this post was submitted on 29 Mar 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

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Ich habe die Instrumente (Gitarre und Klavier), bin seit meiner Kindheit musikalisch begabt und könnte zu 50 % arbeiten und gleichzeitig einen Bachelor-Studiengang absolvieren. Ich habe Musik schon immer geliebt, spiele regelmäßig, arbeite aber zu 100 %, weil ich Geld brauche und für den Ruhestand sparen muss.

Ich bin skeptisch, ob ich meinen Lebensunterhalt als klassischer Gitarrist oder Pianist verdienen kann: KI produziert massenhaft (schlechte) Musik, Piraterie ist weit verbreitet, und wenn ich mich für den Lehrerberuf entscheiden würde, sind die Kinder heutzutage meist faul, und ich müsste bei den Faulen (also den meisten) sowohl Lehrer als auch Elternteil sein.

Gymnasiallehrer möchte ich nicht werden Auf einer Hochschule zu arbeiten wäre nett, aber die Konkurrenz dort muss brutal sein.

Ich weiß, dass ich meinen Job nicht mag und bis zu meiner Rente gerne etwas anderes machen würde, aber ich habe Angst davor, drei Jahre zu verschwenden, weil ich bereits etwas studiert habe, das mir keinen Job eingebracht hat.

Nur zu studieren, weil man etwas wirklich mag, scheint ein aussichtsloses Unterfangen zu sein, aber wenn ich nichts tue, werde ich bis zu meiner Rente unglücklich sein.

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[–] mech@feddit.org 1 points 1 week ago* (last edited 1 week ago)

Ich hab ne Zeit lang in einem Veranstaltungshaus gearbeitet, da kriegt man den "Markt" für Musiker direkt mit.
Es ist abartig. Jeden Tag kamen mindestens 10 Mails rein von Bands und Musikern, die einen Ort zum Auftreten suchen.
Die blieben ALLE unbeantwortet, dafür war gar keine Kapazität da.

Und das war jetzt kein großes Konzerthaus, das war ein gemeinnütziger Verein, der für Auftritte nur die Kosten der Band für Anfahrt und Unterkunft übernommen hat, damit die Bands wenigstens nicht draufzahlen müssen, um bei uns zu spielen.
Und wir hatten keine Probleme, richtig gute Bands bei uns auf die Bühne zu bekommen.

Es gibt einen riesigen Pool von Musikern, die wirklich was drauf haben, professionell sind, ihr ganzes Equipment selbst mitbringen, und bereit sind, praktisch für lau zu spielen.

Mein Onkel hat an der Juilliard School in New York studiert, eine der renommiertesten Musikschulen der Welt.
Er hat jahrelang nur Geld verdienen können, indem er Musikstücke in Handy-Klingeltöne umgewandelt hat. Als der Markt dann eingebrochen ist, hat er angefangen, privat Klavierstunden zu geben. Er ist jetzt über 70 und wohnt in einer WG. Ohne Auto und Urlaubsreisen reicht seine Rente.