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Für die Verteidigung des Glaubens sterben und andere fundamentalistische Auswüchse: Eine neue Studie zeigt, dass muslimische Jugendliche häufiger antidemokratische, abwertende und gewaltaffine Haltungen vertreten

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[–] Latschenkiefer@feddit.org -1 points 6 days ago (1 children)

Du kannst ja eine Moral haben die für dich persönlich über dem Gesetz steht, aber im Umgang mit anderen Menschen muss diese Moral in den Hintergrund rücken und dass Grundgesetz an erster Stelle stehen. Weil wenn du meine Grundrechte nicht achtest und ich deine nicht, weil wir unterschiedliche Moralvorstellungen haben, dann läuft dass alles hier nicht. Du darfst deine Moral aber gerne auf demokratische Art ins Grundgesetz mit aufnehmen, zb indem du für die Abschaffung der geschlechterspezifischen Wehrpflicht stimmst.

Und die von dir angesprochenen Änderungen des Grundgesetzes würden das Grundgesetz zu etwas anderem als dem Grundgesetz machen, da die FDGO ein fester Bestandteil dieser sind. (Zusammen mit Artikel 1 und 20 welche durch die Ewigkeitsklausel geschützt sind)

Und sollte mal alles schief gehen und die Faschos/Islamisten oder sonst wer das Land übernehmen und die Grundrechte beseitigen, hast du das gute Recht alles notwendige zu Unternehmen um die wieder weg zu machen.

[–] Obin@feddit.org 2 points 6 days ago* (last edited 6 days ago)

Du kannst ja eine Moral haben die für dich persönlich über dem Gesetz steht, aber im Umgang mit anderen Menschen muss diese Moral in den Hintergrund rücken und dass Grundgesetz an erster Stelle stehen.

Nein, das muss sie nicht. Es heißt nicht Grundgesetz, weil es über allem anderen steht, sondern weil es die Basis für alles andere ist, ein kleinster gemeinsamer Nenner, ein Bare-Minimum, ein beschissener Kompromiss, mit dem wir leben müssen, solange wir nichts besseres haben. Wenn wir alle nur exakt stur das machen was im Grundgesetz steht und keinen Strich mehr, dann sähe unsere Gesellschaft ziemlich scheiße aus, also noch beschissener als eh schon. Und dass das Grundgesetz zuweilen recht geduldig ist zeigen die Ergüsse von Jahrzehntelanger CDU-Politik.

Du musst und sollst also keine Lobgesänge auf das tolle Grundgesetz singen, mit dem Text unterm Kopfkissen schlafen oder ihm deine eigene Moral oder Philosophie unterordnen, und wenn deine Moral nicht ein ganzes Stück über dem Grundgesetz steht, dann hab ich persönlich wenig Respekt für dich.

Das Einzige was du musst, ist zu erwarten und zu akzeptieren, dass die Gesellschaft die in einer Verfassung vereinbarte Basis an Werten durchsetzt. Und das gilt nicht nur in unserer super-duper freiheitlichen freiheitsdemokratischen Freiheitsgrundordnung, sondern überall in der Welt, wo es wahrscheinlich genau so freiheitlich heißt, aber entweder mehr oder weniger freiheitlich ist als bei uns.

Und die von dir angesprochenen Änderungen des Grundgesetzes würden das Grundgesetz zu etwas anderem als dem Grundgesetz machen, da die FDGO ein fester Bestandteil dieser sind.

Das Gesetz kann man nicht brechen, weil es ist verboten das Gesetz zu brechen, so steht es im Gesetz.

Und sollte mal alles schief gehen und die Faschos/Islamisten oder sonst wer das Land übernehmen und die Grundrechte beseitigen, hast du das gute Recht alles notwendige zu Unternehmen um die wieder weg zu machen.

Und dir ist nicht bewusst wie dieser Übergang komplett subjektiv und flüssig ist? Und ich meine das jetzt nichtmal im Kontext von moralischem Relativismus (nicht mein Ding), sondern schlicht und einfach, dass es komplette Interpretationssache ist, wann der Punkt erreicht ist, an dem es von dem Einen in das Andere um schwingt. Ich könnte dir 100 Gründe geben warum der Punkt jetzt schon erreicht wäre, und die freiheitlichen Freiheitsverfassungsrichter des obersten Freiheitsdemokratiegericht in Braunfaschistan werden dir dann 100 Gründe geben, warum deine Rebellion trotzdem ungerechtfertigt ist, weil die Verfassung unantastbar und die FDGO ein fester Bestandteil dieser ist, bevor sie dich zum Tode wegen Hochverrat verurteilen.