Ich bin Softwareentwickler aber noch Junior und habe in den letzten Jahren immer mehr gemerkt wie KI in den Vordergrund gerückt ist. Es ist natürlich schön dass es an sich die Prozesse etwas entspannt aber gerade als Junior Entwickler ist es auch sehr frustrierend.
Ich arbeite mich gerne in neue Programmiersprachen und Arbeitsweisen ein und würde mich gerne auch über Technologien austauschen. Trotzdem fühle ich mich oft einem erhöhten Leistungsdruck ausgesetzt (weil man kann ja KI nutzen und dann geht es ja so schnell). Dabei vertiefe ich aber mein Wissen überhaupt nicht und ich habe auch öfter das Gefühl dass durch die Verfügbarkeit von KI Fragen an Kollegen ins Leere verlaufen. Das ist natürlich auch etwas schwierig weil wir alle im Home-Office sitzen und so schon kaum Austausch haben, wenn dann der Rest so verläuft.
Im Chat werden bei Fragen oft KI Antworten oder Code einfach kopiert, den Verdacht hatte ich schon lange, aber nun wurden auch die ersten Code Reviews für meine Arbeit mit wahrscheinlich Claude erstellt.
Ich möchte Niemanden auf die Füße treten oder mich unbeliebt machen.
Hat jemand eine Idee was ich vielleicht tun kann?
Hatte zufällig genau so ein Gespräch heute. Ich bin überzeugt, dass KI Unterstützung genau das bleiben sollte: Unterstützung. Es ist ein weiteres Werkzeug, aber man braucht nicht für alles die Wunderharke 3000.
In der Vergangenheit war die Zeit den Code zu schreiben nie das Aufwendige. Zu verstehen was die wirklichen Anforderungen sind und das technisch so sicher abzulegen, dass es nachweisbar ist (Tests) und beides anderen Leuten zu erklären ist der größere Aufwand.
Solange man nicht in einer generischen Webapp Bude arbeitet, sollte der Hype ziemlich bald rum sein. Ich würde empfehlen schau dich in den Themen Architektur und Qualitätssicherung um und such dir Domänenwissen über komplexe Systeme deiner Wahl - das wirst du immer brauchen. Alternativ poliere deine People Skills und bau dir Prozessgedöns als zweites Bein auf