Sagen wir mal so: der alte NutriScore hatte zu massiven Fehleinschätzungen geführt. Ein hochverarbeitetes Lebensmittel wie Weizentoast als "A" einzustufen ist einfach falsch, egal wie viel Ackerbohne sie in das "Brot" reinmischen, um es schön zu rechnen.
Der neue Score fixt nur die Fehler und Lücken, die der Industrie weitreichenden Missbrauch ermöglicht hat. Nun kommt er der Funktion, schlechte Lebensmittel als solche zu brandmarken, näher.
Solange die Industrie den NutriScore freiwillig eingesetzt hat, war das nur, weil sie damit Nahrungs-Schrott "gesund" rechnen konnten. Wo das jetzt nicht mehr geht, wäre es um so nötiger, den NutriScore gesetzlich verpflichtend zu machen.
Zusätzlich wäre es notwendig, für als schlecht bewertete Lebensmittel ein Werbeverbot auszusprechen: für alles mit "E" generell, und in Bereichen, wo Kinder angesprochen werden, auch für solche mit "D".