Natürlich hat sich der Score verschlechtert, ohne dass sich das Rezept geändert hat. Weizentoast hatte ein A, weil sie Lücken des Systems ausgenutzt haben, nicht weil das Zeugs auch nur annähernd gesund wäre. Ich weiß nicht, was diese Syntho-Food jetzt hat, aber alles besser als G wäre gelogen. Und ja, ich weiß, dass die Skala nur bis E geht...
Lebensmittel
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Das Problem: die direkte Konkurrenz zu den Handwerksbäckern. Die nämlich müssen anders als die Hersteller von abgepacktem Brot ihren Salzgehalt nicht kennzeichnen.
Ach kommt schon. Das ist doch wohl kaum ein fairer Vergleich. Abgepacktes Brot erfüllt völlig andere Ansprüche und Bedürfnisse als Brot von Handwerksbäckern. Letzteres ist auch oft teurer, oder nicht? Brot, frisch vom Bäcker, schmeckt mir immer besser als abgepacktes Brot. Trotzdem kaufe ich aus bequemlichkeit (und aus Geldgründen) eher abgepacktes Brot. Ich geh da nicht her und sage "ohhhhh die 0,7% mehr Salz haben mir sooo viel besser geschmeckt, deswegen kaufe ich jetzt nur noch vom Handwerksbäcker!" Es schmeckt alleon schon aufgrund der frischen Zubereitung sehr viel besser. Aber das steht mMn nicht in Konkurrenz, sondern existiert parallel und erfüllt andere Bedürfnisse.
Dieses Mimimi ist für mich grad ungefähr auf dem Level als würden sich Hersteller von TK Pizzen über Pizzerien als Konkurrenz beschweren.
Wie soll ich dem Verbraucher erklären, dass das Produkt, das er am 31.12. mit einem grünen A gekauft hätte, am 1.1. ein C ist?“, argumentiert Kleiner. Das könne man als Unternehmen nicht kommunizieren, bei Verbrauchern sorge das für Unverständnis.
Junge, ihr habt die gesamte Brotverpackung Platz dafür das zu erklären. So erreicht das auch Kunden, die jenseits der üblichen Kommunikationskanäle leben.
"Der Konsument ordnet Backware erst mal als gesund ein.“ Eine Lebensmittelampel, die nicht grün sei, wirke deshalb abschreckend.
"Der Konsument" ist aber auch gerne mal dumm wie Brot, weshalb Dinge wie eine Lebensmittelampel hilfreich sind.
Am Ende habe man sich deshalb entschieden, die Kennzeichnung stattdessen zu streichen.
Jo, also: von einem A auf ein C abzurutschenkönnte komisch wirken und das kann man angeblich nicht erklären. Aber die Kennzeichnung komplett zu entfernen fällt natürlich gar nicht auf und das kann man "dem Konsument" erklären?
Viele Kunden seien nicht bereit, für Bio einen Aufpreis zu bezahlen.
Jupp, weil hier von der Politik auch wieder die falschen Anreize gesetzt werden. Aber das nur am Rande.
Ich fasse zusammen: "Mimimi, unser Brot erfüllt nicht mehr die neuen wissenschaftlichen Ernährungsrichtlinien, weshalb wir nicht mehr A sind. Deswegen nehmen wir die Ampel jetzt komplett raus, um unsere Kunden besser verarschen zu können, weil wir weder gewillt sind, noch schlau genug, um das unseren Kunden besser zu verklickern."
als ob irgendwer verstehen würde wo dieser wert herkommt...
was ich bisher verstanden habe, ist dass die ampel die einteilung innerhalb eine warenkategorie darstellt, aber solange man niemandem sagt, welche das ist, und was da alles dazugehört ist das maximal nutzlos...
ich habe gummibärchen mit nutriscore B gesehen, und vollkornbrot mit E, das kann doch niemand brauchen den scheiss
Das mit den Warengruppen ist auch Blödsinn. Der Score war immer nur dazu gedacht, dass man Substitute vergleicht und die dann auch gleichförmig getestet sind.
Also nicht "Soll ich Vollkornbrot oder Gummibärchen kaufen?" sondern "Welche dieser 200 Cornflakes soll ich kaufen?"
Und dafür habe ich das auch schon genutzt. Definitiv einfacher, als die Inhaltsangaben genau studieren.
Es gibt keine/kaum Warengruppen bei nutriscore, nur General foods', 'Red meat', 'Cheese', 'Fats/oils/nuts/seeds' or 'Drinks (including milk and plant drinks)'. Die Gummibärchen waren also nach der Nährstofftabelle+modifiers besser als das vollkornbrot Edit: auf wikipedia gibts die Formel, finde das jetzt eigentlich nicht so kompliziert. Passt nicht immer, aber dennoch sinnvoll
Wäre halt deutlich einfacher zu verstehen, wenn man diese Kategorien direkt aufdrucken würde. Und je genereller die Gruppen sind, desto nutzloser ist der Score.
Nein, bei den Warengruppen geht es nur um die "internen" Testverfahren. Für den Kunden soll der Nutriscore nicht die Frage beantworten "Soll ich Karotten oder Kekse kaufen?" Das wäre ja auch Blödsinn. Er soll die Frage beantworten "Soll ich diese oder diese Cornflakes kaufen?"
Die Warengruppen sind exakt dafür geschaffen, dass innerhalb einer Kategorie genug Gefälle entsteht. Wenn alle Öle stumpf einfach nur E sind, weil sie halt bspw. Fett enthalten, wäre das keine Hilfe. Wenn aber bspw. das Walnussöl ein B bekommt, das Rapsöl aber ein E, dann hilft mir das ggf. bei der Auswahl des Öls. Ich kann halt Öl nicht mit Tofu ersetzen, nur weil Letzteres ein A hat.
Das funktioniert halt bei Öl, weil die Warengruppe recht eng eingegrenzt ist, aber bei "General Foods" wird das schnell recht schwer vergleichbar mMn.
Innerhalb einer Produktgruppe funktioniert es aber: Cornflakes zum Beispiel. Da gibt es welche mit B und viele mit D oder E. Das ist eine Hilfe. Die Ampel soll ja gar nicht Cornflakes mit Vollkornbrot vergleichen. Sie soll Brote mit Broten vergleichen und Cornflakes mit Cornflakes. Fette haben z.B. ihre eigene Kategorie, weil wenn man sie nach den General Food Guidelines bewerten würde, hätten sie einfach alle E. So haben sie unterschiedliche Bewertungen, aber nicht, damit man sich denkt "Oh, dieses Öl hat ein B, also muss es besser sein als diese Tofuwürstchen mit C. Deshalb trinke ich jetzt einen Liter Öl, statt mir die Tofuwürstchen zu braten". Nein, das Öl hat ein B, weil es "besser" ist als das andere Öl mit E.
Dann gäbe es ja Chips mit A, fände das ehrlich gesagt verwirrender.
Es gibt andere Ampel, z.b. in UK die einfach die einzelnen Dimensionen der Nährwerttabelle visualisieren 
Sicher ne empirische Frage was besser funktioniert
Ich würde halt z.B. alle Snacks (Chips, Flips, Salzstangen usw.) in eine Gruppe packen und dann halt sagen, der beste mögliche Wert in dieser Gruppe ist vllt. C. So oder so, es muss klar sein, auf welchen Regeln der Score funktioniert und was die Vergleichsgruppe ist, und das ist halt aktuell überhaupt nicht der Fall.
In Chile gibt's einfach 4 verschiedene Warnhinweise:
Viel Zucker, viele Kalorien, viele gesättigte Fettsäuren, viel Salz


Soweit ich weiß, ist der Nutri-Score nicht einfach nur ein Vergleich von ähnlichen Produkten. Ich hatte das auch mal so verstanden, aber es stimmt offenbar schlicht nicht (mehr).
Ich lese "Familienunternehmen", ich unterstelle "manipulativ"
Finde ich schon schwierig, den Herstellern abgepackter Lebensmittel immer strengere Regeln aufzubürden, auf die die Kunden auch eher keine Lust haben, aber gleichzeitig Bäckereien freie Hand zu lassen.
Und der Nutri-Score ist größtenteils eh Quatsch.
Danke N€stlé für den Lobbyismus, und dass der Score deswegen so scheiẞe ist...
Der Score ist gar nicht so scheiße. Er wird nur falsch verstanden. Es geht nicht darum, herauszufinden, ob Pizza besser ist als Gummibärchen. Es geht darum, ob man lieber diese oder jene Tiefkühlpizza kaufen sollte. Wenn ich Bock auf Tiefkühlpizza habe, hilft es mir ja nicht weiter, herauszufinden, dass Karotten besser wären.
Ich weiß, aber trotzdem mmn sinnlos. Lieber Zuckersteuer
Ja, würde ich auch nehmen.
Ich verstehs nicht. Mir bringt das wirklich was beim Einkauf. Wenn ich zweimal Käse oder zwei Fischstäbchenpackungen mit unterschiedlichen Werten sehe nehme ich die mit den besseren. Ist doch eigentlich superpraktisch.
Der war freiwillig? Wer druckt sich denn den Unsinn freiwillig aufs Produkt, besonders wenn der Score schlecht ist?
Die Großbäckereien verpflichteten sich deshalb freiwillig dazu, den Salzgehalt bis Ende vergangenen Jahres in verpacktem Brot auf durchschnittlich 1,1 Prozent zu reduzieren.
Also eigentlich hat sich die Rezeptur schon verändert, aber sie ist sogar gesünder geworden?
Penny z.Bsp. hat es auf allen Produkten der Eigenmarke. Ist gut für Marketing.
Ich glaube, wenn ein Hersteller den Nutriscore auf ein Produkt drucken will, muss er das auch auf alle anderen tun. Also einfaches Cherry Picking geht nicht