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hoffe, dass diesen Post nicht gelöscht wird
Ich habe einen unbefristeten Arbeitsvertrag, das heißt, ich brauche nicht unbedingt schon morgen einen neuen Job, sondern nur einen, der besser ist als der aktuelle.
Schreibt ihr beim Erstellen eines Lebenslaufs wirklich alles auf, was ihr seit eurer Kindheit gemacht habt? Denn ich war schon Koch, Kellner, habe mit Tieren und in Museen gearbeitet, Dinge, die nichts mit meiner jetzigen Tätigkeit oder meiner Ausbildung zu tun haben. Wen interessiert das schon?
Wird es schlecht gesehen, wenn man sich einfach eine sechsmonatige Auszeit nimmt, nur weil man die Nase voll von seinem Job hat und es sich leisten kann? Ich habe das Gefühl, dass man in Deutschland erwartet, ständig beschäftigt zu sein, und wenn man aus irgendeinem Grund nicht wie ein leistungsorientierter Mensch wirkt, gilt man als Versager, oder denken vielleicht nur Führungskräfte so?
Es steht ein Vorstellungsgespräch beim neuen Arbeitgeber an. Wie direkt drückt ihr aus, was ihr will? Einige direktere Leute, die ich kenne, sagen ganz offen, was sie wollen und brauchen, um den Job zu wechseln, und wenn das nicht angeboten wird, ignorieren sie die Stelle einfach. Unbezahlte Überstunden und kindische Mitarbeiter sind die Hauptgründe, warum ich nach etwas Besserem suche. In anderen Jobs habe ich außerdem eine mangelhafte Einarbeitung erlebt mit Leuten, die mich nicht einarbeiten wollten, und Vorgesetzten, die mich angelogen haben, sowie Mobbing; all das möchte ich hinter mir lassen.
Ich verstehe nicht, warum Arbeitgeber nicht klar angeben, wie viel sie zahlen, damit man keine Zeit verschwendet. Wann frage ich, wie viel ich verdienen werde? Bis zum Ende des Vorstellungsgesprächs damit zu warten, erscheint mir wie Zeitverschwendung.
Fragt ihr zuerst eure derzeitigen Kollegen nach Stellen, die euch interessieren könnten? Die Leute, mit denen du zusammenarbeitest, können für dich bürgen und Arbeitgeber empfehlen, aber andererseits könnten sie auch mit deinem derzeitigen Vorgesetzten sprechen.
Wie sucht man sich einen neuen Job, ohne dabei den Verstand zu verlieren? Es gibt viele Online-Portale für die Jobsuche, man muss danach die Stellenangebote filtern; bei manchen Portalen muss man Mitglied werden, um den Arbeitgeber zu kontaktieren, und ich möchte nicht extra Mitglied werden, nur um das zu tun, und dann gibt es noch Scheinstellen… Und nach der normalen Arbeit muss man noch kochen, essen und sich entspannen. Ich weiß nicht, welche deutschen Portale empfehlenswert sind.
Wie viele Vorstellungsgespräche bereitet ihr pro Woche vor? Denn auch das ist Arbeit: Du musst zu die Niederlassung fahren, dir einen freien Tag nehmen, Fahrtkosten werden nicht erstattet (das heißt, du musst vielleicht drei Stunden für ein 30-minütiges Vorstellungsgespräch anreisen und bekommst die Stelle möglicherweise gar nicht: „na ja, wissen Sie?, wir schauen uns gerade nur um“).
Wenn ich einen neuen Job finde, der mir besser gefällt, sage ich meinem alten Arbeitgeber dann trotzdem nichts, bis mein neuer Vertrag unterschrieben ist? Kümmert sich der neue Arbeitgeber um den Papierkram mit dem alten?
Plötzlich verstehe ich, warum Leute in mittelmäßigen Jobs bleiben.
Hängt glaube ich davon ab, wie alt man ist. Je älter man ist, desto mehr fasst man unspezifische Dinge zusammen oder lässt sie weg.
Und es hängt vermutlich auch vom anvisierten Job ab - wenn da Vielseitigkeit oder Lebenserfahrung gefragt ist, können sehr unterschiedliche Jobs natürlich von Vorteil sein.
Letztlich ist es immer auch Glückssache, ob die Firma viele verschiedene Jobs als "experimentierfreudig, offen, viel verschiedene Erfahrung" auslegt oder "weiß nicht, was er/sie will und passt nicht in unsere Schublade" auslegt. Bei letzterer Firma würde ich auch gar nicht arbeiten wollen, von daher können die mich gerne aussortieren, dann spare ich mir das Gespräch.
In Jobs, bei denen eine hohe intrinsische Motivation wichtig ist, wäre es sicherlich besser, wenn man schreiben kann, was man in der Zeit gemacht hat - egal ob persönliche Projekte oder was von der Welt sehen wollen oder was auch immer. Ansonsten kann man es vielleicht als Mental Health-Zeit verkaufen oder Neuorientierung oder so?
Und vermutlich hängt es auch hier davon ab, an wen man gerät.
Das finde ich auch schwierig. Ich hab mal gehört, dass man nicht über frühere Firmen lästern/abkotzen sollte. Von daher versuche ich als Softwareentwickler z.B. möglichst neutral auszudrücken, dass es aufgrund unterschiedlicher Strategien/Kommunikationsweisen nicht gepasst hat (weil ich z.B. eine hohe Softwarequalität für am besten geeignet halte, um (langfristig) Deadlines einhalten zu können). Man kann bei mir wohl trotzdem sehr deutlich rauslesen, was ich von früheren Firmen halte. Ich bin einfach unfassbar schlecht darin, mein Klappe zu halten :D
Geht mir genauso. Soweit ich weiß, gibt man das üblicherweise am Ende des Bewerbungsanschreibens an.
Nur welche, denen ich wirklich sehr stark vertraue.
Das ist vermutlich sehr stark abhängig vom Bereich, in dem du arbeitest. Bei mir war es in der krassesten Phase eher so alle ein bis zwei Monate eins. Ich bin aber auch in einem (bisher noch?) gefragten Bereich unterwegs und bewerbe mich nur bei Firmen, wo ich denke, es passt von der Arbeitsweise zu mir.
Vielleicht kannst du dich auch mal ne Woche krankschreiben lassen (weil Burnout/kurz davor) und in der Zeit was Gutes für deine geistige Gesundheit tun (neuen Job suchen)?
Definitiv! Kündigung geht erst raus, wenn ich eine Zusage habe.