelnder Lebenserfahrung.
Es gibt viele Leute, die relativ problemlos studieren können, die dann aber bei Formularen, Anträgen u.ä. verzweifeln.
Naja für solche gibt es das behinderten Referat an der uni. Wie viel Lebenserfahrung braucht man denn deiner Meinung nach? 10 Jahre an der uni ist nicht genug? Die uni fängt an mit einem großen Anmeldeformular. Und ein Studium ist per Definition nicht was für jeden.
Gesprochen wie jemand der echt keine Ahnung hat. 10 Jahre wohl in völliger Ignoranz gelebt. Naja, schön für dich, dass du vom Leben so verschont geblieben bist.
Behindertenreferat kann dir auch nur begrenzt helfen. Und an weitere Hilfen muss man erstmal kommen, was sich ahnungslose Menschen viel romantischer vorstellen, als es ist. Nicht ohne Grund wird Menschen mit Behinderung geraten eine gute Rechtsschutzversicherung abzuschließen, um sich die Dinge einzuklagen. Kann halt nur auch nicht jeder machen, allein finanziell schon.
In welcher Definition steht denn, dass das nicht für jeden was ist?
Solange man lernfähig ist und ein bisschen Disziplin aufbringen kann, solange kann man auch studieren.
Hier ein paar Beispiele, warum jemand problemlos studieren kann, aber trotzdem massive Schwierigkeiten mit einem BAföG-Antrag oder anderen komplexen Verwaltungsverfahren haben kann:
Depressionen: Die vorhandene Energie reicht gerade so aus, um Vorlesungen zu besuchen, Prüfungen zu bestehen und den Alltag irgendwie zu bewältigen. Ein mehrseitiger Antrag mit Fristen, Nachweisen und dem Einholen verschiedenster Dokumente kann dann schlicht die Kapazitäten übersteigen, weil es eine andere Art von Anforderungen stellt.
ADHS: Das eigentliche Studium funktioniert oft gut, weil Interesse und Struktur durch Lehrveranstaltungen vorhanden sind. Verwaltungsaufgaben dagegen erfordern Selbstorganisation, Priorisierung, das Zusammenstellen vieler Unterlagen und das Einhalten von Fristen. Das sind typische Problembereiche bei ADHS.
Autismus: Viele Autisten haben keinerlei Probleme mit anspruchsvollen Studieninhalten, aber Schwierigkeiten mit unklar formulierten Formularen, Bürokratendeutsch, Telefonaten mit Behörden oder dem Abschätzen, welche Unterlagen erwartet werden. Der bürokratische Prozess selbst ist die Hürde, nicht die intellektuelle Leistung.
Legasthenie: Jemand kann ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium erfolgreich absolvieren und dennoch erhebliche Schwierigkeiten mit langen, kompliziert formulierten Behördentexten oder umfangreichen Formularen haben.
Angststörungen: Schon der Gedanke, bei einer Behörde anzurufen oder nachzufragen, kann starke Ängste auslösen. Werden Unterlagen nachgefordert oder ein Bescheid ist unverständlich, bleibt der Antrag dann oft liegen, obwohl die Person fachlich problemlos studieren kann.
Chronische Erkrankungen oder Fatigue: Die begrenzte Energie wird für Studium, Arzttermine und Alltag benötigt. Zusätzliche Bürokratie ist dann gerne ein Punkt, an dem gewaltige Kraftanstrengungen nötig sind. Entweder bleibt dann das eine liegen oder das andere.
Exekutive Funktionsstörungen allgemein: Einen Antrag auszufüllen bedeutet häufig nicht nur ein Formular auszufüllen, sondern Informationen zu recherchieren, Nachweise anzufordern, Fristen zu überwachen, Rückfragen zu beantworten und fehlende Dokumente nachzureichen. Genau diese Planung und Koordination kann erheblich beeinträchtigt sein, obwohl die eigentliche Studienleistung kein Problem darstellt.
Studierfähigkeit bedeutet in erster Linie, dass jemand die fachlichen und kognitiven Anforderungen eines Studiums bewältigen kann. Ein BAföG-Antrag verlangt dagegen etwas völlig anderes: Organisation, Bürokratieverständnis, Kommunikation mit Behörden, Fristenmanagement und oft einen seeehr langen Atem. Das sind unterschiedliche Fähigkeiten. Aus dem einen folgt nicht automatisch das andere. Wer das gleichsetzt, verwechselt akademische Leistungsfähigkeit mit Verwaltungskompetenz.
Lmao, hörst du dich selbst? Ein Studium ohne Organisation? Du bist da nicht in der Schule. m)
Du hast offensichtlich nichts verstanden.
Da mir die Antwort von Zacryon zu diplomatisch war:
Was bist du denn für'n Vogel? Raff dich erstmal und denk noch mal ganz doll drüber nach, was dir vorher ausführlich erklärt wurde. Wenn du den Zusammenhang nicht siehst, bist du entweder ein empathieloses Arschloch oder ein ignoranter Tölpel.
Keine Ahnung was er geschrieben hat, ist längst auf meiner Blockliste. Ich nehme an er hat sich fein rein gesteigert so wie du es tun wirst. Da bist du dann auch wohl gelandet.
Steuererklärungen sind für Arbeitnehmer ziemlich einfach ...
Ja, Steuerklasse I, einen Job, sonst nichts? Einfach.
Verheiratet, Kind(er) in der Ehe, Patchwork mit ggf. Kindern aus früheren Verbindungen (ehelich, unehelich), man pflegt Angehörige, Jobwechsel mit Abfindung, tlw. Elterngeld in dem Jahr, absetzbares Büro für Homeoffice, parallel läuft noch ein random Erbschaftsfall, und das FA kommt seit Jahren nicht aus dem Quark?
Der scheiß kann auch für Arbeitnehmer kompliziert werden.
Hm, fair. Aber die meisten Studenten sind halt auch ledig ohne Kinder ...
Das wollte ich sagen. Das ist nicht sonderlich schwierig, man muss sich nur damit befassen.
Mal abgesehen davon dass man auch Bürgergeldempfänger wie Menschen behandeln sollte, zeigt diese Formulierung, dass Du Teil des Problems bist.
Das sollte heißen genau so schlecht wie sie einen arbeitslosen behandeln würden.
Ja, ich habe das schon verstanden.
ja sau kompliziert sowas... also wer studieren will und das nicht schafft..........