this post was submitted on 19 Aug 2025
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Deutschland

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Zwei volle Tage ohne Vorerfahrung in einer Großstadt in NRW. Ein Vorort und ein Brennpunkt mitten in der Stadt.

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[–] philpo@feddit.org 17 points 6 months ago (1 children)

Ohne das hier kapern zu wollen, eher als Ergänzung, falls sich noch mehr Fragen ergeben:

Ich war mal Landtagskandidat, Kreisvorstandssprecher (entspricht einem "Kreisvorsitzenden") und Sprecher mehrerer Landesarbeitskreise bei dem Laden und hab mich auch (erfolglos) um ein Bundestagsmandat beworben. (Kann das ggf. den Mods auch nachweisen)

Bin mittlerweile aber aufgrund der Haltung zur Ukraine und dem damaligen Plüsch-Umgang mit den Wagenknechten ausgetreten. Heute bin ich Karteileiche bei einer anderen Partei.

An OP: Respekt erstmal! Haustür ist so ungefähr das krasseste Format,dass überhaupt möglich ist. War bei uns wegen Covid damals kaum möglich, war ich aber, spätestens als ich mal aus Versehen bei ner Nazi-WG (Dritter Weg Sticker an der Tür fiel mir erst nachher auf) geklingelt hab auch gar nicht so unrecht.

Aud der anderen Seite kann es, wenn es richtig gemacht ist, unfassbar effektiv sein. Ich kenne tatsächlich (von ner anderen Partei) jemanden, der quasi nur deshalb seinen MdL Sitz hat - gerade weil man eben mit Leuten ins Gespräch kommt,mit denen man sonst nicht ins Gespräch kommt.

Meine Highlights damals:

  • Einen pensionierten Berater/Spitzenbeamten aus dem Kabinett Merkel 1. Hochgradig mit dem politischen Zustand Deutschlands frustriert, vom Weltbild aber ganz sicher nicht links, aber auch nicht rechtsextrem. Sondern "Demokrat mit konservativen Ansichten". War eines meiner längsten Gespräche, war eher so, dass er mir politisch was beigebracht hat. (Und mir einen Kontakt für eine Veranstaltung vermittelt hat)

  • Eher reicher Vorort. Älteres Ehepaar. Stellt sich heraus, er war in einer norddeutschen Uniklinik Oberarzt,sie Fachärztin. Nun ist mein Thema ja sowieso "Gesundheitspolitik" - bzw. Gesundheitsökonomie, das hab ich studiert. In 10min die wirtschaftliche Deckung der linken Gesundheitspolitik (damals noch vorhanden weil Harald Weinberg noch MdB war) erklärt, die Konsequenzen daraus. Bäm, zwei Menschen die früher ganz klar "Die Union" gewählt hätten weil sie mit der SPD nach Agenda2010 abgeschlossen hatten und mit den Grünen nicht warm wurden (kann man ihnen hier nicht verdenken) zu Wählern der Linken gemacht. (Der Ehemann kam nach der Wahl sogar nochmal auf mich zu).

Leute, egal für welche demokratische Partei ihr euch erwärmen könnt: Werdet aktiv. Erstens ist es wahnsinnig wertvoll für einen selbst, man lernt wirklich schnell neue Leute, aber auch neue Dinge. Gerade bei den kleinen Parteien geht es aber auch wahnsinnig "flach" zu. Zwischen "kleines Mitglied" und "hat mit Politikgrößen wie Gregor Gysi oder Bodo Ramelow telefoniert und ist mit div. MdB befreundet" lagen bei mir knapp ein Jahr.

Und es muss uns allen klar sein: Egal ob ihr Lila-Rot, Rot oder Grün seit: Niemals seit 1945 war Engagement gerade wichtiger.

[–] Teppichbrand@feddit.org 7 points 6 months ago* (last edited 6 months ago)

Interessant, vielen Dank! Ich habe seit meinem Parteieintritt Anfang des Jahre dieses Zitat von Rebecca Solnit im Kopf:

«Wenn alle, die um den Ernst der Lage wissen, sich stärker engagieren würden, dann hätten wir alle, die wir brauchen. Wir müssen unsere Freunde mobilisieren, nicht unsere Gegner bekehren.»

Das deckt sich ja mit deiner Aussage. Mit diesem Ansatz bin ich auch in die Haustürgespräche gegangen.