this post was submitted on 25 Jan 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Die insuläre kleinst Familie (ob jetzt mit oder ohne Kinder) ist aber ein relativ neues Konzept das eigentlich erst so richtig in den 1960er Jahren aufgekommen ist.
Das "biologische" Argument ist ebenfalls wenig stichhaltig da Menschen die überwiegende Zeit ihrer Existenz in Kleingruppen von ca. 30 Personen verbracht haben und es nach meinem Wissen wenig bis keine festen Paarbeziehungen über die direkte Notwenigkeit der Säuglingsversorgung hinaus gab. Wenn wir Papageien wären würdest du vielleicht recht haben 😅
Es geht doch um Beziehungen. Egal, ob die in größere oder kleinere Gruppen eingebunden sind. Auch mit einer Kleingruppe von 30 Personen wird das Individuum nach einer Beziehung suchen, auch wenn eine solche Gruppe erstmal besser auffängt.
Auch heute ist es nicht die Regel, dass sich ein Paar abkapselt und nicht in Freundes- und Bekanntenkreise eingebunden ist. Aber die sind eben kein 1:1 Ersatz für Beziehungen.
Ich habe ja angemerkt, dass wir über Zeugung und Kinderversorgung hinaus Beziehungen entwickelt haben. Aber willst Du als Kritik an den Ergebnissen der Studie jetzt wirklich argumentieren, dass wir nichts weiter zum Glücklichsein brauchen, als eine Gruppe von Neandertalern damals hatte?
Nein, mein Argument ist anders. Die Verengung auf Paarbeziehungen in unserer Gesellschaft führt dazu das Menschen die dies nicht unbedingt als so wichtig erachten (scheinbar eine wachsende Gruppe) ausgeschlossen werden und vereinsamen.
Klar gibt es Paare die sich abkapseln, aber das eigentliche Problem ist das man als Single zunehmend ausgeschlossen wird wenn alle Freunde in festen Paarbeziehungen sind (und Kinder beschleunigen das noch mal massiv). Gleichzeitig sind alle Orte wo Singles unter sich sind quasi implizit Partnerschaftssuchveranstaltungen, und die die einen Partner dort gefunden haben sind dann oft schnell weg.