this post was submitted on 27 Nov 2025
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Verkehrswende

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In dieser deutschsprachigen Community dreht sich alles um das Thema Verkehrswende. Welche Entwicklungen gibt es in diesem Bereich? Wo hängt es?

In this German-speaking community, everything revolves around the topic Mobility transition. What developments are there in this area? Where are the problems?

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[–] Treczoks@lemmy.world -4 points 1 day ago (4 children)

Lohnt sich das wirklich? Ein LKW bringt nur Geld, wenn er fährt. Alle paar hundert Kilometer erst mal ewig laden müssen weil keine Schnellade-Station weit und breit verfügbar ist könnte hier schnell ein Problem werden.

[–] piper11@feddit.org 10 points 1 day ago (2 children)

Schau mal elektrotrucker auf yt. Alle 41/2 h muss ein Lkw-Fahrer eh 45 min Pause machen. Da kann man von 30% auf 80% aufladen. Stationen gibts mittlerweile ausreichend, selbst auf dem Balkan.

[–] Treczoks@lemmy.world 1 points 1 day ago

Ausreichend? Ich sehe am Wochenende regelmäßig, dass es nicht mal ausreichend Parkplätze gibt für die Brummis. Die drei Tanksäulen sind dann sofort belegt, und dann?

Und wenn das mehr werden, wird das ganz schnell ganz eng, insbesondre, wo Schnellladesstationen für LKWs ordentlich Leistung brauchen, die das Kabel, das ursprünglich verlegt wurde um am Rasthof Küche und Beleuchtung zu machen, nicht liefern können wird.

[–] Ooops@feddit.org 7 points 1 day ago (1 children)

Ist halt das beliebte deutsche Märchen von wegen eMobilität funktioniert nicht. In der Realität kann man allein mit den vorgeschriebenen Ruhezeiten und bei der mangelhaften Infrastruktur in Deutschland schon jetzt gut Strecken planen. Im Fernverkehr abseits des deutschen Wahns ist das dann nochmal viel einfacher.

Sehr bezeichnend hier: Die Experten der Logistikbranche erklären den Verbrenner für tot. Du hingegen: "Aber klappt das denn überhaupt?"

[–] Treczoks@lemmy.world 0 points 1 day ago (1 children)

Ich stelle die Frage, weil ich nirgendwo ausreichende Infrastruktur sehe. Wenn die irgendwann aus dem Boden poppen, habe ich damit kein Problem.

[–] Ooops@feddit.org 2 points 8 hours ago* (last edited 8 hours ago)

Dann nur soweit: Die Infrastruktur existiert. Ja, die ist noch ausbaufähig. Ja, mit mehr Elektrofahrzeugen muss die noch massive weiter ausgebaut werden.

Aber sie existiert bereits jetzt, in einem Maße, das ordentliche Routenplanung ohne große Probleme möglich macht. Du verbringst wahrscheinlich nur nicht so viel Zeit an dedizierten LKW Raststätten oder dem LKW-Teil auf allgemeinen Autobahnraststätten.

Und ja, die sind 'ne ganz andere Größenordnung als die PKW Lader. An der A2 gibt es seit diesem Jahr (gefördert vom Land) sogar den ersten Lader mit niedlichen 1,2 Megawatt Ladeleistung.^(^*^(^

^(^*^)^ als Referenz: Wallboxen liefern normalerweise 11-22 Kilowatt. Schnellladesäulen 300kW, aber das auch nur, wenn du das einzige Auto bist. Und der normale PKW verkraftet das allerhöchstens unter optimalen Temperaturbedingungen und bei sehr leerer Batterie. Mit steigendem Füllstand und/oder bei niedrigen Temperaturen drosseln die Autos selbst am Schnelllader gern auf 50kW runter, also 1/24 der Leistung.

[–] suff@piefed.social 5 points 1 day ago (2 children)
  • LKWs fahren geplante Routen
  • LKW-Fahrer müssen ohnehin regelmäßig Pausen machen
[–] Treczoks@lemmy.world 1 points 1 day ago (2 children)

Aber:

  • Es gibt für einen deutlich steigenden Bedarf nicht genug Ladesäulen
  • Schnellladesäulen brauchen viel Leistung, die die lokale Infrastruktur typischerweise nicht leisten kann. Zumindest nicht, wenn mal mal mehr als nur zwei oder drei haben will.

Ich habe mich mal mit einem Betreiber eines Schnellade-Parkplatzes in den Niederlanden unterhalten. Der hat sich für seine Säulen auch erst mal ein fettes Kabel herlegen lassen müssen, und das ging auch nur, weil in der Nähe eine entsprechend dicke Trasse vorbeikommt, sonst hätte sich das nicht gelohnt.

[–] suff@piefed.social 2 points 1 day ago

Wird halt der Ladestrom teurer.

[–] Ooops@feddit.org 2 points 1 day ago* (last edited 1 day ago) (2 children)

Das andere "Aber":

Jeder weiß, wo die Reise hingeht. Also werden diejenigen, die damit Geld verdienen, mehr Infrastruktur bauen. Ja, ganz allein ohne den Staat, von dem man Infrasturktur eigentlich erwarten können sollte. Das einzige, was die zurückgebliebenen, die in Deutschland das sagen haben, tun können, ist, das zu sabotieren und zu verlangsam, in dem sie z.B. die Anschlüsse verschleppen (gen wie es ja jetzt schon bei Energiespeichern passiert). Ja, das werden sie sicher fleißig tun (und damit der deutschen Wirtschaft wieder einmal schwer schaden) aber an der Realität ändert sich nichts. Der Fortschritt lässt sich höchstens (auf unsere Kosten) verlangsamen aber nicht mehr aufhalten.

[–] Treczoks@lemmy.world 1 points 1 day ago (1 children)

Nicht jede Art von Infrastruktur ist Sache des Staates. Tankstellen sind ja auch privat/kommerziell. Und so sehe ich Ladestationen auch.

[–] Ooops@feddit.org 3 points 8 hours ago* (last edited 8 hours ago) (1 children)

Da hst du recht, aber es benötigt halt auch staatliche Infrastruktur. Wenn der Staat die Straße zur Tankstelle nicht baut oder die nötigen Genehmigungen für den unterirdischen Tank an 10 Jahre Bürokratie koppelt, wird auch Privat keine Tankstelle gebaut.

Und das selbe gilt für Ladestationen. Da macht der Privatinvestor nichts, wenn die benötigte Leistung erst in 15 Jahren zur Verfügung steht, weil dazwischen noch Netzbetreiber für die Anschlüsse sitzen, die dann gern auch mal von der Regierung verordnet bekommen, doch erstmal langsam zu machen, weil wegen Planung und so...

PS: Die 10 Jahre sind übrigens wörtlich gemeint. Solange dauern bei einigen Netzbetreibern die Genehmigungen für Energiespeicher zur Zeit. Deshalb haben wir auch inzwischen Anmeldungen in astronomischen Höhen (10 mal mehr Kapazität in beantragten Projekten als derzeit insgesamt in Deutschland existieren, mehr als wir planmäßig in knapp 10 Jahren benötigen würden, alles privat finanziert... und trotzdem geht es nicht vorwärts und es wird ständig das Märchen erzählt als die benötigten Speicher wären zu teurer. Sind sie nicht, dafür braucht der Staat tatsächlich kein Steuergeld in die Hand nehmen). Die ehemalige Geschäftsführung des deutschen Spitzenreiters, was Arbeitsverweigerung bei Netzanschlüssen angeht, ist jetzt übrigens Wirtschaftsministerin...

[–] Treczoks@lemmy.world 1 points 7 hours ago

Dass die Leitungen etc. so lange dauern liegt nicht primär am Staat, sondern an den Armeen von NIMBYs in Deutschland.

Nach dem Motto: "Wir wollen Strom, aber weder Leitungen noch Windkraftwerke!"

[–] Melchior@feddit.org 1 points 1 day ago (1 children)

z.B. die Anschlüsse verschleppen (gen wie es ja jetzt schon bei Energiespeichern passiert)

Die Energiespeicherbranche hat mal so eben 200GW an Anschlüssen angefragt. Bislang hat Deutschland etwa 10GW pro Jahr an Anschlüssen für neue Kraftwerke meist Wind und Solar gebaut. Das ist also nicht unbedingt verschleppen, sondern ein reales Problem.

[–] Ooops@feddit.org 1 points 1 day ago* (last edited 1 day ago)

Ein reales Problem durch Verschleppung. Möchtest du nachschauen, wer bei den Firmen, die sich im Wettbewerb darum, wer die absurd längsten Bearbeitungszeiten bis zu 10 Jahren hinbekommt, überbieten, das Sagen hat(te)? Einen Tipp gibt's gratis: Eine davon ist jetzt Ministerin.

Klar, kann man bemängeln, dass einige Firmen Mehrfachanfragen getätigt haben, obwohl sie letztendlich sicher nur Anträge für mehrere mögliche Standorte geschrieben haben, und kann anerkennen, dass die derzeitige Flut an Anträgen tatsächlich massiv ist. Das ist auch ein reales Problem.

Aber der Grund liegt dann doch wieder in den Jahren, die eine Bearbeitung dauert. Und das nicht erst seit gestern. Das hat Prinzip, seit vielen Jahren. Ergo, gezielte Verschleppung. Also erwarte ich nichts anderes von Leuten in unserer Regierung, als das, was sie schon seit langem, sowohl in der Regierung als auch in anderen Positionen, tun.

[–] Melchior@feddit.org 3 points 1 day ago (1 children)
[–] Ooops@feddit.org 1 points 1 day ago

Leider vergisst du, dass das die "schlechteste Regierung der Geschichte"™ war und unsere (endlich wieder kompetente) neue Regierung alles so lange wie möglich verschleppen wird, das sie nicht rückabwickeln kann.

Also hat er nicht unrecht. Ein (künstlich verbeigeführter) Mangel an Infrastruktur, die entsprechend mitwächst, wird wahrscheinlich zum Problem. Aber das ist okay... dem Wahlvieh wird man schon erklären, dass dIe GrÜnEn an dem dadurch entstehenden Wirtschaftsschaden schuld sind.