this post was submitted on 19 Aug 2025
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Deutschland

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Zwei volle Tage ohne Vorerfahrung in einer Großstadt in NRW. Ein Vorort und ein Brennpunkt mitten in der Stadt.

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[–] Teppichbrand@feddit.org 13 points 6 months ago* (last edited 6 months ago) (1 children)
  • Mit der Ampel ist meine Hoffnung geplatzt, dass wir die Bevölkerung von der Dringlichkeit der Klimakrise überzeugt bekommen. Die Grünen sind damit (leider) gescheitert, die meisten Menschen interessiert das einfach nicht, solange ihr Haus noch nicht in Flammen steht. Gleichzeitig stehen die Menschen im Alltag immer heftiger unter Druck und werden von der herrschenden Elite bestohlen, abgelenkt und gegeneinander ausgespielt.
    Die Linke steht für eine Politik, die sehr nah an der Realität vieler Menschen ist und von der 80% der Bevölkerung profitieren würde. Leider haben die Medien aber das Narrativ der AfD in die Köpfe gehämmert, sie wählen gegen ihre eigenen Interessen und die Gesellschaft droht sich zu spalten wie in den USA. Meiner Meinung nach helfen weitere Abgrenzungen und Beschimpfungen innerhalb unserer Blasen nicht mehr, wir müssen dringend wieder in echt miteinander reden statt digital übereinander. Da schienen mir die Haustürgespräche eine vielversprechender Ansatz, um echte menschliche Begegnungen zu erzeugen.
  • Habe ich oben geschrieben: Ein Vorort und ein sozialer Brennpunkt mitten in der Stadt.
  • Ich hatte Sorge nicht gut genug vorbereitet zu sein. Aber die Leute werden von uns ja plötzlich aus ihrem Alltag heraus angesprochen. Die allermeisten reagierten auf sie Frage "Was stört sie? Was würden sie politisch verbessern?" verständlicherweise mit "Keine Ahnung, alles gut". Erst wenn wir ein paar Vorschläge machen (Miete? Kitaplätze? Müll? Lebensmittelpreise?) steigen manche ein und beginnen zu erzählen. Leider ist Rassismus sehr prominent. Viele erzählen von den arbeitsfaulen Ausländern, denen ja "alles in den Arsch geschoben wird". Überraschend fand ich, dass auch viele Menschen mit migrantischem Hintergrund über andere Migranten lästern. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass alle gegen alle sind.
[–] brainwashed@feddit.org 2 points 6 months ago (1 children)

Meiner Meinung nach helfen weitere Abgrenzungen und Beschimpfungen innerhalb unserer Blasen nicht mehr, wir müssen dringend wieder in echt miteinander reden statt digital übereinander.

Tja. Als bürgerlicher der linker Politik nicht grundsätzlich abgeneigt ist, finde ich so viele Sachen in der Kommunikation der Linken und erst recht des Tonfalls in der Bubble arg befremdlich. Jemanden an der Haustür zu haben könnte da vielleicht helfen, auch hier auf Feddit stosse ich da arg oft auf Granit.

Viele erzählen von den arbeitsfaulen Ausländern, denen ja “alles in den Arsch geschoben wird”. Überraschend fand ich, dass auch viele Menschen mit migrantischem Hintergrund über andere Migranten lästern. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass alle gegen alle sind.

Was ja auch wirtschaftlich motiviert klingt alá "der kriegt was, was für mich / tatsächlich Hilfsbedürftige dann fehlt" und nicht unmittelbar rassistisch, oder gabs da andere Spitzen?

[–] killingspark@feddit.org 3 points 6 months ago* (last edited 6 months ago)

Als bürgerlicher der linker Politik nicht grundsätzlich abgeneigt ist,

Jemanden an der Haustür zu haben könnte da vielleicht helfen, auch hier auf Feddit stosse ich da arg oft auf Granit.

Hardcore Marktliberal sein aber "linker Politik nicht grundsätzlich abgeneigt" sein beißt sich ein bisschen. Man beißt übrigens auch auf Granit, wenn man das Sprichtwort richtig verwenden möchte.

Was ja auch wirtschaftlich motiviert klingt alá “der kriegt was, was für mich / tatsächlich Hilfsbedürftige dann fehlt”

Das denke viele Leute weil die Neoliberale Politik der letzten Jahrzente das so immer wieder propagiert, damit die armen sich untereinander bekriegen und nicht zusammen tun und mal nach oben schauen. In Wirklichkeit hat kein Bürgergeldempfänger was davon wenn wir den Asylbewerbern die Leistungen kürzen. Und kein Niedriglohnbeschäftigter hat was davon wenn wir das Bürgergeld kürzen.