this post was submitted on 31 Jul 2026
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Wenn wir ehrlich sind, bleibt uns nichts anderes übrig. Wir werden nicht sämtliche Fluchtursachen bekämpfen können, besonders die Klimakrise lässt sich kaum von Europa allein aufhalten. Und wie du sagst, Flüchtlinge können und werden bereits als Waffe eingesetzt.
Es ist kein realistisches Szenario. Dafür ist die Außenregrenze viel zu groß und die Kosten wären zu enorm.
Ist ja auch nicht notwendig.
Wenn man allerdings einfach weiter macht wie bisher (aktuell soll ja alles was nach Klima riecht aufgeweicht werden) und den ärmerem Staaten nicht hilft sich ans Klima anzupassen (Lösungen gibt es heute schon mehr als genug, nur politischer Wille und Geld ist keins da) braucht man sich auch nicht wundern. Zumal die Auswirkungen nicht an den EU Außengrenzen halt machen sondern uns in Form von Extremwetter, Waldbränden, Ernteausfällen und Krankheiten auch selbst treffen werden.
Zu glauben wir könnten uns als Kontinent isolatonistisch von den Kosenquenzen unseres Handels der letzten 300 Jahre abschotten halte ich in einer immer vernetzteren Welt für realitätsfremd.
Grade die europäschen Grenzen lassen sich doch ganz gut verteidigen. Ist ja nicht so wie in den USA, dass wir hunderte kilometerlange Grenzen über Land haben. Die Grenze besteht größtenteils aus Wasser, lediglich im Osten Richtung Russland gibt es lange Landgrenzen. Da behaupte ich mal, dass Russland nicht ewig komplett feindlich gegenüber Europa gestimmt ist.
Die 117.000 km Küstenlinie wird man auch überwachen müssen. Oder können Migranten ähnlich einem Vampir kein Wasser überqueren?
Russland sieht aktuell eher nach einer Entwicklung in Richtung failed state aus... wie damals in den 90ern.
Nenn mich naiv, aber ich glaube wir haben die Fähigkeit die 3-4 Hauptrouten zwischen den Meerengen zu kontrollieren, Boote zu finden und zurückzuweisen. Ist ja nicht so, dass die Leute an der dänischen Nordseeküste ankommen.
Hängt davon ab ob sie jemand gezielt als politisches Druckmittel einsetzen will. Die russische Schattenflotte operiert schließlich auch weitgehend ungestört weltweit.
/edit: Wird mMn in jedem Fall dauerhaft deutlich teurer sein als Fluchtursachen zu bekämpfen.
An der russischen Schattenflotte sieht man aber auch, dass man was dagegen unternehmen kann, wenn man will. Es wurden schon einige beschlagnahmt und die Ukraine hat bereits ein paar Dutzend angegriffen.
Wie kommst du darauf? Das frontex Budget beträgt über 1 Milliarde, das EU Budget für Entwicklungshilfe über 10 Milliarden pro Jahr.
https://en.wikipedia.org/wiki/Frontex
https://enlargement.ec.europa.eu/funding-technical-assistance/neighbourhood-development-and-international-cooperation-instrument-global-europe-ndici-global-europe_en
Die Aufstellung passt nicht ganz. Sowohl Entwicklungshilfe als auch Grenzschutz werden auch von den einzelnen Mitgliedern selbst gezahlt, daher macht es nur bedingt Sinn die beiden EU-Budgets miteinander zu vergleichen.
Weil die Entwicklungshilfe kräftig zusammen gestrichen wird wenn es nach den rechts-konservativen gehen soll.. bei gleichzeitgem Ausbau des Grenzschutz.
https://www.wiwo.de/politik/europa/eu-gemeinschaftsbudget-merz-fuer-kuerzung-des-eu-haushalts-um-mehrere-100-milliarden/100243475.html
..rat mal wo er die einsparen will.
Zudem reden wir von einem Szenario in dem es a) sehr wahrscheinlich noch mehr Flüchtlinge gibt als heute b) andere Staaten diese aktiv zu uns schicken.
Ich bezweifle dass die nationalen Budgets aller europäischen Länder mehr für Grenzschutz ausgeben als für Entwicklungshilfe, zumal der Großteil der Grenzen überhaupt nicht bewacht wird.
Meiner Meinung nach sind das beides Gründe, um mehr in den Grenzschutz zu investieren.