this post was submitted on 01 Jul 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

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[–] HairyHarry@lemmy.world 24 points 3 days ago (1 children)

kennen den aktuellen Stand der Forschung nicht

Das hat weniger mit Kennen zu tun als mit Glauben. Sie MÜSSEN sogar glauben, dass DIE WissenschaftlerInnen alle unter einem Hut mit der jeweiligen Hassgruppe stecken, sonst würde ihr ganzes aufgebautes Schwurbler-Ego zusammenbrechen.

Das ist deren Religion und Hass ihr Gott.

[–] luciferofastora@feddit.org 5 points 3 days ago

Jein. Ihre Religion ist Überlegenheit. Ihr Gott ist das geheime Wissen, dass sie zu haben glauben, was ihnen die Überlegenheit spendet..

Die grundsätzliche Ausprägung dieser Religion ist Verachtung und Überheblichkeit.

Hass ist eine Verteidigung dieses Glaubens gegen alles, was ihn anfechten würde, eine Bestärkung gegen Zweifel. Er ist eine unausweichliche Folge der kognitiven Dissonanz zwischen der zur Vernunft erklärten Überzeugung und der als Verschwörung bezeichneten Vernunft. Diese Dissonanz kennt nur eine Auflösung: fundamentale Fehler einzugestehen und dadurch einen großen Teil der eigenen Identität, Weltanschauung und Selbstsicherheit auszureißen.

Selbst wer das schafft, ist damit den Hass nicht los: Schmerz zu verarbeiten und sich neu zu (er-)finden sucht oft einen Schuldigen. Dann richtet sich der Hass halt nicht mehr gegen die "äußeren" Feinde, sondern gegen die ehemaligen "inneren", oder gehen den Glauben an sich. Ich kämpfe seit gut zehn Jahren erfolglos damit, meinen Groll abzulegen.

Kirchen, Schwurbler, Rassisten, all diese Ideologien und Weltbilder die eine Trennung der Menschen in gut und schlecht als Kern haben, laufen auf den gleichen beschissenen Punkt hinaus:

Hass ist nicht die Religion, aber ein praktisch unvermeidbares Produkt. Wir können den Hass nicht nachhaltig bekämpfen, ohne die Wurzel auszureißen.