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Schulterblick auf der Autobahn ist mehr als gefährlich, dafür gibts Spiegel.
... die einen großen toten Winkel haben, in dem locker ein Auto versteckt werden kann.
Habe schon mehr wie einmal eine Situation gehabt, in dem mir ein kurzer Schulterblick den Arsch gerettet hat.
Warum soll der Schulterblick überhaupt gefährlich sein?
Es ist gefährlich weil du deinen ganzen Oberkörper bewegst und bei der Geschwindigkeit eine kleine Änderung des Fährwinkel ausreicht um unwillentlich einen Spurwechsel zu machen.
Man kann den Spiegel am pkw auch so einstellen, dass es keinen toten Winkel gibt.
Naja wahr ist natürlich, dass jeder Blick weg von der Fahrbahn vermieden werden sollte, aber letztendlich sind die allg. Anerkannten Fahrregeln nicht aus der Luft gegriffen... Der Schulterblick ist ja auch ein Blick auf den Verkehrsbereich, den du gleich vor hast, zu kreuzen. Bin jetzt nicht so im Seitenspiegelgame drin, aber zumindest laut der ersten Google Einträge gibt es keine Seitenspiegel ohne toten Winkel, nur mit verkleinertem. Muss auf dem Rad auch häufig in die Eisen treten, weil rechtsabbigerInnen mich anscheinend ab und an nicht im rechten Spiegel sehen (mal angenommen sie schauen überhaupt). Stimme dir aber bisscheb zu, da ich den Schulterblick bei hohem Tempo auch nicht sehr sicher finde. Nehmen wir mal an, da springt ein Reh auf die Fahrbahn, zählt ja jede ms für die Reaktionszeit. Lässt sich halt nicht vermeiden, wahrscheinlich ist die Regel so, weil Schadenswahrscheinlichkeit- und/oder -ausmaß etwas im toten Winkel umzunieten, viel größer ist, als das Risiko, durch den verlorenen Augenblick durch die Kopfdrehung im Notfall etwas später Bremsen zu können und dass dadurch was passiert.
Es ist schlicht und ergreifend gar nicht möglich, Spiegel ohne tote Winkel zu haben. Schon gar nicht bei den winzigen Spiegeln an PKW. Es gibt inzwischen auch bei PKW Weitwinkelspiegel, aber die vergrößern nur den einsehbaren Bereich (gleichzeitig machen sie das, was man sieht, kleiner, und/oder verzerren es, je nach Bauart), tote Winkel ganz eliminieren können die auch nicht.
Die Außenspiegel sind dafür da, den Bereich nach hinten direkt neben dem Fahrzeug abzudecken. Das geht halt nur in einem begrenzten Winkel. Und näher am Spiegel wird der einsehbare Bereich kleiner. Der Schulterblick beim Abbiegen und Spurwechsel ist genau dafür da, Alles zu sehen, was sich außerhalb des vom Spiegel abgedeckten Bereichs befindet. Also neben einem auf gleicher Höhe oder leicht nach hinten. Auch mit Schulterblick gibt es immer noch nicht einsehbare tote Winkel. Denn es gibt Teile am Auto, die sind nun mal nicht durchsichtig. In der Regel sind die nicht einsehbaren Bereiche, die übrig bleiben, wenn man es richtig macht, halt klein genug, dass es sehr unwahrscheinlich ist, andere Verkehrsteilnehmer zu übersehen.
Wenn man auf der Autobahn so schnell und so dicht hinter dem vorherfahrenden Fahrzeug unterwegs ist, dass die Sekundenbruchteile für den Schulterblick beim Spurwechsel eine realistische Gefahr verursachen, dann ist man zu schnell und fährt zu dicht auf. Und wenn man den Schulterblick als Gefahr sieht, weil man dabei die Lenkung verreißen könnte, dann sollte man den Führerschein abgeben. Oder man endet irgendwann auf !rentnerfahrenindinge@feddit.org als einer zahllosen Fälle mit ungeklärter Ursache.
Ich hab ja nicht gesagt, dass man deswegen keinen Schulterblick machen soll, sondern dass er Sinn macht, OBWOHL er auch Faktoren hat, die sich negativ auswirken. Der schnellste ordenltiche Schulterblick auf der Landstraße wird mit ca. 0,7 sek veranschlagt. Wenn ich z. B. mit 80 auf der Landstraße fahre, verzögert sich bei einem auftauchenden Hindernis (in meinem Beispiel hatte ich von einem Reh gesprochen und nicht von etwas, wovon ich Sicherheitsabstand halten kann) durch die 0,7 sek Reaktionszeit der Bremsweg um 15 m. Diese 15 m habe ich vor einer Rehkollision lieber, als sie nicht zu haben. Natürlich überhole ich deshalb auf der Landstraße trotzdem mit Schulterblick, aber ich vermeide unter Anderem wegen des Schulterblicks das Überholen auf Landstraßen. Und schaue natürlich auch nicht 0,7 sek auf mein Handy. Auch auf der Autobahn können plötzlich Dinge auf der Fahrbahn auftauchen, auch wenn es unwahrscheinlicher ist.
Das sind doch alles nur Schüsse aus der Ego-Perspektive. Natürlich kann man den Spiegel so einstellen, dass man keinen toten Winkel hat, dann sehe ich halt nicht mein halbes Auto im Spiegel.
Warum das Thema jetzt mit der Aufmerksamkeit und Fahrfähigkeit vermengt wird weiß ich nicht, aber den rückwärtigen Raum zu beobachten gehört genauso zur Aufmerksamkeit und wenn man das ordentlich macht, gibts auch keine Fahrzeuge die urplötzlich neben einem sind.
Dieses ganze rumgepimmel mit 'gib dein Führerschein ab' und 'ich hoffe du fährst kein Auto' ist pöbeln, nichts anderes.
Tja, wenn man nicht weiß, was ein Schulterblick ist, und glaubt, dass es keine toten Winkel gibt (oder nicht weiß, was tote Winkel sind), dann ist man halt eine Gefahr für Andere im Straßenverkehr. Und muss damit leben, als solche wahrgenommen werden. Die Forderung, den Führerschein abzugeben, bekommt man damit frei Haus.
Ok brudi
Es ist ja auch nicht so, dass ich stur gerade aus gucke, vermutlich ist dieses: Spiegel gucken, Blinker setzen, Spur wechseln (mit Blick auf die Zielspur) schon derart automatisiert, dass ich das gar nicht als richtigen Schulterblick wahrnehme, obwohls sowas wie ein flüchtiger Schulterblick sein könnte.
Ich hab mich vorhin aber tatsächlich geärgert, wie schnell man wegen so einer banalen Aussage gepöbelt wird.
Ja wenn man sich persönlich angegriffen fühlt, neigt man dazu, in den Verteidigungsmodus zu gehen und in der Diskussion stur zu werden, zumindest ist das bei mir oft so. Vor allem online, wo die emotionale Komponente oft schwer zu rauszulesen ist, hat mich das schon tiefer gekränkt und frustriert als es sollte Haha. Deine Aussagen haben sich halt aber schon inhaltlich gegen den Schulterblick positioniert, da bist du argumentativ schnell sowohl auf Glatteis als auch in der Minderheit. Gibt aber 100 solcher Sachen im Verkehr, wo ich mir mannchnal denke OK die Uneinigkeit unter den Leuten zu manchen sicherheitsrelevanten Themen ist (in meiner persönlichen Wahnehmung als betroffene person z.b. von AutofahrerInnen FahrradfahrerInnen gegenüber) schon sehr groß, dafür dass es allg. gültige Dinge gibt, die man eig. lenrnen sollte. Ich zum Beispiel hab in meiner Führerscheinausbildung/Prüfung nicht wirklich gelernt, wie groß der Sicherheitsabstand beim Überholen von RadfahreInnen wirklich sein muss, das die rechts überholen dürfen an der Ampelschlange, dass aussteigen ohne holländischen griff ein no go ist etc... Hat sich bestimmt heute auch viel geändert, fänds aber ganz geil, wenn man alle 10 Jahre mal nen Führerschein light oder so machen müsste, ich denke da hat niemand eine 100% reine Weste, auch wenn viele das von sich denken.