this post was submitted on 26 Dec 2025
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Kann nur ebenfalls jedem Empfehlen sich testen zu lassen den das auch nur teilweise anspricht. Insbesondere wenn ein Leidensdruck besteht, weil man immer wieder Termine nicht auf die Reihe bekommt oder Rechnungen vergisst usw. Und insbesondere wenn man anfängt sich mit Urteilen anderer wie "faul" und "Versager" zu identifizieren, oder auch, weil das wird im Artikel nicht erwähnt, unter Dogensucht leidet, weil ADHS Menschen deutlich stärker dazu tendieren als Neurotypische.
Bei mir wurde es damals schon in der Kindheit diagnostiziert, aber später als ich vom Kinderarzt zum Hausarzt gewechselt bin hat dieser die Behandlung einfach eingestellt. Darauf folgte dann ein permanentes Auf und Ab, wo ich immer wenn mich etwas interessierte, Spitzenleistungen brachte und wenn nicht, komplett und monumental versagte. Irgendwie habe ich mich immer durchgewurschtelt, aber der Stress war gigantisch jedes Mal wenn ich wieder vor so einer Hürde stand.
Vor zwei Jahren habe ich mich dann wieder um eine neue Diagnose bemüht und ein Medikament und Ergotherapie verschrieben bekommen, was beides zusammen meine Lebenssituation gravierend verbessert hat. Das Medikament (Methylphenidat AL, der Wirkstoff in Ritalin, aber anderer Freisetzung) wird immer verpönt und wirkt auch bei jedem ein bisschen anders, aber ich fühle mich damit nicht anders, ich merke es hauptsächlich dadurch, dass wenn ich es nicht nehme die Symptome (Unlust, Hibbeligkeit, Langeweile) zurückkommen. Das alleine war schon so unglaublich wertvoll zu wissen, dass diese Dinge ein Teil meiner Hirnchemie, und keine Charakterschwächen sind. Selbst wenn ich das Medikament mal nicht nehme (ist ohne Probleme möglich diese Medikamente on-demand zu nehmen, man ist nicht "eingestellt" wie bei anderen Psychopharmaka) kann ich jetzt besser mit mir umgehen.
das war die ersten wochen heftig, dass man es nicht so "merkt" und nur is retrospektive feststellt: "ach, krass, das hab ich ja viel besser gemacht als sonst". daher war das impostersyndrom heftig. aber jetzt muss ich sagen, dass es wirklich eine sehr positiven einfluss auf mein leben hat. gerade da ich vor 3 jahren papa wurde, hat mich das sehr unterstützt.