this post was submitted on 23 Jan 2025
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Man darf gerne von Utopien träumen, muss aber trotzdem im tatsächlichen Hier und Jetzt handeln. Zumal Deutschland ja seit den 50ern eine gewisse Utopie lebt und sich außenpolitisch selektiv hinter anderen Ländern versteckt. Darum sind wir so abhängig von Amerika und darum haben wir spätestens jetzt ein Problem. Deutschland braucht also nicht mehr Utopie, sondern mehr Realismus.
Dabei darfst du jedoch nicht vergessen, dass das damals alles unter dem frischen und schockierten Eindruck des Zweiten Weltkriegs und der Gräuel der Nazis stand. Dies ist jedoch, wie eigentlich nach jedem Krieg, schnell wieder abgeklungen und die Länder haben wieder auf ihren individuellen Vorteil geschaut. Das ist schade, aber offenbar nicht zu verhindern.
Ja, auch. Aber es lag auch daran, dass man nach der Wiedervereinigung und der generellen Friedenseuphorie in Europa froh war, vermeintlich nicht mehr auf ein funktionierendes Militär angewiesen zu sein. Vor dem Umbau in eine Expeditionsarmee kam die grundsätzliche stiefmütterliche Behandlung, die Dinge wie Landesverteidigungsfähigkeit vollkommen erodieren ließ. Deutschland schaut mit großer Fremde auf sein Militär. Das schmutzt, das ist irgendwie eklig, das will man eigentlich nicht. Und so kommt am Ende eben sowas dabei raus.
Zumindest die Verteidigungsfähigkeit zu Hause ist jedoch letztlich nicht verhandelbar. Entweder, wir stellen sie sicher, oder es gibt uns nicht mehr. Wenn du dir die Finnen ansiehst, die bis vor kurzem eben nicht gemütlich unter dem amerikanischen Nuklearschirm gelebt haben, sondern ihre Verteidigung selber sicherstellen mussten, dann siehst du ein Land, das nicht aggressiv ist, aber dennoch militärisch immer vorbereitet war und entsprechend bewaffnet. Diese Form von Realismus müssen auch wir begreifen. Weil die Alternative dazu willst du erst recht nicht.