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HUMANTIUS: Deutschland🇩🇪

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Diese Gruppe richtet sich an alle, die sich aktiv für eine humanistische Gesellschaft einsetzen möchten. Hier findest du Gleichgesinnte, die gemeinsam die humanistische Idee voranbringen möchten. Wir bieten Raum zum Austausch und zur Entwicklung von Vorschlägen. Wir freuen uns über jeden, der mitdenkt und mitgestaltet. Nur so entsteht eine lebendige Gemeinschaft jenseits bloßen Beobachtens.

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Feminismus (humantius.wordpress.com)
submitted 1 week ago* (last edited 5 days ago) by KounjiKakumeika@feddit.org to c/humantius_de@feddit.org
 

Feminismus

Gleichberechtigung:
Alle Geschlechter haben die gleichen Chancen, ohne Benachteiligung, ohne Bevorzugung. Ohne Ausnahme. Es sei denn, es geht um Medizin.

Militär

Deutschland:
Der Bundestag das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz verabschiedet.
Ab Januar 2026 müssen alle 18-jährigen Männer einen Wehrfragebogen ausfüllen. Bußgeld bis 1.000 € bei Verweigerung. Musterung. Verfügbar sein.
Bei Frauen ist es freiwillig.

USA:
Männer müssen sich registrieren.
Wenn der Staat wieder Soldaten braucht, werden Männer eingezogen. Bei Frauen ist es freiwillig.

Und in anderen Ländern ist es ähnlich.

Es ist doch nur gerecht, dass Frauen auch zum Militär gezwungen werden oder dass das Militär freiwillig für alle ist.

Feministen besprechen diese Punkte nicht. Warum?
Warum machen die Feministen keinen Aufstand dagegen?

Diese Gesetze sind noch nicht abgeschafft worden, also könnte die Feministen sich noch dagegen äußern und dagegen kämpfen.

Psychologische Kriegsführung

Sprache

Viele Feministinnen verwenden Begriffe wie „Mansplaining", „toxic masculinity", „Patriarchat", etc.

Fällt euch etwas auf?
Es ist fast immer GEGEN Männer gerichtet.

Wenn man Wörter erfindet oder verwendet, um ein Geschlecht, in diesem Fall den Mann, anzugreifen, anstatt die Individuen, dann hat es nichts mit Gleichberechtigung zu tun, sondern ist eine Ausrede, ein Opfer zu sein und den Männern die Schuld zu geben.

Wenn Begriffe nur ein Geschlecht adressieren, dann ist die Gleichberechtigung gebrochen.

Patriarchat

Bedeutung:
Ein Gesellschaftsmodell, in dem Männer in Familie, Recht, Politik und Wirtschaft die führenden Positionen besetzen.

Historisch:
Früher bestand das Problem, dass Frauen für unfähig gehalten wurden und viele „wichtige Berufe“ nur von Männern ausgeübt wurden. Es war aber nicht immer schwarz-weiß. Bsp. Ann Hopkins wurde 1989 die Partnerschaft bei Waterhouse verweigert, weil sie eine Frau sei trotz besserer Leistung als männliche Kollegen.3 Es war falsch, und man muss das kritisieren.

Heute
Aber heute (zumindest im Westen) ist dieser Begriff nicht mehr gültig. Es gab so viele Frauen in Führungspositionen und in Regierungen, z. B. Angela Merkel, Hillary Clinton usw.4 Warum wird der Begriff dann noch krampfhaft verwendet? Wenn jemand wegen des Geschlechts diskriminiert wird, kann man es anzeigen.

Wenn jeder Konflikt „Patriarchat“ heißt, verliert der Begriff seine Schärfe. Er wird zur Ausrede. Und er blendet aus, dass Macht, Verantwortung und Einfluss heute längst nicht mehr einseitig verteilt sind.
Es heißt dann: "Der Mann hat es bekommen, weil er ein Mann ist, und nicht wegen seiner Leistung."
Man spricht Männern die Leistung ab und bevorzugt Frauen.

Das hat nichts mehr mit Gleichberechtigung zu tun.

Maskulinität

Ich bin der Meinung, dass Wörter wie „maskulin“ und „feminin“ nicht von Natur aus existieren. Sie sind ein Konstrukt der Gesellschaft.

Das heißt, wir müssen diese Begriffe verwerfen.
Somit würden Konstrukte wie „toxische Männlichkeit/Weiblichkeit“ nicht mehr existieren.

Das ist genau der Kern von Gleichberechtigung.

Wörter:

Mansplaining = Ein Mann erklärt einer Frau etwas, als ob sie dumm wäre. Aber nicht umgekehrt.
Manspreading = Ein Mann sitzt breit, nimmt Platz ein. Aber kein Wort für das Gleiche für Frauen.
Toxic Masculinity = Der Mann ist toxisch.
Toxic Femininity = Die Frau ist toxisch. Wird aber kaum verwendet.
Patriarchat = Männer herrschen. Frauen leiden.
Matriarchat = Frauen herrschen. Wird aber nicht thematisiert.
...

Opfer-Täter

Täter

Frauen werden im Diskurs fast ausschließlich als Opfer dargestellt. Männer als Täter. Als Teil des Problems.

Wenn ein Mann leidet: Privileg.
Wenn eine Frau leidet: System.
Wo bleiben die Graustufen?

Beispiel: Häusliche Gewalt.

Frauen als Opfer: Sofortige Hilfsangebote, Medienaufmerksamkeit, Gesetze.
Männer als Opfer: 12 Schutzeinrichtungen in ganz Deutschland. Kaum Ressourcen. Kaum Sichtbarkeit. Kaum Glaube.

Wie viele Schutzwohnungen gibt es für sie?
Wie viele Hilfs-Hotlines?
Wie viel Medienaufmerksamkeit?

Dieses Narrativ wird kaum hinterfragt.
Warum?

Wenn Gleichberechtigung das Ziel ist warum wird Empathie dann einseitig verteilt?

Warum thematisiert Feminismus nicht diese Thematik.

Ich möchte Gewalt an Frauen nicht verharmlosen. Aber ich will klar machen: Welches Geschlecht als Opfer gilt, hat direkten Einfluss darauf, wie das System agiert. Und darauf wird unterschiedlich reagiert.

Opfer

Schwach
Viele Frauen sehen sich als das schwächere Geschlecht und fühlen sich somit automatisch gefährdeter als der Mann.

Unterschiedliche Quellen (mit bedacht benutzen, denn es ist schwer Gefühle zu studieren) zeigen: Frauen nehmen in mehr Lebensbereichen Benachteiligung wahr als Männer. Frauen sind sensibler für Diskriminierung die Wahrnehmung hat im Zeitverlauf sogar zugenommen.

Das heißt aber nicht das das gefühlte der Realität entspricht.

Wenn man befragt, wer sich unsicher in der Nacht fühlt, schreiben Nachrichten immer so was wie:
„X Frauen fühlen sich unsicher."
Aber man fragt keine Männer.

Das ist eine Art, die zeigt:
Man nimmt an, der Mann sei stärker und somit ist sein Gefühl nicht relevant.
Seine Angst zählt nicht.

Wenn nur eine Seite gefragt wird wie kann dann das Bild vollständig sein?

Man zeigt aber auch, dass die Gesellschaft Frauen als schwach wahrnimmt.
Als Personen, die sich nicht verteidigen können.
Und der Mann ist das Gegenteil.

Ich habe eine Frage:
Kann eine Frau 10 kg Gewicht heben?
Kann eine Frau rennen, laufen, springen, etc.?

Wenn man annimmt, dass Frauen schwach sind, dann würde ich gern wissen: Wo genau?
Wenn ein Täter kommt und ein Messer hat, dann ist jeder in dieser Situation gefährdet.
Eine Frau genauso wie ein Mann.

Es ist selbsterklärend, dass ich jedem Selbstverteidigung ans Herz legen möchte. Egal, welches Geschlecht.

Wettbewerb
Es wirkt manchmal, als ob es ein Wettbewerb sei:
Wer hat es schlimmer?
Wer verdient mehr Empathie?
Wer bekommt mehr Ressourcen?

Deshalb ist es erlaubt, gegenüber dem anderen Geschlecht ungerecht zu sein.

Das ist nicht mehr Gleichberechtigung.
Sondern eine Ausrede für Radikalisierung und Sexismus.

Radikalisierung

Vieles im Internet, aber auch in Zeitungen und Nachrichten, wird übertrieben. Um Klicks oder Einschaltquoten zu bekommen. Um Reichweite zu steigern.

Da ist es schwer zu sagen: Ist das Absicht? Ist es ehrlich? Oder einfach nur Ragebait?

Internet

Meistens im Internet gibt es viele männerhassende Bewegungen.

Ich nehme an, es sind 90 Prozent Ragebait.
Also Übertreibungen und Lügen für Reichweite.
Und 10 Prozent, was man wirklich denkt.

Also werde ich es nicht ernst nehmen.
Trotzdem muss es thematisiert werden, weil es Kinder beeinflusst.

Kill all man (Töte alle Männer)
Selbsterklärend, dass man das nicht sagen sollte. Egal, ob es als Witz gilt.
Es ist weder lustig noch kreativ.
Und man wünscht generell niemandem den Tod.

„Not all men, but always men"
(Nicht alle Männer, aber immer Männer)

Männer werden pauschal als Täter gerahmt.
Also bringt man alle Männer in einen Haufen.
Man stellt einen Vergewaltiger auf die gleiche Stufe wie einen normalen Mann.

Nicht „einige Männer".
Nicht „bestimmte Männer".
Sondern implizit: Männer als Gruppe.

Ist das noch Kritik?
Oder schon Kollektivschuld?

Ich würde ein Experiment durchführen.
Wie würden Frauen sich fühlen, wenn ich schreiben würde:

„Gold Digger": Frauen, die nur fürs Geld heiraten.
Nicht alle Frauen, aber immer Frauen.
Also müssten alle Frauen unter dem Verdacht stehen, dass sie nur nach Geld sind und sich nicht an den Charakter interessieren.

Wie würden sie sich fühlen?

Andere:
Es gibt auch so was wie:
„Mit wem würdest du in den Wald gehen: Bär oder einem Mann?"
Es gibt auch das andere:
„Mit wem würdest du in den Wald gehen: Tiger oder einer Frau?"

Und andere Varianten.

Aber das ist hauptsächlich Ragebait.
Oder man versucht, durch Provokation Reichweite zu bekommen.

Spiegel

Der folgende Abschnitt ist dazu da einen Spiegel vor die Nase zu halten.
Es ist ein reines Stilmittel.
Er ist metaphorisch und rhetorisch gemeint.
Hier werden keine Meinungen vertreten.

Es ist komisch, dass Männer in Kriege gehen müssen und sterben.
Sollten wir das nicht ändern?
Es ist schon an der Zeit, es umzudrehen.
Alle Frauen an die Front. Und Männer werden zu Hause auf die Überlebenden warten.

Die Weiber womansplainen wieder und womansitzen in ihrem Geld, das sie durch womanlügen bekommen haben.

"Frauen sind an allem schuld, sie als Mütter haben alle Männer falsch erzogen"

Definition

Es ist schwer zu definieren, was eine Feministin ist.
Es gibt keine zentrale Versammlung.
Jeder kann sich selbst Feminist nennen und andere Werte haben.

Das erzeugt Spannung und macht die Definition komplizierter.
Die einen meinen, sie seien die „echten" Feministinnen und die anderen in TV nicht.
Die einen nennen sich Feministinnen. Die anderen werden als „Femnazis" bezeichnet.

Aber Feministinnen kämpfen für Gleichberechtigung.
Jedoch, wie oben erwähnt, finde ich das fraglich.

Schlusswort

Das Wort Feminismus ist widersprüchlich.
Er sagt nur Frau –feminin-. Aber wo ist das Wort Mann? Maskulin?

Wenn man für Gleichberechtigung ist, sollte sich das nicht auch im Wort widerspiegeln?

Der Feminismus kann ein guter Einstieg zur Gleichberechtigung sein. Aber wegen der Radikalisierung würde ich empfehlen, andere Ansätze heranzuziehen wie z. B. Humanismus.

Man kann für Gleichberechtigung sein, ohne Feminist zu sein.

https://www.youtube.com/watch?v=3WMuzhQXJoY

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[–] TanteRegenbogen@feddit.org 8 points 1 week ago* (last edited 6 days ago) (1 children)

Habe beide Rollen erlebt und muss sagen, dass ich viel mehr sexuell belästigt werde wo ich androgyn oder sogar weiblich auftrete als früher wo ich maskulin aufgetreten war. Es passiert auch ständig und da gibt es einige die nicht die Hände bei sich lassen können.

Wenn es heißt, dass es überwiegend Männer sind, müsste deine Reaktion nicht eine Antifeminismus sein sondern andere Männer dafür anprangern, dass sie keine Selbstbeherrschung haben.

Und bin auch schonmal fast vergewaltigt worden, weil mir KO Tropfen in den Getränk getan wurden. Zum Glück hatten mich noch Freund*innen gerettet.

Selbst früher als männlichgelesene Person wurde ich ständig unnötig angebaggert von Männern die keine Nein als Antwort nehmen wollten.

Ich werde auch überwiegend von Männern angefeindet als queere Person, besonders in meine Nachbarschaft (Dorf). Meist eher auf eine passiv-aggressive Art wo man queerfeindliche Witze über mich macht oder möchte, dass ich mich in eine gewisse Gesellschaftsrolle füge.

Was Feminismus anbelangt gibt es viele verschieden Formen des Feminismus und die Formen die tatsächlich männerfeindlich sind, sind deutlich in der Minderheit.

Es gibt auch einige Feminist/*innen die sich gegen die Ungerechtigkeiten die auch Männer erfahren wenden z.B. der Ausreiseverbot für längere Reisen in dem Wehrpflichtgesetz oder dass männliche Opfer häuslicher Gewalt oft nicht ernst genommen werden (mein Bruder ist so ein Fall. Ich muss allerdings sagen, dass selbst Frauen immernoch da teils nicht ernstgenommen werden).

Feminist*innen wollen aber auch, dass Männer sich bewusst sind, dass sie immernoch in viele Lebensbereiche Vorteile gegenüber Frauen genießen. Siehe z.B. dass Frauen immernoch oft die Schuld gegeben wird, dass sich sexuell belästigt werden wegen wie sie sich kleiden obwohl die Impulskontrolle des belästigenden Mannes das Problem ist. Da werden auch Frauen ständig gesagt wenn sie sich belästigt fühlen, dass sie es als Kompliment sehen sollen, dass sie männliche Aufmerksamkeit bekommen oder dass Männer halt Männer sein werden und dass sowas normal sei.

Und die sogenannte toxische Männlichkeit trifft vor allem Männern, die von anderen Männern als nicht männlich genug angesehen werden z.B. Aussagen wie "Ach komm! Du bist doch ein Mann, oder?!", "Wie du dich aufführst, kannst du gleich ein Kleid anziehen." und "Echte Männer sollen..." oder eine Ächtung von Männern die nicht in rigide gesellschaftliche Schubläden passen.

Man kann Feminist sein und dabei sich für alle einsetzen. Aber dafür muss man sich über die Lage der anderen bewusst sein. Die meisten Feminist*innen setzen sich auch für Männer ein. Nur man muss nicht ständig sich als solches zu erkennen geben. Es gibt auch reichlich Aktivist*innen die feministisch sind und nicht durchgängig es jeden erzählen müssen und auch sich für eine Besserung der Lage aller Geschlechter einsetzen.

[–] gandalf_der_12te@feddit.org -1 points 6 days ago (1 children)

Ich werde auch überwiegend von Männern angefeindet als queere Person, besonders in meine Nachbarschaft (Dorf).

Ich behaupte mal das liegt einfach daran dass es eine ländliche Gegend ist. Hat nichts damit zu tun dass es männer sind. Es ist wohlbekannt, wenn man ein Leben abseits von traditioneller Familie/Kirche/Moral will, muss man in die Stadt gehen.

[–] TanteRegenbogen@feddit.org 1 points 6 days ago (1 children)

Warum geht die Anfeindung hier von Männern aus während Frauen eher unterstützend oder neutral sind?

[–] gandalf_der_12te@feddit.org 1 points 6 days ago

traditionelle Rollenbilder. Aber diese rollenbilder existieren in der dörfischen Gesellschaft. Das ist so wie ein Esel schreit wenn er auf eine Biene tritt; der Mund wurde nicht gestochen dennoch macht der die Geräusche. Genauso wie eben die dörfische Gemeinschaft sich durch die Männer ausdrückt, aber diese sind nicht der Ursprung der Sichtweise.