Willkommen bei "dann mach ich den Scheià halt selber!" Ich hab selber letztes Jahr damit angefangen, Kleidung selber zu nÀhen.
Was Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Herstellung von Stoffen angeht ,ist der GOTS (Global Organic Textile Standard) das beste, was wir derzeit haben. Dabei geht es sowohl um Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte als auch um soziale Kriterien und Menschenrechte. Allerdings gibt es natĂŒrlich auch hier Kritik (z.B. dass eins der Kriterien nicht ein Existenzlohn, sondern der lokale gesetzliche Mindestlohn ist).
Wenn du online Stoff kaufen willst, guck mal erst einmal nach Mustern. Viele Shops bieten kleine StĂŒcke (ungefĂ€hr handflĂ€chengroĂ) fĂŒr schlimmstenfalls ein paar Cent, oft aber auch kostenlos an. Damit kannst du dann gucken, wie sich das Material anfĂŒhlt, ein paar ProbenĂ€hte setzen etc, bevor du wirklich Geld ausgibst.
Es gibt viele Quellen fĂŒr Schnittmuster, vor allem aber fĂŒr feminine Schnitte und Kindermuster (fĂŒr MĂ€nner ist da wirklich wenig, und das meiste ziemlicher Standardkram). Da ist meistens auch vermerkt, wie man die GröĂe anpasst. AuĂerdem gibt es Freesewing, eine Datenbank kostenloser Schnittmuster, die du in einer Onlinemaske individuell auf deine MaĂe anpassen kannst. Ansonsten kann man auch ein paar Basisschnittmuster beiseite legen und nach belieben verĂ€ndern, um sich ausprobieren. Da mache ich es z.B. so, dass ich die Papierschnitte auf Packpapier (gibts auch in Rollen) ĂŒbertrage und dabei anpasse und verĂ€ndere.
Und wenn du das sozialer gestalten wirst, es gibt in vielen StÀdten NÀhcafés voller Leute, die schon lÀnger nÀhen und gerne Neulingen helfen.
