this post was submitted on 09 Jun 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Für Stifte mag das stimmen, aber welcher Investor finanziert denn Wohnungen, die er nicht teuer vermieten kann, bzw. eine Wohnungsvariante, die weniger Profit bringt? Einfach mehr teure Wohnungen bauen geht halt komplett am Bedarf vorbei.
Ich finde mit dem Besitz von Wohnungen sollte kein (großer) Gewinn möglich sein. Das Bauen darf sich ja gerne weiter lohnen, aber die Forderung Grundbedürfnisse nicht zu Spekulationsobjekten zu machen hat nichts mit Kindergarten zu tun. Natürlich schafft das keinen neuen Häuser, aber es macht Wohnraum bezahlbarer, weil er nur noch kostendeckend und nicht mehr profitorientiert verwaltet wird. Außerdem stehen vergesellschaftete Wohnungen (hoffentlich) deswegen auch weniger leer.
Die Profite kann der Staat steuern. Er kann bspw Abgaben und Steuern erheben, die gezielt bestimmte Formen von Wohnungen in ihrer Profitabilität beeinflussen. Dafür muss soziales Wohnen nicht teurer, sondern im Vergleich für Investoren nur wirtschaftlich interessanter werden.
Einem Investor ist am Ende vollkommen egal, mit welchem Produkt er seine Rendite macht. Der Staat muss hier die Leitlinien vorgeben, die solche Akteure in die richtigen Bahnen lenken, gegen Widerstände, gegen Lobbyismus.
Das ginge schon heute und hätte den charmanten Nebeneffekt, dass der Staat, statt eine Menge Geld in die Hand zu nehmen für eine Vergesellschaftung und dann trotzdem selber auch noch für den sozialen Wohnungsneubau sorgen zu müssen, sogar Geld einnehmen könnte mit diesen Sanktions- und Lenkungsmaßnahmen, während man den notwendigen Neubau den Privaten aufhalst.
Wenn die Immobilienpreise nicht steigen dann werden einige ihre teuren Wohnungen günstiger vermieten, denn sie können ihre Kredite dann nur durch Mieteinnahmen decken. Der Zwang zur Vermietung sorgt dafür, dass alle bezahlbaren Wohnraum bekommen solange genug gebaut werden kann.
Wirklich ich raff dich nicht. Mal vertrittst du ultralinke Positionen und dann haust du hier libertäres FDP Stammtischgelaber à la der Markt regelt das raus.
Politik ist für mich kein Sportereignis, bei dem ich mein Team um jeden Preis unterstütze. Positionen müssen mich logisch überzeugen. Das bringt mich zwischen die Stühle, dafür kann ich aber, so hoffe ich zumindest, alle meine Positionen sachlich argumentieren.
Wir sehen an Supermarktpreisen, dass Markt funktioniert. Wir sehen auch im Wohnungsbau, dass Markt funktioniert. Bei hoher Nachfrage steigen die Preise, wenn es nicht genug Angebote gibt.
Der Markt versagt nicht, wenn die Preise hoch sind. Die Politik versagt, weil sie das Angebot durch fehlendes Bauland und Bauaufträge künstlich verknappt.
Was ich nicht raffe ist, warum Markt an sich abgelehnt wird. Der Markt funktioniert wie im obigen Kommentar beschrieben. Bauland ausweisen, Bauten genehmigen, Angebot erhöht sich, Wertsteigerung verschwindet, Immobilien werden vermietet. Warum nicht die Kräfte des Marktes nutzen?
Die hälfte der Zeit alkoholisiert und die restliche Zeit auf Acid
naja das problem sind ja eigentlich nicht mal so sehr die privaten wohnbaukonzerne, sondern das problem ist dass es ein gesellschaftliches narrativ gibt dass die politik nicht selbst bauen darf. in anderen worten: der neoliberalismus, der alle aufgaben zu den unternehmen schiebt; zusammen mit einer marktgläubigkeit, sorgen dafür dass der mensch nicht mehr im mittelpunkt steht und damit die befriedigung menschlicher bedürfnisse mehr ein spontanes nebenprodukt als ein ziel der wirtschaftlichen bestrebungen wird.
Traumtänzer kommt mit "freier Markt wird schon regeln" lol. Sieht man ja die letzten Jahrzehnte
Der Markt war nicht frei. Es gab nicht genügend Baugenehmigungen.
Ausserdem hat der Markt geregelt. Das knappe Gut Wohnraum ist im Preis gestiegen, weil die Nachfrage größer war als das Angebot.
Wenn der Markt versagt war es nur zu wenig Markt. Die Logik des Untergangs.
Nein, die Logik des Kapitalismus.
Freie Märkte für freie Marktwirtschaft, die Marktversagen wie Monopole korrigiert. Dann sorgt der Wettbewerb für niedrige Preise.
Kapitalisten stören den freien Markt um ihre Gewinne zu erhöhen, in diesem Fall durch zu wenig Baugenehmigungen.
Kommunisten brauchen keine freien Märkte wenn Menschen kooperieren. Das tun sie aber nicht freiwillig, obwohl auch schon jetzt Genossenschaften günstig Wohnungen bauen könnten.