Arte Ultras

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Schwitzen empfindet man oft als etwas Unangenehmes. Aber: Schwitzen war ein evoltionärer Vorteil und hat Superkräfte, die nun immer besser erforscht werden. Zwischen Kanada und Finnland erkundet der Journalist Anthony Morgan zusammen mit Forschenden, was es mit dieser Körperflüssigkeit auf sich hat. Ein schweißtreibender Job, der sich lohnt!

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Schwul und Soldat? Bei manchen schlägt die Fantasie bei diesem Thema Kapriolen. Bei anderen gibt es Diskussionen. Ein archäologischer Fund rückt dieses Thema in den Fokus: die Kraft der Liebe soll eine Elite-Einheit aus 150 Männerpaaren über Jahrzehnte unbesiegbar gemacht haben, bis die Männer gemeinsam gegen Alexander starben. Liebe und Krieg – unvereinbar?

Schwul und Soldat? Homosexuelle in der Armee können auch heute noch zu Diskussionen führen. Die Emanzipation homosexueller Menschen ist eine Entwicklung erst der jüngeren Vergangenheit. Dabei gab es im alten Griechenland eine damals gerühmte Eliteeinheit von 300 Männern, von der Archäologen und Historiker heute vermuten, dass sie aus 150 männlichen Liebespaaren bestand. Lange war die Existenz dieser „Heiligen Schar von Theben“ umstritten. Heute weiß man mehr: 2019 tauchen in einem Athener Archiv die Grabungstagebücher des griechischen Archäologen Panagiotis Stamatakis auf. Er hatte im Jahr 1871 das Massengrab der Eliteeinheit bei Chaironeia entdeckt und freigelegt. Minutiös beschreibt er darin Lage und Zustand der Skelette – einige scheinen paarweise bestattet worden zu sein. Diese Eliteeinheit wurde in der Schlacht gegen König Philipp II. von Makedonien und seinen Sohn Alexander den Großen aufgerieben, nachdem sie über vier Jahrzehnte als unbesiegt gegolten hatte und die Machtstellung des griechischen Theben zementiert hatte. Doch Stamatakis’ Aufzeichnungen wurden nie veröffentlicht und verschwanden nach seinem frühen Tod. 300 schwule Helden? Unbesiegbar durch die Kraft der Liebe? Das wirft Fragen rund um männliche Homosexualität und Sexualität in der Antike auf. Wie war das Verhältnis unter Männern – und zwischen Männern und Frauen? Dieser Film stellt unser christlich geprägtes Bild von Mut und Heldentum in Frage.

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Die Dokumentation "Können Hunde sprechen?" zeigt, wie Hunde per Soundboard mit ihren Besitzern kommunizieren. Forscher der University of California in San Diego analysieren Daten von Tausenden von Hunden weltweit, um Emotionen und Bedürfnisse zu entschlüsseln. Einige Hunde verstehen hunderte Wörter – ein möglicher Wandel im Mensch-Tier-Verhältnis? Die Wissenschaft bleibt skeptisch.

Die Dokumentation „Können Hunde sprechen?“ geht der Frage nach, wie vielschichtig die Kommunikation zwischen Haustieren und ihren Besitzern sein kann. Im Mittelpunkt steht ein neuer Trend, bei dem Hunde mithilfe eines Soundboards mit ihren Menschen in Austausch treten und so „sprechen“. Social-Media-Hype oder Revolution in der Beziehung zwischen Mensch und Tier? Um dies herauszufinden, haben Forschende der University of California in San Diego eine breit angelegte Studie gestartet. Sie sammeln und analysieren Daten von Hundebesitzern aus 47 Ländern, um zu verstehen, wie die Vierbeiner Emotionen, Bedürfnisse und Umweltwahrnehmungen ausdrücken. Die Ergebnisse könnten tiefgreifende Veränderungen über gängige Vorstellungen von Intelligenz und Kommunikationsfähigkeiten von Tieren mit sich bringen. Manche Hunde beherrschen nachweislich Hunderte von Wörtern und interpretieren menschliche Körpersprache präziser als Schimpansen. Noch faszinierender ist, dass ihre Gehirne offenbar ähnlich wie beim Menschen Sprache in neuronalen Netzwerken verarbeiten und so Wortbedeutungen bildhaft erfassen. Sollten Hunde in der Lage sein, nicht nur ihre Bedürfnisse, sondern sogar abstrakte Konzepte sprachlich zu vermitteln? Mensch und Hund sind seit Jahrtausenden ein unzertrennliches Team – hat sich dadurch auch die Kommunikationsfähigkeit der Fellnasen weiterentwickelt? Die Wissenschaft ist davon nicht uneingeschränkt überzeugt. Vergangene Bemühungen, Tieren das Sprechen beizubringen, waren stets sehr umstritten. Viele sehen darin nur antrainiertes Verhalten. Doch können die Sprachbuttons möglicherweise den Weg zu einer tieferen Beziehung zwischen Zwei- und Vierbeinern ebnen?

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Der „Green Deal“ ist Europas Rezept für den Klimaschutz. Doch grüne Technologien benötigen kritische Rohstoffe, die oft aus China stammen. Um die Abhängigkeit zu verringern, sollen wieder mehr Rohstoffe in Europa abgebaut werden – mit nachhaltigen Minen. Doch dort, wo die Minen gebaut werden sollen regt sich Widerstand in der Gesellschaft. Ist mehr Bergbau in Europa wirklich die Lösung?

Europas Rezept für Wirtschaftswachstum, das gleichzeitig unseren Planeten vor dem Klimakollaps bewahren soll ist der „Green Deal“: Elektroautos statt Verbrenner und erneuerbare Energien statt Kohle, Öl und Gas. Aber grüne Technologien funktionieren nicht allein mit Sonne und Wind. Sie benötigen viele kritische Rohstoffe wie Lithium oder Seltene Erden. Diese werden aber kaum noch in Europa abgebaut, sondern in weit entfernten Gebieten, wie Afrika, Südamerika, Russland und vor allem China. Diese Abhängigkeit stellt ein Risiko für die Unabhängigkeit der europäischen Wirtschaft dar. Politik und Industrie wollen den Bergbau nun teilweise wieder zurück nach Europa bringen. Sie versprechen grüne, nachhaltige Minen mit möglichst geringen Auswirkungen auf die Umwelt. Doch dort, wo solche Minen entstehen, wehren sich die Menschen dagegen – aus Angst, dass ihr Lebensraum für die Energiewende geopfert wird. Einer von ihnen ist Héctor, ein spanischer Bauer, der um sein Land kämpft. Oder Matti und Karin Niia, zwei indigene Rentierzüchter aus Nordschweden, die ihre Traditionen erhalten möchten. Sie kämpfen gegen die im Namen der grünen Wende errichteten Minen, die ausgerechnet nachhaltige Lebensweisen bedrohen. Während die Industrie in Brüssel bei der EU für ein neues Gesetz lobbyiert, um Minen schneller eröffnen zu können, macht sich Diego von einer Brüsseler NGO auf den Weg quer durch Europa, besucht Bergwerke, trifft auf Vertreter der Bergbauindustrie und Betroffene, um der Frage nachzugehen, ob mehr Bergbau in Europa wirklich eine nachhaltige Antwort auf die Klimakrise sein kann.