this post was submitted on 01 Feb 2026
51 points (98.1% liked)

DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

4832 readers
396 users here now

Das Sammelbecken auf feddit.org für alle Deutschsprechenden aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und die zwei Belgier. Außerdem natürlich alle anderen deutschprechenden Länderteile der Welt.

Für länderspezifische Themen könnt ihr euch in folgenden Communities austauschen:

___

Zusätzliche Regeln aus „Lessons learned":

___

Einsteigertipps für Neue gibt es hier.
___

Eine ausführliche Sidebar mit den Serverregeln usw. findet ihr auf der Startseite von feddit.org

___

founded 2 years ago
MODERATORS
you are viewing a single comment's thread
view the rest of the comments
[–] rolandwallner@feddit.org 2 points 3 days ago (2 children)

Die EU setzt mit dem digitalen Euro 2029 nicht auf ‚zu spät‘, sondern auf strategische Stabilität – aus drei Gründen:

  1. Sicherheit vor Geschwindigkeit:

    • China testet den e-CNY seit 2020 – aber nur als Inlandstool (260 Mio. Nutzer, aber kein globaler Standard).
    • Die EZB priorisiert Rechtsrahmen (MiCA, Datenschutz) und technische Resilienz (Offline-Zahlungen, Cybersecurity). Hektik führt zu Fehlern (vgl. Nigeria: e-Naira-Nutzung unter 0,5 % nach 2 Jahren).
  2. Währungssouveränität:

    • Stablecoins (USDC/Tether) sind USD-abhängig – der digitale Euro sichert die Autonomie des Euroraums (20 % globale Reserven).
    • Beispiel: Im Ukraine-Krieg nutzten Europäer US-Stablecoins, weil es keine europäische Alternative gab. Das schwächt den Euro.
  3. Pragmatische Testphase:

    • 2027–2029: EU-interne Tests mit Großhandel/Banken (Target2-System) – kein Verbraucherrisiko.
    • Ab 2030: Bilaterale Sandboxes mit Schweiz/UK (stabile Partner, ähnliche Regulierung).
    • Vergleich: Die Schweizer SNB testet seit 2021 mit ‚Project Helvetia‘ – aber ohne Massenrollout.

Fazit: 2029 ist kein Verspätung, sondern Balanceakt zwischen Innovation und Stabilität. Wer ‚zu spät‘ kritisiert, ignoriert, dass USA keine CBDC planen (Fed: ‚Kein Digital Dollar‘) und Stablecoins keine Zentralbank-Alternative sind.

[–] thesdev@feddit.org 3 points 3 days ago* (last edited 3 days ago) (1 children)

Frage: Wurde deine Antwort mit KI geschrieben?

[–] rolandwallner@feddit.org 1 points 3 days ago

Ja. Die Passage war eine KI‑Zusammenfassung (Mistral) nach längerer "Diskussion", die ich so übernommen habe.

Zur Sache: Ob und wann es einen digitalen Euro gibt, hängt am EU-Gesetzgebungsprozess; die EZB entscheidet erst danach über eine Ausgabe.

Und zum internationalen Vergleich: China wird oft als Referenz genannt, weil dort eine staatliche Digitalwährung (e‑CNY) in großem Stil erprobt wird. Das setzt die EU politisch unter Druck, sagt aber allein noch nichts über „zu spät“ vs. „sicher und robust“ aus. In den USA ist die Lage eher umgekehrt: Die Fed hat bisher keine Entscheidung für eine CBDC getroffen und betont öffentlich, dass sie ohne klare Unterstützung von Regierung und Kongress nicht vorpreschen würde.

[–] luciferofastora@feddit.org 1 points 3 days ago

Du hast Recht, dass das absolut sinnvoll ist, das ordentlich und sorgfältig zu machen. Ich fürchte bloß, dass wir die Konsequenzen der Abhängigkeit noch vorher deutlich zu spüren bekommen werden.