Unsere Gewerkschaft hat eine Gehaltserhöhung von 8 % ausgehandelt, die ab nächstem Jahr gilt. Für viele ein Grund zu bleiben, aber meine Probleme mit meinem derzeitigen Arbeitgeber bestehen weiterhin.
Und wie formuliere ich das? „Das verdiene ich derzeit pro Monat” (das neue Gehalt). „Um eine Anstellung bei Ihnen in Betracht zu ziehen, brauche ich mindestens denselben Betrag“, so in etwa?
Werden sie nicht versuchen, den Betrag mit Argumenten wie „Wir müssen Sie erst einarbeiten, das kostet uns Geld“ zu drücken?
Und noch eine Frage: Ich möchte unbedingt einen unbefristeten Vertrag und sollte Verträge mit einer Laufzeit von 6 Monaten oder 2 Jahren außer Acht lassen – liege ich da falsch? Oder ist es in Deutschland üblich, zunächst einen befristeten Vertrag angeboten zu bekommen?
Der potentielle neue Arbeitgeber darf dich nach deinem derzeitigen Gehalt nur fragen, wenn die bisherigen Bezüge relevant für deine Qualifikation für die neue Stelle sind (das wird in den meisten Fällen schwer zu argumentieren sein). Wenn du gefragt wirst, darfst du sonst einfach lügen.
Von dir aus solltest du nicht mit "ich verdiene im Moment x" anfangen, sondern mit "meine Gehaltsvorstellung ist y". Wie hoch y ist und wie weit du dich von y runter handeln lassen möchtest, musst du wissen.
Wenn sie mit "Einarbeiten kostet Geld" kommen, würde ich mindestens verlangen, dass die Länge der Einarbeitung und eine automatische Gehaltserhöhung danach vertraglich festgehalten wird.
Meiner beschränkten Erfahrung nach kommt aber eher sowas wie "wir zahlen nicht mehr als x, mehr bekommen die Anderen auch nicht, dAs iSt EiN sTaNdArDvErTrAg", und wenn das für dich nicht passt musst du ggf. auch bereit sein zu gehen.