this post was submitted on 26 Apr 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

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An meinem Arbeitsplatz gibt es zwei Mitarbeiter, die an privaten Hochschulen im Fernstudium ein Bachelor zum Physician Assistant absolvieren und dafür Studiengebühren von 700 Euro pro Monat zahlen. Das erscheint mir teuer und nicht gut: Wenn man etwas medizinisches studiert, reicht es nicht aus, nur die Theorie zu lernen; man braucht auch Mentoren, die einem die kleinen Tricks des Fachs beibringen und praktische Erfahrungen vermitteln, und das bekommt man im Fernstudium nicht. Oder irre ich mich? Weiterhin eine private Hochschule möchtet vor allem nicht, dass du lernst, sondern dein Geld. Wäre es nicht sinnvoller das Studium an einer Hochschule zu absolvieren, die mit einem Krankenhaus sehr gut vernetzt ist?

Ich habe ein Bachelor zum Physician Assistant an einer öffentlichen Hochschule mit einem interessanten Lehrplan gefunden und ihn mit dem Lehrplan dieser Fernhochschule verglichen. Die öffentliche Hochschule erscheint mir besser und realistischer, mit Schwerpunkt auf Englisch und Forschung. Mein Problem ist, dass ich 200 km umziehen müsste, und es war schon so schwer, eine bezahlbare Wohnung zu finden dort, wo ich jetzt arbeite – vielleicht machen diese Kollegen deshalb den Fernstudiengang.

Dort, wo ich geboren bin (nicht EU), gibt es auch private Hochschulen, darunter private Fernhochschulen, aber die sind für Studierende gedacht, deren Gesamtnote nicht hoch genug war, um auf eine öffentliche Hochschule studieren zu dürfen. Ist die Situation in Deutschland dieselbe?

Wer hat bessere Arbeitschancen nach dem Bachelor?

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[–] glasratz@feddit.org 6 points 1 month ago

Soweit ich das beruflich mitbekommen habe, ist das Studium zum Physicians Assistant sowieso etwas unausgegoren, da es nicht an Hochschulen mit medizinischer Fakultät unterrichtet wird. Sattdessen soll so ziemlich das gesamte praktische Wissen über Praktika an Kliniken in den Semesterferien vermittelt werden. Insofern ist es womöglich nich so viel unterschied, ob man hier ein Fernstudium macht. Die Praktika muss man sowieso in Präsenz machen.

Warum das etwas unausgegoren ist: Eigentlich bräuchten PAs eine fundierte praktische Ausbildung. Das ist über einige Wochen Praktikum an Kliniken, die oft nicht mal darauf ausgelegt sind unter Umständen schwierig. Ich kenne eine Klinik, die nach einem Durchlauf ausgestiegen ist, weil sie selbst gesagt haben, dass sie das im laufenden Betrieb nicht leisten können, auch wenn sie die absolventen dringend brauchen könnten.