this post was submitted on 22 Feb 2026
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Finanzen
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Wir leben dörflich in einem geerbten Haus. Es ist viel zu groß für uns. Wie sollen wir das Haus "auf dem Laufenden halten", wenn wir mal alt sind? Was ich auch beobachte ist, dass nicht wenige Häuser in meiner Umgebung leer stehen und / oder verfallen. Der/die Besitzer(in) ist verstorben und die Kinder wollen das Haus nicht.
Umbauen zu zwei Wohneinheiten geht nicht? Meine Tante hat ihr zu großes Haus aufgeteilt und die obere Einheit als Ferienwohnung vermietet.
Aus baulichen Gründen gehen zwei Wohneinheiten nicht. Das Dorf und die Umgebung sind außerdem für Feriengäste nicht so attraktiv. UND außerdem verschandelt jetzt eine hässliche Hochstraße aus Beton, Umgehung für 51 Mio Euro genehmigt vom damaligen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, die ehemals schöne Aussicht aufs Feld und angrenzendem Wald. Ein Tiny-Haus find ich ja toll. Mal schauen. 🙂
Schade, dass es baulich nicht geht. Neben Feriengästen ist so etwas oft auch für Zeitarbeiter interessant.
Tinyhouse finde ich immer etwas schwarz/weiß. Das eine viel zu groß, das andere viel zu klein. Drei Tinyhouses in U-Form könnte ich mir schon eher vorstellen. Oder ein Nurdachhaus?! Eine Verwandte wohnt als Pärchen in einem. Denen passt das perfekt.
Finde Tiny aber so schnuckelig. Ein Naturdachhaus kenne ich gar nicht. Klingt interessant.
Innen sind die Nurdachhäuser auch schnuckelig. Man hat ca 2-3x so viel Platz wie im Tinyhouse. Bei uns sind sie in wenigen Feriengebieten am Waldrand. Oft gibt es sie auch an der Ostsee, an der Lüneburger Heide, oder um Seen. Wo meine Verwandte wohnt, haben fast alle ihren Hauptsitz im Nurdachhaus - kaum einer vermietet es dort im Wald als Ferienwohnung. Ideal für Leute, die eher ihre Ruhe haben wollen.
So ein Haus muss halt auch dort stehen, wo die Arbeitsplätze sind - es ist ja nicht so, dass die Leute unbedingt alle in Großstädten wohnen wollen, aber viele Arten von Arbeitsplätzen gibt es auf dem Land einfach nicht.
und das hat auch seinen guten Grund, nämlich bessere Infrastruktur in der Stadt.
Wichtig zu betonen: Infrastruktur bedeutet hier nicht klassisch das, was man so unter Infrastruktur versteht wie Straßen, Brücken, Wasser, Strom. Das gibt es auch auf dem letzten Dorf. Die hier gemeinte Infrastruktur sind halt gut ausgebildete Arbeitnehmer und die gibt es in den nötigen Mengen eben nicht auf dem abgelegenen Dorf. Gründest du da deine hippe Marketingagentur, findest du halt nicht die richtigen hippen Mitarbeiter.
Ja und was ich auch meinte ist die wunderbare Eigenschaft der Stadt, dass alles nahe beieinander ist. Das geht auf dem Land nämlich geographisch bedingt nicht. Und das bedeutet dann natürlich auch, dass du talentierte Menschen auf einem Fleck hast
Ja. Wohnungen sind allerdings auch Infrastruktur, und daran hapert es in den letzten Jahren ein wenig ...
Du sagst es. Das kommt noch hinzu.