this post was submitted on 21 Jan 2026
20 points (91.7% liked)

Deutschland

2330 readers
111 users here now

About Sammelbecken für deutsche Kartoffeln und ihre Nachrichten, Geschichten, Diskussionen über Deutschland.

Nicht zu verwechseln mit !dach@feddit.org , das für gesamten Europäischen deutschsprachigen Raum zuständig ist.
___
Einsteigertipps für Neue gibt es hier.
___
Schreibt hier Beiträge, die ganz Deutschland betreffen, nicht nur einen kleinen Teil. Wir haben andere Communities für Bundesländer und Lokalnachrichten:

Städte / Landkreise
-!augsburg
-!bochum
-!bonn
-!braunschweig
-!Buxtehude
-!chemnitz
-!cologne
-!magdeburg
-!dresden
-!duisburg
-!heidelberg
-!stuttgart
-!wuppertal
-!ostwestfalen-Lippe
-!karlsruhe
-!rostock
-!dortmund


Bundesländer:
-!bremen
-!niedersachsen
-!nrw
-!sachsen
-!bayern
-!hamburg
-!berlin
-!badenwuerttemberg
-!schleswig_holstein
-!rlp (Rheinland-Pfalz)

___

Regeln
Seid nett zueinander. Sinnlose Provokationen ohne Inhalt werden gelöscht und User gebannt
Vom Posten von aktuellen Wahlumfragen bitten wir zurzeit Abstand zu nehmen. Begründung
___

Zusätzliche Regeln aus „Lessons learned":

___
Zusätzlich: alle Regeln, die ihr auf Feddit.org in der Sidebar lesen könnt.
___

founded 2 years ago
MODERATORS
 

Meine Frage an die ausgebildeten Fachinformatiker*innen unter euch: in wie weit unterscheidet sich der tatsächliche Arbeitsalltag von Fachinformatikys für Digitale Vernetzung zu dem von Fachinformatikys für Daten- und Prozessanalyse?

Die meisten Ausbildungen sind hier in NRW so konzipiert, dass alle 4 Fachinformatik-Azubis 2 Jahre gemeinsam lernen und sich dann spezialisieren. Da hab ich mich gefragt, wo groß der Arbeitsalltag-Unterschied am Ende wirklich ist, oder ob es nicht sowieso vom Betrieb abhängt welche Aufgaben einem zufallen (nach dem Motto: kleiner Betrieb = Mensch für "alles mit IT" und großer Betrieb = spezialisierter Einsatz für den gewählten Fachzweig).

Bonusfrage: Braucht man für einen dieser Jobs (oder ähnlicher IT-Jobs) weniger Kopfrechnen-Kenntnisse? Ich hab halt fett Dyskalkulie, die sich durch Kopfrechnen-Fehlfunktion unter Stress ausdrückt. In Ruhe kein Thema (hab vorher auch Abrechnung machen bei meinem letzten AG allein & erfolgreich geschafft), aber frage mich wie hoch der tägliche "Matheanteil" im Alltag ist.

Persönlicher Hintergrund: ich kann theoretisch von der Rentenkasse finanziert eine beliebige Umschulung machen und bin schon lebenslang an IT-Themen interessiert, aber halt Hobby- und auf Laienniveau. Komme aus dem sozialen Bereich/Beratung, bin ins Thema Datenschutz tiefer eingestiegen letztes Jahr und auf Linux umgestiegen etc. Aber null Berufserfahrung in dem Bereich.

Edit: Wort vergessen

you are viewing a single comment's thread
view the rest of the comments
[–] CyberEgg@discuss.tchncs.de 4 points 2 days ago

Vorweg: Umschulungen sind oft schulisch. Ob das für dich richtig ist oder du betrieblich umgeschult werden willst, solltest du vorher überdenken.

Wenn du eine schulische Umschulung machst, sind die Ausbildungsinhalte wahrscheinlich etwas mehr auf deine spezifische gewählte Fachrichtung zugeschnitten.
Entscheidest du dich für eine einzelbetriebliche Umschulung musst du dir wahrscheinlich selber einen Betrieb suchen und deine Ausbildungsinhalte sind abhängiger von deinem Betrieb.

Aber das betrifft nur das Umschulungstechnische, du hast ja nach Arbeitsalltag nach der Umschulung gefragt. Was das angeht: deine Ausbildung/Umschulung ist relativ egal für das, was du danach machst.
Ich habe vor wenigen Jahren eine einzelbetriebliche Umschulung zum FISI angefangen (bevor ich das wegen Krankheit wieder abbrechen musste), bezahlt vom Jobcenter. In meiner Berufsschulklasse hatten wir auch einen Azubi für Digitale Vernetzung und einen für Daten- und Prozessanalyse, schlicht weil es in diesem Jahrgang (und grundsätzlich, das betraf nicht nur meinen Jahrgang, Großstadt mit 500k+ Einwohnern) nicht genügend Azubis für eigene Klassen gab.
Die beiden haben die gleichen Inhalte vermittelt bekommen, wie die 20+ FISIs in der Klasse, mit der Ausnahme dass die Fachlehrer bei Projektarbeiten darauf geachtet hat, dass die beiden Themen auswählen, die man auf den ersten Blick ihren Fachrichtungen zuordnen konnte. Allerdings waren das Gruppenarbeiten und sie wurden in der Gruppe jeweils von FISIs unterstützt.
Das zeigt, dass die Abweichungen im Unterrichtsmaterial wirklich zu vernachlässigen sind. Dementsprechend irrelevant ist diese Wahl der Fachrichtung auch in Hinsicht auf spätere Arbeitsplatzmöglichkeiten. Etwas weniger gilt das für Anwendungsentwicklung.

Am Ende zählt in der IT ganz oft nicht, was du an der Berufsschule gelernt haben solltest, sondern was du tatsächlich kannst und was du ggf auch belegen kannst (bestimmte Zertifikate machen sich in Bewerbungen immer gut). Deswegen bieten auch viele Berufsschulen und schulische Umschulungsstätten Zertifizierungen an.
Bei meiner Suche nach einem Umschulungsplatz gab es z.B. Schulen, die MS Azure-Zertifikate anboten, ich selber hab ein paar Cisco Network Academy-Zertifikate über die Berufsschule gemacht (tatsächlich bestand auch ein ganzes Schulfach mit zwei Doppelstunden/Woche ausschließlich aus Netacad-Kursen mit einem Zertifikat pro Quartal).

Letztenendes kannst du dich mal in Stellenanzeigen umsehen. Da wird selten explizit nach den Ausbildungsfachrichtungen gefragt, sondern allgemein nach "Berufsabschluss oder Studium im Bereich der Informatik", nach Berufserfahrung oder ähnlichem. Vielleicht kannst du da mal gucken, welche Jobs dich imteressieren und dann recherchieren, welche Bildungsstätten relevante Zertifikate anbieten oder ob die Firmen, die für dich interessante Jobs anbieten, selber auch ausbilden.